Die Aktion: Karten, Gespräche und viele Begegnungen
Zum Tag der Nachbarschaft verteilten Alexandra Knorr und Christine Gregor, Mitarbeiterinnen der Kontaktstelle PflegeEngagement Reinickendorf, von 11 bis 14 Uhr Postkarten in den Hallen am Borsigturm.
Auf der Vorderseite: ein bunter Blumenstrauß mit der Botschaft „Schön, dass wir Nachbar*innen sind!“, auf der Rückseite die Einladung, sich in der eigenen Nachbarschaft zu engagieren.
Die beiden kamen dabei mit zahlreichen Besucher*innen ins Gespräch – von pflegenden Angehörigen bis zu Menschen, die „einfach so“ etwas für ihr Wohnumfeld tun wollen.
Viele nahmen Karten mit, um sie später in den Briefkasten der Nachbar*innen zu werfen und so einen kleinen Anstoß für mehr Kontakt in der Nachbarschaft zu geben.
Eine Postkarte als Einladung zur Nachbarschaft
Die in Reinickendorf verteilte A5-Karte lädt dazu ein, Nachbarschaft aktiv zu gestalten. Auf der Vorderseite steht die Frage: „Haben Sie heute schon Ihren Nachbarn gegrüßt?“ – gefolgt von Ideen, wie ein Plausch im Hausflur oder eine gemeinsam organisierte Spielegruppe den Kontakt im Kiez beleben kann.
Die Karte erklärt Schritt für Schritt, wie man den beigelegten Grußkarten-Teil ablöst, eine persönliche Botschaft an die Nachbar*innen schreibt und in den Briefkasten wirft – damit zwischen Rechnungen auch mal eine freundliche Überraschung liegt.
Wer Lust bekommt, eine Einkaufsgemeinschaft, Telefonkette oder Tauschbörse anzuregen, wird direkt eingeladen, sich bei der Kontaktstelle PflegeEngagement zu melden.
Warum gute Nachbarschaft uns allen nutzt
Eine funktionierende Nachbarschaft stärkt das Gefühl von Sicherheit und Zugehörigkeit – Menschen wissen, dass „jemand da ist“, wenn sie Hilfe brauchen.
Studien zeigen, dass soziale Beziehungen und nachbarschaftliche Kontakte das Risiko von Einsamkeit und damit verbundenen gesundheitlichen Problemen deutlich senken, etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen und psychische Belastungen.
Der Tag der Nachbarschaft wird europaweit jedes Jahr Ende Mai gefeiert und motiviert Millionen von Menschen zu kleinen und großen Aktionen für mehr Gemeinschaft. In Deutschland beteiligt sich eine Vielzahl von Initiativen und Nachbarschaftsprojekten; sie setzen ein Zeichen dafür, dass gelebtes Miteinander in Quartieren ein wichtiger Baustein für gesellschaftlichen Zusammenhalt ist.
Die Kontaktstelle PflegeEngagement Reinickendorf
Die Kontaktstelle PflegeEngagement Reinickendorf unterstützt pflegebedürftige Menschen, pflegende und sorgende Angehörige, Freund*innen und Nachbar*innen. Zu den Angeboten gehören u.a. Gesprächsgruppen für pflegende Angehörige, Aktivgruppen, Informationsveranstaltungen und ein Besuchsdienst.
Diese Angebote können helfen, der Isolation in einer Pflegesituation entgegenzuwirken. Sie tragen dazu bei, die seelische Gesundheit zu stärken und die Belastung, die mit Pflege einhergeht, besser zu bewältigen.
Nachbarschaft und Pflege: Entlastung für pflegebedürftige Menschen und ihren Angehörigen
Gerade in einer Pflegesituation kann auch ein aufmerksames Umfeld den Alltag spürbar erleichtern. Wenn Nachbar*innen kleine Wege übernehmen, nachfragen oder einfach regelmäßig nach dem Rechten sehen, ist das ein wichtiger Baustein, um Pflege zu Hause langfristig zu ermöglichen.
Daher fördert die Kontaktstelle PflegeEngagement gezielt nachbarschaftliche Hilfenetze – etwa indem Ideen aus der Nachbarschaft aufgegriffen, gemeinsam weiterentwickelt und bei der Umsetzung unterstützt werden.
Mitmachen erwünscht: So erreichen Sie die Kontaktstelle PflegeEngagement
Wer sich in seiner Nachbarschaft engagieren möchte – ob mit einer eigenen Idee oder als Teil bestehender Angebote – ist bei der Kontaktstelle PflegeEngagement herzlich willkommen.
Die Kolleginnen überlegen gemeinsam mit Interessierten, wie Projekte vor Ort umgesetzt werden können, und helfen dabei, Mitstreiter*innen zu finden und Aktionen bekannt zu machen.
Werfen Sie doch auch mal wieder einen kleinen Gruß in den Briefkasten Ihrer Nachbar*innen oder nehmen sich Zeit für einen kleinen Plausch – oft sind es genau diese kleinen Gesten, aus denen Vertrauen und ein wohltuendes Miteinander im Haus, im Kiez und in unserem Alltag entsteht.









