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Das tapfere Schneiderlein

Susanne Schneider ist Haushandwerkerin im UNIONHILFSWERK. Für sie ein Traumjob, denn bei dem großen sozialen Träger paart sich die Freude an der handwerklichen Arbeit mit der Freude, gute Taten zu vollbringen. Die Anstrengung nimmt sie deshalb gern in Kauf.

Porträtfoto von Susanne Schneider.
Nicht nur bei Hochwasser: Haushandwerkerin Susanne Schneider ist für das Wohl der Kita-Kinder immer unermüdlich im Einsatz

Wenn Susanne Schneider früh morgens durch das Montessori-Kinderhaus in der Sommerstraße in Reinickendorf geht, sagt die Haushandwerkerin, wird sie von den Betreuern bereits erwartet: „Schön, dass du da bist. Ich habe da was.“ Langeweile gibt es für die gelernte Elektromonteurin nicht. In einer Kita ist schließlich immer etwas zu tun, vor allem in den letzten Monaten. Zum UNIONHILFSWERK gehören sieben Kitas, für die Susanne Schneider und zwei weitere Haushandwerker zuständig sind.

Kita stand nach Starkregen unter Wasser

Nach den massiven Regenfällen im August stand der Krippenbereich im Souterrain unter Wasser. Für Susanne Schneider, die seit zehn Jahren im Haushandwerk arbeitet, und ihre Kollegen hieß es dann Prioritäten setzen. Der Bereich für die 26 Kinder zwischen einem und drei Jahren musste geräumt und die gefundene Notunterkunft hergerichtet werden.

Wichtig war zudem, die vier Räume trocken zu legen, damit die Maler- und die anderen notwendigen Arbeiten durchgeführt werden konnten. „Wir waren viereinhalb Wochen immer wieder damit beschäftigt, die Bautrockner zu leeren“, erinnert sich Susanne Schneider. In dieser Zeit zogen die Geräte ca. 500 Liter Wasser aus den Wänden. Ende Oktober waren die Bauarbeiten abgeschlossen. Dann konnten die Kleinen endlich wieder in ihre gewohnte Umgebung zurückkehren.

Viel Spaß trotz viel Arbeit

Obwohl die Arbeit manchmal anstrengend ist, macht Susanne Schneider, die von den Betreuerinnen auch gerne „das tapfere Schneiderlein“ genannt wird, der Job viel Spaß. „Die Arbeit wird wertgeschätzt. Ich habe tolle Kollegen. Auch ein Hierarchiedenken gibt es hier nicht“, sagt sie. „Das ist nicht selbstverständlich.“

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