Monthly Archives: September 2019

Zuccini-Tomaten-Tarte

Wir sind mittendrin, in der Erntezeit. Und nicht selten gibt der Garten so viel her, dass man sich zwischendurch fragt: „Wohin mit all den Garten-Schätzen?“. Hier ist Kreativität gefragt –  besonders, weil doch eigentlich niemand Lust hat, über Tage hinweg das gleiche Obst oder Gemüse zu essen. Immer mal neue Rezepte und Zubereitungsformen können da helfen.

Bei uns stehen heute Tomaten und Zuccini im Mittelpunkt und die Ideen für verschiedenste Rezepte mit diesen tollen Gemüsesorten sind zahlreich: Salate und Lasagnen, gefüllt oder überbacken. Tartes und Quiches, Nudelsoßen oder Suppen. Aus Tomaten und Zuccini lässt sich vieles zubereiten. So kommt keine Langeweile auf und man zaubert, auch wenn es eimerweise Tomaten und Zuccini zu verarbeiten gilt, immer wieder etwas Neues auf den Tisch.

Ein Kuchen – aber deftig und mit Vitaminen

Wir zeigen Ihnen heute eine Tarte, einen aus Mürbeteig in einer runden Form gebackenen Kuchen. Die ist ganz schnell zubereitet und kann auch im nächsten Tag noch gut mit zur Arbeit genommen und kalt oder warm genossen werden.

Diese Zutaten werden für den Boden benötigt

  • 125g Butter
  • 250g Mehl
  • 1 TL Salz
  • 1 Ei

Diese Zutaten werden für die Füllung benötigt

  • 2 kleine Zucchini
  • 250g Tomaten-Mix
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 1/2 Bund Peterilie
  • 2 Zweige Thymian
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Schalotten
  • 1 Becher saure Sahne
  • 2 Eier

Meersalz, Pfeffer

Und so schnell ist die Tarte gezaubert

Im ersten Schritt stellen Sie den Mürbteig her. Dafür vermischen Sie alle Zutaten miteinander, mit den Händen oder dem Handrührgerät, je nach Vorliebe. Formen Sie den Teig zu einer Kugel, wickeln ihn in Folie und legen ihn für 30 Minuten in den Kühlschrank. Diese Zeit nutzen Sie, um das Gemüse und die Kräuter zu waschen. Hobeln Sie die Zucchini in ganz dünne Scheiben, würfeln Sie die Zwiebeln und schneiden Sie den Knoblauch ganz klein. Die Tomaten halbieren Sie oder schneiden diese in Scheiben – je nach Größe. Die Kräuter grob hacken.
Geben Sie die Eier zu der sauren Sahne und vermengen Sie dies mit den Zwiebeln, dem Knoblach, Salz, Pfeffer und drei Viertel der Kräuter.

Jetzt kann der Mürbeteig aus dem Kühlschrank geholt und zwischen Klarsichtfolie ausgerollt werden. Er soll in eine gefette Tarte-Form passen, dort wird der Rand noch etwa 2cm mit den Fingern hochgedrückt. Eine normale Springform funktioniert übrigens auch. Wenn Sie die Form ausgelegt haben, stechen Sie den Teigboden mit einer Gabel mehrfach ein und geben ein Drittel der Sahne-Ei-Masse auf den Boden. Dann legen Sie die Zucchinischeiben darauf und geben den Rest der Ei-Masse obendrüber. Zum Schluß belegen Sie alles mit Tomatenscheiben und schieben die  Form für gute 40 Minuten bei 180 Grad in den Backofen.

Wenn die Tarte fertiggebacken ist, sollte sie 5 Minuten stehen. Dann können die restlichen Kräuter darübergestreut werden. Und zum Schluss: Servieren und genießen.

Wussten Sie, dass Tomaten im Kühlschrank an Geschmack und Haltbarkeit verlieren? Die Früchte sollten möglichst bei Temperaturen zwischen 12 und 16 °C gelagert werden. Dann bleiben sie besonders aromatisch.

Und noch ein kleiner Tipp für alle, die es eilig haben: Inzwischen findet man in jedem gut sortierten Supermarkt-Frischeregal fertigen Tarte-Teig, der nur noch ausgerollt werden muss 😉

Guten Apettit!

Unruhestand als Ehrenamtliche: Das Ehepaar Ebner hilft jungen Irakern

Wir treffen uns in einem Cafe in Mitte und beide erzählen mit Leidenschaft und großer Begeisterung von ihrem Engagement als Ehrenamtliche. Gleich zu Beginn der Flüchtlingskrise unterstützten sie die Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft des UNIONHILFSWERK, das in Hessenwinkel im Berliner Bezirk Rahnsdorf gegründet wurde. 150 Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak, Afghanistan, Albanien oder dem Kosovo wurden dort unterbracht. Die meisten brauchten Hilfen beim täglichen Umgang mit Behörden aber auch beim Alltag in der ungewohnten Umgebung.

Vom IS verfolgt

Seit 2016 begleiten die Ebners  zwei junge irakische Flüchtlinge besonders intensiv. Gertrud Ebners Augen leuchten, wenn sie von „ihren“ Irakern erzählt. „Sie sind uns ans Herz gewachsen“, erzählt sie und betont, dass es gleichzeitig wichtig sei,  los zu lassen. Das versteht sie unter „Empowerment“. Friedrich Ebener ist stolz darauf, dass er bei der Vermittlung einer Ausbildungsstelle helfen konnte. Die Hürden waren hoch. Angefangen bei den Deutschkenntnissen bis hin zur Anerkennung der schulischen Vorbildung der Flüchtlinge. Die beiden jungen Iraker aus Mossul wurden als  Sunniten vom IS verfolgt und flüchteten nach Deutschland. Essam, der Ältere lernt jetzt Bäcker und ist bereits im dritten Ausbildungsjahr. Sein jüngerer  Bruder Bisam fand schnell Arbeit als Wachmann und will nun eine Ausbildung als Stahlbetonbauer beginnen. Die Langzeitbetreuung der Ebners ermöglichte diese Wege, war aber auch sehr herausfordernd. In manchen Wochen traf man sich fast täglich. Zeit, Geduld und Verlässlichkeit waren gefragt.

Fortbildung hilft

„Das ist ein gemeinsamer Weg“, betont Gertrud Ebner  „ aber wir  sind natürlich nicht die Eltern. Die Rollen müssen klar sein. Ich versuche immer zu motivieren, frage ‚was ist Euer Ziel oder was kostet das? Mein Mann wiederum ist sehr strukturiert und geht systematisch Punkt für Punkt durch und arbeitet das mit beiden ab“. Friedrich Ebner konnte den einen oder anderen Kontakt aus seiner aktiven Berufszeit nutzen. Und er lobt die wichtigen Fortbildungsveranstaltungen, die das Unionhilfswerk Freiwilligenmanagement für die Ehrenamtlichen organisierte. „ Sie haben uns immer das Gefühl gegeben, dass unsere ehrenamtliche Arbeit wichtig ist und, wenn wir einen Ansprechpartner brauchten, war immer jemand da“, erzählt er. Durch die ehrenamtliche Arbeit haben sich die Ebners mittlerweile ein eigenes Netzwerk an Kontakten aufgebaut.

Verschiedene Projekte der Stiftung Unionhilfswerk Berlin laden aktuell zur Begleitung der Neu-Berliner*innen mit Fluchterfahrungen in verschiedenen Bezirken ein. Mehr Informationen unter www.unionhilfswerk.de.

Integration mit Vollkornbrot

Mit Essam und Bisam sind sie auch schon in den Urlaub gefahren. Die Integration der beiden jungen Iraker geht voran.  Unlängst hat Essam, der Ältere, einen Kuchen für alle gebacken. Auch Vollkornbrot kann der Bäckerlehrling mittlerweile sehr routiniert herstellen.  „ Jetzt führen die beiden ihr eigenes Leben“, sagt Gertrud Ebner stolz, „ aber sie wissen, dass wir immer für die da sind“.

An die Töpfe, fertig, los

Live-Cooking mit Naschproben

Rund 80 Bewohnerinnen und Bewohner ließen sich dieses besondere Ereignis bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen nicht entgehen. Die Spannung und die Vorfreude, auf das, was kommen sollte, lagen in der Luft. Während die Heimbewohner das „Live-Cooking“ und vor allem die versprochenen Naschproben kaum erwarten konnten, konnten die drei Kochteams kaum erwarten, ihre Köstlichkeiten zu zaubern.

Drei Koch-Teams

Moderatorin Kati Frieberg, die sehr unterhaltsam durch das Programm führte, stellte, bevor es losging, die drei Teams vor: Zum Team „Plänterwald“ gehörten Ricarda Dziurzynski, Juli Knoppeck, Esther Hackenberg, Nicole Buch und Paul Weise. Im Team „WISAG“, Caterer des Pflegewohnheims, traten Cornelia Janssen und Julia Nitschke an. Einrichtungsleiter Uwe Hildebrandt und ein früherer Kollege bildeten das Team „Dragon“.

Drei Gänge

Dann war es endlich soweit. Nun wurde gebrutzelt, gerührt und gekocht. Auf dem Speiseplan standen beispielsweise „Sommersalat mit gebackenem Feta und Schoko-Balsamico-Dressing in einem Parmesannest an Frischkäse-Crêpes“, „Rindergulasch mit dunkler Schokolade, Gartenbohnen, Pfifferlinge in Butter geschwenkt, krossgebratene Kartoffelplätzchen, Ringelblume und Kornblume“ und „Dreierlei Windbeutel in Schokolade getaucht mit Erdbeercreme, Vanillecreme und Eierlikörcreme“. Bereits beim Zuschauen lief einem das Wasser im Munde zusammen.

Guten Appetit!

Nach jedem fertiggestellten Gang verteilten die Teammitglieder die Naschproben ans Publikum. „Wie schmeckt’s denn?“, fragte die Moderatorin einige Bewohnerinnen und Bewohner. Die einhellige Antwort: „Sehr gut.“ „Allerdings hätten die Portionen größer sein können“, sagte eine Dame schmunzelnd. Hungern musste aber keiner. Denn zusätzlich gab es Herzhaftes vom Grill.

Die Bewertung der Jury

Auch die Jury ließ es sich schmecken. Gleichzeitig mussten Geschäftsführerin Lilith Langner, Pflegequalitätsbeauftragte Britta Walther, Steffen Hoch, Einrichtungsleiter eines anderen Trägers, sowie Bewohnerin Elfriede Wagner Punkte für jedes einzelne Gericht vergeben. Die Bewertung fiel nicht immer leicht, aber am Ende konnte es nur einen Sieger geben. Auf Platz 1 kam Team „Plänterwald“, der 2. Platz ging an Team „Dragon“ und Platz drei errang Team „WISAG“. „Das wochenlange Üben in der eigenen Küche hat sich gelohnt“, sagte Esther Hackenberg stellvertretend für das Sieger-Team strahlend.

2020 geht es weiter

Ob Jurymitglieder, Bewohnerinnen und Bewohner oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Alle waren vom Kochwettkampf begeistert. Deshalb wird im nächsten Jahr wieder im Pflegewohnheim „Am Plänterwald“ um die Wette gekocht. Am 28. August 2020 werden dann sogar vier Teams gegeneinander antreten und dieses Mal italienisch-chinesische Gerichte zaubern.