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Homeoffice auch für Beschäftigte der Zuverdienstwerkstatt Neukölln

Der Wunsch nach Tagesstruktur ist für die Beschäftigten mit psychischer Beeinträchtigung ein wichtiger Grund, zum Arbeiten in die Zuverdienstwerkstatt zu kommen. Deshalb bietet diese jetzt Tätigkeiten im Homeoffice an. Auch dem Wunsch nach sozialen Kontakten wird durch spezielle Angebote Rechnung getragen. Ellen Brüggemann und Peter Sühwold berichten.

Kleine Spaziergänge mit Therapiehund Ole erfreuen die Beschäftigten der Zuverdienstwerkstatt

Unser Genesungsbegleiter und EX-IN* Kollege Peter Sühwold hält telefonischen Kontakt zu den Beschäftigten unserer Werkstatt. Bei einem entsteht ein kleiner Smalltalk, bei einer anderen ist der Bedarf nach Beratung in Alltagsdingen erkennbar. Uns ist es vor allem wichtig, den Beschäftigten zu zeigen, dass wir sie nicht vergessen.
In der Zuverdienstwerkstatt werden beispielsweise gerade Zuschnitte für Community- Masken erstellt. Diese bekommen die Beschäftigten zugeschickt, um sie im Homeoffice zu nähen und die fertigen Masken dann zurück zu bringen. Außerdem haben die Beschäftigen die Möglichkeit, mit Therapie-Hund Ole und seinem Frauchen und Ergotherapeutin Ellen Brüggemann, bei einem kleinen Spaziergang mit Sicherheitsabstand Rixdorf zu erkunden und Kontakt auch außerhalb des Telefons zu haben.

Auf Ressourcen zurückgreifen

Für uns ist erkennbar, dass die allermeisten unserer Beschäftigten trotz psychischer Beeinträchtigung mit der derzeitigen belastenden Situation gut umgehen können. Unsere Beschäftigten haben alle Krisenerfahrungen und sehr häufig gelernt, wie sie Krisen meistern können. Das kommt ihnen jetzt zugute. Um diese gesamtgesellschaftliche Krise überstehen zu können, öffnen sie ihren individuellen „Werkzeugkasten“ und aktivieren ihre Ressourcen. Das ist für uns ein großes Lob, da auch wir als Mitarbeiter einen Anteil an dieser Befähigung zur Krisenbewältigung haben. Auch in diesem Falle können wir Anleiter, wie so oft in der Zuverdienstwerkstatt, von unseren Beschäftigten lernen, was es heißt, standhaft zu bleiben und nach vorn zu blicken.

 

* Der Begriff EX-IN steht für ein 2005 von der Europäischen Union aufgelegtes Modell. Das Modell basiert auf der Überzeugung, dass Menschen, die psychische Krisen durchlebt haben, diese persönlichen Erfahrungen nutzen können, um andere Menschen in ähnlichen Situationen zu verstehen und zu unterstützen.

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