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Es braucht jemanden, der an einen glaubt – ein Weg auf den allgemeinen Arbeitsmarkt

Vom Notfallsanitäter über die Werkstatt zurück ins Berufsleben: Jesco Brede zeigt, wie Inklusion gelingt, wenn Wille, die richtige Unterstützung und Vertrauen zusammenkommen.

Unser Botschafter Ulli Zelle begleitet Jesco Brede bei seiner Arbeit und gewinnt Einblicke in den Arbeitsalltag im Garten- und Landschaftsbau.

Ein Neuanfang mit klaren Zielen

Jesco Brede ist ein selbstbewusster, junger Mann, der weiß, was er will. Seine Familie ist ihm wichtig, aber auch seine Arbeit. Als junger Vater übernimmt er Verantwortung. Als er und seine Ex-Frau im Schichtdienst arbeiten, wird die Kinderbetreuung schwierig und er tritt von seiner Tätigkeit als Notfallsanitäter zurück.

Aufgrund verschiedener Behinderungen wird ihm ein Platz in einer Werkstatt für behinderte Menschen angeboten. Für ihn ist aber von Beginn an klar, dort bleibt er nicht lang. Im Februar 2021 startet er im Garten- und Landschaftsbau der USE gGmbH. Draußen an der frischen Luft zu arbeiten, gefällt ihm sehr. Und er findet eine Fachkraft, die an ihn glaubt. Schon nach dem dreimonatigen Eingangsverfahren, das dem Berufsbildungsbereich als erste Findungsphase in der Werkstatt vorausgeht, nimmt er ihn mit auf Baustellen. „Durch diese Unterstützung ist mir vieles leichter gefallen, ich habe schneller gelernt.“, so Jesco Brede über seine erste Zeit bei der USE.

Vom Aktionstag zum Praktikum

Durch den bundesweiten Aktionstag Schichtwechsel arbeitet er für einen Tag bei der Firma Baumarbeiten Kellermann mit. Ein Unternehmen, mit dem die USE schon lange gut zusammenarbeitet. Als der Geschäftsführer Andre Kellermann im Garten- und Landschaftsbau nach personeller Unterstützung für Bodenarbeiten fragt, ist Jesco Brede sofort dabei. Im April 2024 startet er dort mit einem Praktikum, das im Dezember 2024 in einen betriebsintegrierten Arbeitsplatz mündet. Von Dienstag bis Donnerstag arbeitet Jesco Brede nun bei der Firma Kellermann, montags und freitags bei der USE.

Unterstützung, die den Unterschied macht

Bei diesem Wechsel begleitet ihn bis heute das Übergangsmanagement der USE. Eine Fachkraft aus dem Gewerk und ein Inklusionsmanager begleiten sowohl das Unternehmen als auch den Werkstattbeschäftigten, ebnen den Weg durch Gespräche, klären die Anforderungen, erledigen die vertraglichen Voraussetzungen und intervenieren in schwierigen Situationen. So setzte Jesco Brede der Umgang mit einem Kollegen, der seine Behinderung nicht sehen wollte, so sehr zu, dass er aufgeben wollte. Der Inklusionsmanager sprach mit den Beteiligten und dem Geschäftsführer und konnte die Situation entschärfen. Etwas, das Jesco Brede allein nicht möglich gewesen wäre.

Neue Aufgaben und neue Perspektiven

Mit seinen neuen Aufgaben ist er sehr zufrieden: „Man sieht hier immer was Neues, ich mache Dinge, die ich noch nie gemacht habe.“
Durch die unterschiedlichen Auftraggeber kommt er in ganz Berlin herum. Im Sommer 2026 sind es die Eichenprozessionsspinner, die sie auch außerhalb Berlins bekämpfen. Und dennoch ist er jeden Tag rechtzeitig bei seinen Kindern.

Dieses Beispiel ist so motivierend, dass für das Panel „Wir für Berlin – im Dialog“ mit dem Titel „Jobs in Berlin: Echt inklusiv?!“ ein kleiner Film gedreht wurde.

Für einen Tag begleitete unser Botschafter Ulli Zelle Jesco Brede bei seiner Arbeit, packte mit an und gewann so einen Eindruck, wie Inklusion gelingen kann. Den Film finden Sie hier.

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