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Neuer Bundestag – neue Sozialpolitik?

Vergleicht man die Programme der Parteien findet, man keines, das den Sozialstaat angreift oder gar abschaffen will. Die Unterschiede in den Programmen beziehen sich auf die Kernfrage, ob der Sozialstaat noch weiter ausgebaut werden soll und ob dies unabhängig von der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Bundesrepublik geschehen kann. Zu Recht wird in einigen Parteiprogrammen auch die Frage nach der Generationengerechtigkeit bei der sozialstaatlichen Gestaltung gestellt. Diese Unterschiede in den Programmen werden auch in den nächsten Jahren die politische Agenda bestimmen, unabhängig davon welche Parteien die Regierung bilden. In der nächsten Legislaturperiode wird es unabhängig von der Regierungskonstellation soziapolitisch weiter beim „Durchwursteln“ bleiben. Wer auch in Zukunft noch den „großen Wurf“ in der Sozialpolitik erwartet, wird enttäuscht werden.

Schritt halten mit der demografischen Entwicklung – vor allem in der Pflege

Die Ursache liegt in der demografischen Entwicklung. Sie schafft „Sachzwänge“, die sich mit ideologisch motivierten Konzepten nicht lösen lassen. Das beste Beispiel ist die Pflege. Prognosen gehen davon aus, dass sich die Zahl der Pflegedürftigen bis 2050 auf über 5 Millionen verdoppeln soll. In den heutigen Strukturen müsste sich die Anzahl der Pflegekräfte von über einer halben Million auf über eine Million erhöhen. Wo sollen diese Kräfte herkommen? Zusätzlich kommt noch die berechtigte Forderung nach einer besseren Bezahlung dazu. Wollte man hier politisch zu einer optimalen Lösung für die Pflegebedürftigen und –kräfte kommen, würde der finanzielle Aufwand zu einer enormen Steigerung des Pflegebeitrags oder der Zuzahlung der Pflegebedürftigen kommen. Bei der Rente existiert eine ähnliche Problematik im Hinblick auf eine Anhebung des Rentenniveaus.

Neue Konzepte statt Bürokratiebarrieren

Also wird es nur um kleine Schritte der Verbesserung gehen. Hier ist gerade die Sozialbranche gefragt. Mit ihrem sehr speziellen Wissen und ihren Erfahrungen kann sie Konzepte entwickeln, die trotz begrenzter Mittel eine gute soziale Betreuung sicherstellen. Ein wesentlicher Hinderungsgrund hierfür ist jedoch besonders die Bürokratisierung. Die nächste Bundesregierung wäre gut beraten, wenn sie dieses Problem erkennt und gemeinsam mit der Sozialbranche nach funktionierenden Lösungen sucht.

Dem Sozialstaat droht erst dann (wieder) eine ernsthafte Gefahr, wenn einerseits die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit schwindet und gleichzeitig das Zinsniveau stark ansteigen würde. Denn trotz der stark gestiegenen Steuereinnahmen im letzten Jahrzehnt wurde die Staatsverschuldung kaum abgebaut. Die Politik begnügte sich damit, dass sie nicht weiter anstieg. Eine Rezession und steigende Zinsen sind aber zum Ende der nächsten Legislaturperiode eine durchaus realistische Entwicklung.

Köstliche Pausen

12 Uhr: Mittagszeit! Und jetzt? Schon wieder Salamistulle oder schnell eine 5-Minuten-Terrine? Mal wieder eine Pizza vom Italiener um die Ecke oder doch selbstgemachten gesunden Salat? Es soll lecker sein, satt machen, aber nicht schwer im Magen liegen. Was essen nur die Kollegen am Arbeitsplatz oder unterwegs und wie kann ich mir schnell etwas Gesundes zaubern? Auf meiner Mission in Sachen Pausenrezepte besuche ich als erstes Frances Kant und Sandra Wagner aus der Hauptverwaltung.

3-Minuten-Müsli-Mix und bunte Gemüsesticks

„Mein Essen mache ich mir immer schön und es muss dazu gesund sein“, sagt Frances Kant, Sachbearbeiterin des Fachbereichs für Menschen mit psychischer Erkrankung, und zeigt mir ihr Lieblings-Müsli-Rezept: Standard-Müsli-Mix vermischen mit Apfelmus, geschrotetem Leinsamen, Obst (nach Wahl Apfel, Pfirsich, Erdbeeren oder Ananas) und nach Lust und Laune Magerquark, Joghurt oder Kokosraspeln.
Das Wichtigste zum Schluss: Schön anrichten!
So ein Müsli ist kostengünstig und man kann es immer wieder variieren. Frances Kant bereitet es sich gern als schnelles Frühstück oder auch als Mittagssnack zu. „Danach fühle ich mich gesättigt, bin aber nicht zu voll, um weiter zu arbeiten und darauf kommt es bei mir an.“

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Sandra Wagner aus dem Personalmarketing ist ihre Kollegin im Büro und mag es in Sachen Frühstückspause auch einfach und gesund. Dafür schnippelt sie sich oft bereits zu Hause farbenfrohe Gemüsesticks. Diesmal hat sie Paprika, Möhren, Äpfel und Datteln dabei. Limetten sehe ich auch noch in der Dose. Damit beträufelt sie die Sticks. „Gemüse wärmt und Obst erfrischt“ sagt Sandra. Das mitgebrachte Brot ist keineswegs langweilig: ein Fenchel-Koriander-Dinkel-Brot, bestrichen mit Erdnussbutter und belegt mit Kresse. Gesünder geht nun wirklich nicht!

Haben Sie auch Lust bekommen auf etwas Gesundes? Dann viel Spaß beim Nachmachen und guten Appetit!