Monthly Archives: Oktober 2020

Werden Sie Stammzellenspender*in!

Weltweit erkrankt alle 35 Sekunden ein Mensch an Blutkrebs. Für viele Betroffene ist eine Stammzellspende die einzige Chance auf Heilung. Aber nur ein Drittel der Patient*innen findet innerhalb der Familie eine*n geeigneten Spender*in. Der Großteil benötigt einen nicht verwandten Spender oder eine nicht verwandte Spenderin. Und auch in Deutschland findet von fast 14.000 Erkrankten pro Jahr noch immer jede*r 10. Patient*in keine passende Spende.

Als Gemeinschaft können wir hier viel bewegen. Deswegen möchten wir Sie heute bitten, sich bei der DKMS registrieren zu lassen! Denn je größer diese Gemeinschaft wird, desto besser.

In der Zeit vom 1. bis zum 30. November können Sie sich über das UNIONHILFSWERK registrieren lassen und ein Spender-Set zu sich nach Hause bestellen. Pro neu registrierte*r Mitarbeiter*in spendet das UNIONHILFSWERK dann an die DKMS, denn für die Registrierung fallen für die DKMS Kosten an. Den enstprechenden Registrierungslink erhalten Sie Anfang Novmber im Intranet und zusätzlich per E-Mail.

Eine Registrierung und auch der Abstrich sind ganz einfach zu machen und schnell erledigt, ich habe es bereits getan. Wie das funktioniert, lernen Sie auch unten im Video. Die Registrierung ist nur vollständig, wenn Sie einen Abstrich durchführen und ihn zügig an die DKMS zurückschicken. Erst danach ist die Registrierung komplett und Sie werden zum potenziellen Lebensretter oder zur potenziellen Lebensretterin für Patient*innen weltweit.

Alle ab 17 Jahren können sich beteiligen. Ob die persönlichen Voraussetzungen zur Registrierung erfüllt werden, wird während des Prozesses der Onlineregistrierung abgefragt.

Der Kanal der Onlineregistrierung ist momentan aufgrund der Coronakrise der einzig mögliche, um weiter zuverlässig potenzielle Stammzellspender*innen zu registrieren und Lebenschancen zu schenken.

Also versuchen Sie es! Möglicherweise retten Sie so ein Leben. Und ganz wichtig: Reden Sie darüber! Auch Ihre Freund*innen und Bekannten können Spender*innen werden.

DKMS Wie wird man Stammzellspender?

Unterirdisch in die Freiheit – Berliner Unterwelten

Eben noch im Trubel des Bahnhofs Gesundbrunnen, da öffnet sich eine unscheinbare Tür, an der man sonst achtlos vorbeieilt, und schon geht es hinab in den Keller Berlins: Herzlich Willkommen im Dunkel der Unterwelten! Neben verschiedenen Führungen, die unter anderem auch in originalen unterirdischen Anlagen das mühevolle Ausharren der Berliner in den Luftschutzbunkern im 2.Weltkrieg zeigen, bietet die „Tour M“ die interessante Geschichte der Tunnelfluchten unter der Berliner Mauer.

Mehr als 70 Tunnel wurden begonnen

Den ersten Tunnel gab es bereits 2 Monate nach dem Mauerbau 1961, zwei West-Berliner gruben sich in den Osten nach Pankow, um ihre Freundinnen in den Westen zu holen. Der letzte Tunnel scheiterte im Jahre 1984. Insgesamt gab es mehr als 70 tatsächlich begonnene Fluchttunnelvorhaben, von denen jedoch nur 19 erfolgreich waren. Durch sie gelangten immerhin über 300 DDR-Bürger von Ost- nach West-Berlin. Es gab spektakuläre Aktionen, Verrat und bitteres Scheitern, weil die Stasi die geplanten Aktionen im Vorfeld ausspähen konnte.

Nach der ersten Station in den Ausstellungsräumen in der Zivilschutzanlage Blochplatz geht es per „U-Bahn-Shuttle“ zur Bernauer Straße, einem der Brennpunkte des Mauerbaus und auch einer der Schwerpunkte im Fluchttunnelbau. Auf einer Streckenlänge von nur 350 Metern wurden die Grenzsperranlagen hier siebenmal untertunnelt. Der hier besonders tiefliegende Grundwasserspiegel ermöglichte das Anlegen sehr tief liegender Fluchttunnel.

Der  Tunnel 57 – ein spektakuläres Projekt

Nahe diesen authentischen Schauplätzen der Geschichte geht es erneut in den Untergrund. In den historischen Gewölben der ehemaligen Oswald-Berliner-Brauerei wird anhand von Tunnelnachbauten im Originalmaßstab sowohl von verratenen und gescheiterten Tunnelvorhaben berichtet als auch über das erfolgreichste und spektakulärste Projekt aus der Zeit der Berliner Mauer, den »Tunnel 57«. Seinen Namen bekam er von den 57 Menschen, die 1964 durch den 145 Meter langen Tunnel in den Westen fliehen konnten – 12 Meter tief unter der Bernauer Straße.

Mehr als sechs Monate wurde von der Westseite an dem Fluchttunnel gearbeitet, über 30 Studenten der Freien Universität Berlin (FU) graben mit am 90 cm hohen und 80 cm breiten Stollen. Unter ihnen auch der Physikstudent Reinhard Furrer, der 1985 als westdeutscher Spaceshuttle-Astronaut berühmt wurde als wohl der prominenteste Fluchthelfer an bzw. unter der Berliner Mauer.

Am 2. Oktober 1964 ist der Durchbruch endlich geschafft. Doch zur Überraschung der Tunnelbauer kommen sie nicht wie geplant im Keller des Hauses Strelitzer Straße an die Oberfläche, sondern im Innenhof in einem nicht mehr genutzten Toilettenhäuschen. Dennoch klettern die Ersten kurze Zeit später unerkannt auf allen Vieren durch den engen Tunnelschacht in den Westen. Doch auf der Liste der Fluchtwilligen befindet sich ein Stasi-Spitzel, der den Tunnel verrät. Es kommt zu einer Schießerei, ein DDR-Grenzsoldat stirbt dabei. Am nächsten Tag melden DDR-Medien die Ermordung des 21-jährigen Unteroffiziers Egon Schultz durch „westliche Terroristen“. Nach der Wende wird der Bericht einer Ost-Berliner Untersuchungskommission entdeckt, aus dem hervorgeht, dass Egon Schultz versehentlich durch eine Maschinenpistolensalve des eigenen Kameraden tödlich getroffen worden ist.

Im Osten war Kreativität gefragt

Wurde vom Osten gegraben, wie etwa 1962 bei dem Glienicker Tunnel in Richtung Frohnau, standen die Tunnelbauer vor dem großen Problem: wohin mit der Erde?  Um sich nicht draußen verdächtig zu machen und entdeckt zu werden, wurde der Aushub drinnen im Haus in Schubfächern, in Schränken, in extra errichteten Zwischenböden und hinter eingezogenen Wänden versteckt.

In der zweistündigen Tour werden nicht nur die Geschichten der Fluchttunnel erzählt. Auch die Berliner Geisterbahnhöfe, ihre scheinbar perfekte Sicherung gegen sogenannte Grenzverletzer und das Absperren der Kanalisation gegen unterirdische Fluchtversuche sind großes Thema auf dieser Tour.

Wenn man dann am Ende wieder zurück ans Sonnenlicht kommt an die frische Luft, nimmt man das beklemmende Gefühl mit aus dem Dunkel der „Unterwelten“. Und die Eindrücke gehen einem noch lange im Kopf umher.

 

Die Führungen finden aktuell angepasst an die Corona-Bedingungne statt. Zuletzt ging aus Medienberichten hervor, dass der Verein Berliner Unterwelten e.V. um’s Überleben kämpft. Aktuelle Infos zu den Tunnelführungen:
www.berliner-unterwelten.de

 

Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel erschien bereits in einer Ausgabe unserer Zeitung „Wir für Berlin“ und wurde aufgrund der Corona-Maßnahmen durch das Redaktionsteam aktualisiert.

Alles neu in der Singerstraße

Paritätischer Wohlfahrtsverband bewilligt Antrag

Um Mittel für Renovierung und Anschaffung von Mobiliar erhalten zu können, stellte Anne Fritzsche beim Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg einen Antrag – leider erfolglos. Dann erhielt sie den Tipp, sich an den Paritätischen Wohlfahrtsverband zu wenden. Ein guter Tipp, wie sich herausstellte, denn im Frühjahr bewilligte der Dachverband den Antrag. „Ich bin überglücklich und sehr dankbar, dass es geklappt hat“, sagt die Koordinatorin und noch immer steht ihr die Freude ins Gesicht geschrieben. Ihr Dankeschön richte sich aber nicht nur an den Paritätischen Wohlfahrtsverband, sondern auch an Geschäftsführerin Lilith Langner und Petra Feistel aus der Fördermittelverwaltung, die bei der Antragstellung unterstützt haben, und an das Haushandwerk, das bei den Umbauarbeiten maßgeblich beteiligt war.

„Es ist wunderschön geworden“

Im Juni ging es dann los. Zuerst wurden die neue Küche und höhere Toiletten eingebaut. Im August kamen dann die Tische, Stühle und Schränke. Zudem wurde der Fußboden erneuert und die Wände gestrichen. „Es ist wunderschön geworden“, sagt Anne Fritzsche begeistert. Und wie sehen es die Besucherinnen und Besucher? „Die meisten fanden die Veränderung sofort toll“, so die studierte Sozialarbeiterin. „Nur wenige mussten sich erst daran gewöhnen.“

Neuer Look und neues Konzept

Auch konzeptionell hat sich das Seniorenzentrum in der Singerstraße erneuert. Mehr Aktivitäten stehen auf dem Programm. Pro Woche findet, so die Corona-Pandemie es zulässt, eine Veranstaltung statt. Einmal im Monat organisiert Anne Fritzsche mithilfe von Ehrenamtlichen – insgesamt sind es 14 – für die Gäste einen Ausflug, z.B. zum Baumkronenpfad Beelitz-Heilstätten. Außerdem wird neben Sport und Gedächtnistraining nun auch künstlerisches Gestalten angeboten.

Bedürfnis nach Kontakt gestiegen

„Die Gäste nehmen unser breites Angebot gut an“, berichtet Anne Fritzsche zufrieden. Besonders beliebt sei das Kaffeestübchen dienstags bis freitags von 13.30 bis 16 Uhr. „Den Menschen ist es wichtig, sich auszutauschen“, so die Koordinatorin. Das Bedürfnis nach Kontakt und Nähe hätte die Corona-Krise noch verstärkt. Daher hofft sie, dass sich die massiven Beschränkungen nicht wiederholen.

Spontan reisen in Zeiten von „Corona“

Unter der Prämisse weitgehender Selbstbestimmung und größtmöglicher Spontaneität wurden in den letzten Wochen zwei Kurzreisen für Klient*innen des Fachbereichs mit Angeboten für Menschen mit geistiger Behinderung durchgeführt. Wie schon in den letzten beiden Jahren bot Peter Jürgensmeier drei- bzw. viertägige Campingwochenenden an. Mit jeweils drei Teilnehmer*innen ging es in diesem Jahr zur „Kolbatzer Mühle“ bei Lychen in Brandenburg und nach Altwarp am Stettiner Haff in Mecklenburg-Vorpommern.

Reisen unter Abstandsregeln

In Altwarp konnte die Reisegruppe eine komplette Wohnung mit eigener Dusche und Toilette sowie einer Küche nutzen, was dem generellen Bemühen um Infektionsschutz sehr entgegen kam. In Absprache mit der Einrichtungsleitung war gewährleistet, dass alle Teilnehmer in separaten Räumen schliefen. Und auch darüber hinaus war es relativ leicht, die allgemeinen Abstands- und Hygienegebote umzusetzen.

Die Mahlzeiten konnten stets draußen an der frischen Luft an sehr großen Tischen eingenommen werden, dadurch fühlte sich niemand beengt.
Im Minibus installierte Peter Jürgensmeier vor den Reisen eine „Trennwand“ zwischen Fahrgastraum und Führerhaus; auch auf größtmöglichen Abstand zwischen ihm und seinen Fahrgästen wurde  geachtet. Lediglich die Verwendung des Mund-Nasen-Schutzes während der ca. dreistündigen Fahrt wurde von den Teilnehmer*innen vereinzelt als unangenehm empfunden. Der Vorteil einer solchen Reise-Art immerhin: Man kann jederzeit und an jedem Ort eine beliebig lange Pause machen.

Weitere Fahrten am liebsten ohne Corona

So konnten beide Reisegruppen diese Tage ohne Reue oder schlechtes Gewissen, gegen Coronaregeln zu verstoßen, unbeschwert genießen – jedenfalls soweit, wie dies aktuell möglich ist. In der Hoffnung, dass die derzeitigen Beschränkungen bald nicht mehr erforderlich sein mögen, haben alle Teilnehmer*innen bereits Interesse an weiteren derartigen Fahrten bekundet.

Zum Schluss: Falls Sie in den nächsten Wochen tatsächlich verreisen möchten, bleiben Sie vorsichtig und achten Sie auf die Einhaltung aller aktuellen Hygienegebote.

Pflaumenknödel – Köstliches im Herbst

Pflaumenknödel gelten allerdings innerhalb des Dreiecks Wien-Prag-Budapest als beliebte Mehlspeise und gehören in eine Kategorie mit Apfelstrudel und Germknödel Daher ist es mir eine Freude, dieses Rezept gerade zur Pflaumensaison vorzustellen. Die Knödel können entweder als Nachspeise serviert werden oder sogar als Hauptgang – typischerweise vorher in der Pfanne mit brauner Butter und Semmelbrösel gewälzt. Mein Favorit: die Knödel zum Schluss noch mit Zimt und Zucker verfeinern – ein Hochgenuss für Groß und Klein.

Zutaten

  • 15-20 Pflaumen bzw. Zwetschgen
  • Würfelzucker

Für den Kartoffelteig:

  • 500 g mehlige Kartoffeln
  • 200 g Instantmehl (griffiges Mehl)
  • 1 Ei

Für die braune Butter:

  • 20 g Butter
  • Semmelbrösel

Zum Verfeinern:

  • Zimt und Zucker nach Bedarf

 

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Und so einfach geht´s:

  1. Im ersten Schritt kochen Sie die Kartoffeln mit der Schale gar.
  2. Währenddessen schneiden Sie die Pflaumen der Hälfte nach ein und ersetzen den Stein mit einem Stück Würfelzucker. Wenn Sie es weniger süß mögen, verwenden Sie nur ein halbes Stück Würfelzucker.
  3. Die fertig gekochten Kartoffeln werden nun gepellt, gestampft und müssen anschließend abkühlen.
  4. Für den Kartoffelteig fügen Sie zu den Kartoffeln das Mehl und das Ei und vermengen alles zu einem Teig – nur nicht zu lange kneten, da der Teig sonst zu klebrig wird.
  5. Bestreuen Sie nun den fertigen Teig leicht mit Mehl, so dass Sie diesen auf der Arbeitsfläche zu einer Rolle formen können. Schneiden Sie daraus ca. 2 cm dicke Scheiben. Diese formen Sie jeweils als Knödel, drücken ein Loch in die Mitte und befüllen es mit einer Pflaume. Umhüllen Sie die Pflaume mit dem Teig und formen einen kompletten Knödel daraus.
  6. Die fertigen Knödel legen Sie in ausreichend kochendes Salzwasser, reduzieren die Hitze und lassen die Knödel im siedenden Wasser für 10 Minuten ziehen.
  7. Für das Finale schwenken Sie die Knödel in einer Pfanne in brauner Butter mit Semmelbröseln und servieren sie nach Belieben mit Zimt und Zucker.

 

TIPP: Versuchen Sie die Knödel auch mit Aprikosenfüllung. In Österreich ist diese Mehlspeise – der Marillenknödel – sehr beliebt.

 

Viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit!