Monthly Archives: Oktober 2025

Pflegeacker – hier wächst mehr als Gemüse

Idee und Finanzierung

Die Idee entstand aus dem Wunsch, den Außenbereich des Pflegewohnheims „Am Kreuzberg“ in der Fidicinstraße 2 attraktiver zu gestalten. Lilith Langner, Vorständin der Stiftung Unionhilfswerk Berlin und Geschäftsführerin der Pflegebereiche, erklärt: „Wir wollten in unserer Einrichtung etwas Besonderes schaffen. Die Gestaltung des weitläufigen Gartens lag nahe.“ Bei einem Kongress lernte Lilith Langner das Projekt „Pflegeacker“ kennen und war sofort überzeugt: „Unser Team und die Bewohner*innen werden drei Jahre lang professionell begleitet, erhalten Fachwissen und klare Pläne – genau das brauchen wir.“

Anschließend kümmerte sich Lilith Langner um die Finanzierung: Kontakte zur AOK prüfen, ob das Projekt als Gesundheitsmaßnahme gefördert werden könnte. Für das erste Jahr springt die Unionhilfswerk-Förderstiftung ein, den Rest stemmt das Pflegewohnheim aus Eigenmitteln. Dennoch blickt Lilith Langner zuversichtlich in die Zukunft: „Wenn die AOK ab 2026 unterstützt, trägt sich das Projekt langfristig.“

Pflanzen, pflegen, genießen

Der praktische Start begann mit dem Aufbau von vier Hochbeeten. Alles, was dazu nötig war – vormontierte Hochbeete, Pflanzenerde, Schaufeln, Harken, Gießkannen sowie Kräuter- und Gemüsepflanzen – stellten die Pflegeacker-Mitarbeiterinnen der AckerCompany zur Verfügung.

Gemeinsam mit Bewohner*innen und Mitarbeitenden richteten sie die Beete her – legten Äste als Drainage, füllten Erde ein und pflanzten Kräuter, Salate, Radieschen sowie verschiedene Kohlsorten.

AckerCoachin Isabel-Delphine Aldave, die das Pflegewohnheim betreut, ist begeistert: „Es war ein schöner Kontakt. Die Bewohner*innen und Mitarbeitenden haben mitgearbeitet, Fragen gestellt und eigene Erfahrungen aus Gärten oder der Landwirtschaft eingebracht. Ich begleite den Prozess drei Jahre lang, motiviere, biete regelmäßige Aktivierungen an und beantworte Fragen.“

Vom Acker auf den Teller

Eva Schneider, Clusterhead Pflege- und Unternehmensprogramme, ergänzt: „Wir möchten nicht nur schöne Beete schaffen, sondern vom Acker auf den Teller führen und gesunde Ernährung vermitteln. Bewegung, psychosoziale und kognitive Gesundheit, das gemeinsame Erlebnis – alles kommt hier zusammen. Bei den Senior*innen werden Erinnerungen geweckt und Freude entsteht.“

Michael Blaschke, seit fünf Jahren im Pflegewohnheim, packte kräftig mit an: „Ich habe 37 Jahre in einer Gärtnerei gearbeitet. Gartenarbeit macht den Kopf frei, bringt Bewegung und Spaß. Natürlich bin ich beim neuen Projekt dabei.“ Mit leuchtenden Augen schaufelte er Erde in ein Hochbeet und zeigte anderen Bewohner*innen, wie man Pflanzen richtig einsetzt.

Neben der Gartenarbeit wird die Ernte zukünftig direkt zur Anregung der Sinne und Verfeinerung der Mahlzeiten genutzt: Einmal pro Woche wird auf allen Wohnbereichen gemeinsam mit interessierten Bewohner*innen gekocht, sagt Juliane Kaptain, Leiterin der sozialen Betreuung. „Außerdem erleben die Bewohner*innen, dass sie etwas selbst angebaut haben. Dieses Erfolgserlebnis stärkt ihre Selbstwirksamkeit und ihr Wohlbefinden.“

Ein Projekt für alle

Der „Pflegeacker“ bereichert nicht nur die Menschen, die im Haus wohnen und arbeiten, sondern trägt auch zur Öffnung des Hauses bei. Die Angehörigen der Bewohner*innen werden einbezogen und langfristig soll auch die Nachbarschaft mitwirken. Eine gegenüberliegende Kita könnte regelmäßig zum Gießen und Pflanzen kommen. Generationen begegnen sich – und das soziale Projekt wächst über das Haus hinaus in den Kiez.

Der „Pflegeacker“ in Kreuzberg zeigt: Nachhaltigkeit lässt sich erleben, schmecken und teilen – mitten in der Stadt, zwischen Hochbeeten, Kräutern und fröhlichen Gesichtern.

 

 

Wenn der Ruhestand zum Neuanfang wird – sieben Frauen, sieben Geschichten und der gemeinsame Weg in eine neue Lebensphase

Wenn völlig unterschiedliche Lebensläufe aufeinandertreffen, kann es nur spannend werden. Sieben Frauen aus den verschiedensten Berufen kamen zu dem Seminar „Lebensübergänge resilient bewältigen – Übergang in den (Un-)Ruhestand gestalten“ im Unionshilfswerk zusammen. Geeint hat sie der Wunsch, sich mental auf den eigenen Ruhestand vorzubereiten und Impulse für den neuen Lebensabschnitt zu bekommen. Es ging aber auch um das Verständnis – zum Beispiel des Partners, der bereits im Ruhestand ist, oder von älteren Menschen.

Drei Stunden Workshop hatte Kursleiterin Sabine Weisshaar vorgesehen. Das sei viel zu wenig Zeit, waren sich alle sofort einig. Dennoch bot der Kurs den Raum, offen über die gemischten Gefühle mit Blick auf die neue Lebensphase zu sprechen. Denn so komplex wie das Thema Ruhestand waren auch die im Workshop offenbarten Ängste. Die Frage „Wer bin ich eigentlich, wenn ich nicht mehr arbeite“, stand bei vielen im Fokus. Eng damit verbunden war auch die Frage nach dem Selbstwert, der oft vor allem im beruflichen Kontext genährt wurde.

Einzig Margit, die zuvor für eine Kirche gearbeitet hat, ist bereits in Rente – allerdings unfreiwillig, wie sie betont. Sie will lernen, mit ihrer erzwungenen arbeitsfreien Zeit besser umzugehen. „Mir fehlt die Struktur“, gibt sie unumwunden zu.

 

Befürchtungen benennen

„Horcht in euch hinein“, ermunterte Kursleiterin Weisshaar die Teilnehmerinnen. „Und benennt eure Befürchtungen so konkret wie möglich.“ Bildkarten halfen den Teilnehmerinnen, ihr emotionales Gefühlsknäuel zu entwirren.

Auf einer Karte ist eine Rutschbahn zu sehen. Eine Teilnehmerin verband damit ihre Ängste, nicht mehr zu einem Team zu gehören, keine berufliche Anerkennung mehr zu erhalten. Es rutsche so vieles weg, umschrieb sie ihre Befürchtungen. Hinzu kämen auch finanzielle Einschränkungen, die zusätzliche Sorgen mit sich brächten.

Eine andere Teilnehmerin fand sich in einem Labyrinth wieder. Sie habe immer Rücksicht auf die Bedürfnisse anderer genommen, sagte sie. „Jetzt muss ich den Zugang zu mir selbst wiederfinden.“ Über einer anderen Karte stand das Wort Abschied. Eine weitere zeigte eine Stahlkette, mit der die Kursteilnehmerin ihre Angst ausdrückte, im Alter in Abhängigkeit gefangen zu sein – etwa durch Krankheit oder eine Pflegesituation. „Bei fast allen Menschen gibt es Ängste, die sie im beruflichen Stress zurückgestellt haben“, sagte Weisshaar. Deshalb sei es umso wichtiger, darüber zu sprechen.

Immer wieder fiel das Wort Zeit – die verrinnt, die als ungenutzt wahrgenommen wird oder die endlich ist. „Ich habe so viele Pläne und es gibt so viele Möglichkeiten, aber ich nehme sie nicht wahr“, sagte eine Teilnehmerin, die mit ihrem zu früh verstorbenen Partner endlich reisen wollte. Auch Einsamkeit und die Angst davor ist in der Runde ein bestimmendes Thema.

 

Innerlich auf den Ruhestand einstellen

Für Kursleiterin Sabine Weisshaar beginnt genau dort der zweite und entscheidende Schritt: Wie kann ich mich auf den Ruhestand vorbereiten und bewältige all die ausgesprochenen Ängste? Allgemeingültige Regeln für einen guten Übergang in den Ruhestand gibt es jedoch nicht. Alles hängt von jedem selbst ab.

Zunächst gehe es darum, dass sich jeder innerlich auf den Ruhestand einstelle, sagte Weisshaar. Für den ersten Rententag könne beispielsweise ein konkreter Plan gemacht werden. Viele Menschen hätten im Berufsleben Wünsche zurückgestellt. Diese gelte es zu entdecken. Wie zum Beispiel der Manager, der schon lange ein Handwerk erlernen will oder das Ehepaar, das an gutem Wein interessiert ist und einem Winzer bei der Weinlese helfen könnte. Neu-Ruheständler hätten endlich Zeit, ein Instrument zu lernen, sie könnten einen Sprachkurs machen, ein Seniorenstudium aufnehmen, in einen Sportclub eintreten oder ein Ehrenamt ausüben. Damit werde auch Struktur für den Tag und die Woche geschaffen, vor deren Verlust viele Frisch-Pensionierte Angst hätten, sagte Weisshaar.

Einsamkeitsgefühle nehmen rein statistisch bei älteren Menschen zu. Das sei eine Tatsache und trotzdem lasse sich dagegen eine ganze Menge tun, sagte die Kursleiterin. Als Gegenstrategie empfahl sie, alte Kontakte aufzufrischen, verschüttete Hobbys wiederzuentdecken, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen oder sich ein Haustier zuzulegen.

Am Ende bleibt noch der wichtige Rat, offen mit Schwierigkeiten beim Übergang in den Ruhestand umzugehen. Denn unausgesprochene Probleme lösen sich nicht von selbst. Weisshaar ermunterte die Kursteilnehmerinnen, ihre Sorgen zu äußern, denn nur so bekämen sie Hilfe und Unterstützung.

 

 

 

Unionhilfswerkerin: Antonia Dierks

Name: Antonia Dierks

Alter: 38

Beruf: Sozialpädagogin

 

Was genau machen Sie da?

Ich arbeite in der allgemeinen, unabhängigen Sozialberatung.

 

Was mögen Sie am liebsten an Ihrem Beruf?

Den Aspekt, Menschen zu helfen und ihnen den Weg in Richtung „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu zeigen.

 

Was wollten Sie werden als Sie klein waren?

Mein Traum war es immer Tänzerin zu werden. Tanzfilme verschlinge ich heute noch.

 

Was ist das Schrägste, was Ihnen bisher in Ihrem Berufsleben passiert ist?

Ein Klient, der eigentlich Beratung wollte und dann doch nicht.

 

Welche Tätigkeit beherrschen Sie neben dem Job so gut, dass man Sie dafür bezahlen würde?

Meine Leidenschaft ist das Singen. Ich hatte mehrere Jahre Gesangsunterricht.

 

Am Wochenende mache ich am liebsten…?

Ich treffe mich mit Freunden, gehe ins Kino oder entspanne zuhause auf der Couch.

 

Was ist Ihr Lieblingsplatz/-ort?

Berlin is the place to be. Es gibt so viele tolle Orte. Ich fühle mich am Wasser besonders wohl, das gibt mir innere Ruhe.

 

Auf welchen Luxus könnten Sie verzichten?

Dazu fällt mir nichts ein.

 

Sie dürfen drei Gegenstände mit auf eine einsame Insel nehmen. Welche wären das?

Musik, mein Tablet und mein Handy.

 

Wenn Sie eine Zeitmaschine hätten, zu welcher Zeit hätten Sie gern gelebt?

In den 20ziger oder 30ziger Jahren.

 

Was sollte jeder Mensch einmal im Leben getan haben?

Jeder Mensch sollte sich selbst reflektieren lernen und für Veränderungsprozesse offen sein.

 

Welche Superkraft hätten Sie gern: Unsichtbar sein können, Gedanken lesen oder fliegen?

Ich würde gerne fliegen und Gedanken lesen können.

 

Zum Schluss: Wen möchten Sie bei der Gelegenheit grüßen?

Mein Team des Stadtteilzentrums Rollberge, meine Ersatzfamilie und meine Liebsten im Himmel (ganz besonders meine Mama, die heute sehr stolz auf mich wäre.)

 

 

„Gegen das Vergessen“ – Perspektiven auf die PAPILLONS

Auch in diesem Sommer bewegte das Theaterensemble PAPILLONS erneut zahlreiche Zuschauer*innen: In sechs ausverkauften Vorstellungen der Musiktheaterinszenierung „Totenwache“ erlebten sie live, wie Theater mit Menschen funktioniert, die größtenteils an Demenz erkrankt sind.
Diese besondere Wirkung konnten auch die Fernsehzuschauerinnen der 37°-Reportage „Gegen das Vergessen“ spüren, die am 23. September 2025 im ZDF gesendet wurde. Der Film von Thomas Rosenberg und Janina Heckmann begleitet die Entstehung der „Totenwache“ und gewährt bewegende Einblicke in die Lebensgeschichten der Darstellerinnen. „Gegen das Vergessen“ versteht sich als längst überfällige Liebeserklärung an das Alter und stellt ein außergewöhnliches Theaterensemble vor, das den Weg zu einer inklusiven Gesellschaft weist.

Bei ihrem Blick hinter die Kulissen stellte die freiwillige Autorin Kristina Schmidt fest, welch zentrale Rolle die Engagierten im gesamten Inszenierungsprozess der PAPILLONS spielen. Hier schildert sie ihre Eindrücke: Im Theaterraum des Pflegewohnheims „Am Kreuzberg“ summt es an diesem Abend wie in einem Bienenstock. Stühle werden geschoben, Kinder rennen hin und her, Bewohner tragen einen Tisch hinein, ein Junge versteckt sich unter den Tischen. Es ist Probezeit für das Musiktheaterstück „Totenwache“ des Demenz-Theaterensembles PAPILLIONS. Und es ist eine Probe voller Leben – und voller Freiwilligenarbeit.

 

Theater als Begegnung

Das Ensemble PAPILLIONS besteht seit zehn Jahren. Es bringt ältere Bewohner*innen, darunter viele mit Demenz, gemeinsam mit Kindern und professionellen Schauspielern auf die Bühne. Unterstützt wird die künstlerische Leitung Christine Vogt durch eine kleine Gruppe Engagierter, die ihre Freizeit in das Projekt investieren. „Es geht um Bewegung und Gemeinschaft“, erklärt Regieassistentin Anne Goldmann, die seit Monaten ehrenamtlich dabei ist. Sie selbst ist theaterbegeistert und empfindet die Arbeit mit den Bewohner*innen als bereichernd: „Die Gespräche sind oft sehr persönlich. Wir fragen nach Erinnerungen, nach Erlebnissen, nach Wünschen. In diesem Stück etwa: ‚In welcher Kleidung möchtest du ins Jenseits gehen?‘“ So tragen die Bewohner*innen bei der Aufführung Kleidung, die für sie eine besondere Bedeutung hat.

 

Kinder übernehmen Verantwortung

Besonders eindrucksvoll ist die Beteiligung der Kinder. Sie sind nicht nur Mitspielende, sondern auch Unterstützer*innen hinter und auf der Kulisse. Flora, 15 Jahre alt, beschreibt ihr Engagement so: „Ich habe während Corona Brieffreundschaften mit älteren Menschen begonnen, weil ich das Gefühl hatte, sie seien einsam. Danach bin ich beim Theaterprojekt geblieben.“

Flora übernimmt organisatorische Aufgaben, baut Kulissen auf, flüstert Textpassagen ein und sorgt dafür, dass Bewohner*innen an ihrem Platz sitzen. „Es ist schön, dabei zu sein. Aber manchmal weiß ich nicht, wie ich helfen kann, wenn etwas nicht klappt“, sagt sie – und lacht im nächsten Moment über eine Bewohnerin, die einen unerwartet lustigen Kommentar macht. Zwischen Verantwortung und Leichtigkeit, zwischen Hilflosigkeit und Freude bewegt sich ihr Engagement.

 

Proben voller Überraschungen

Bei der Probe geht es turbulent zu: Bewohner*innen mit Strohhüten und Rollatoren mischen sich mit Kindern in bunten Kleidern. „Probewohnen im Sarg“ wird angekündigt, es wird gemessen, gelacht, geweint. Ein Bewohner erhebt das Glas: „Auf die Kinder, auf unsere Toten!“ – ein Satz, der Gänsehaut und Lächeln zugleich auslöst. Die Kinder wirken wie unsichtbare Motoren des Stücks. Sie animieren, erinnern, motivieren. Manche Bewohner*innen reagieren verzögert oder verwirrt, andere überraschen mit Energie und Humor. Wenn Musik erklingt, reichen oft wenige Töne als Impuls: Ein Schlaflied genügt, und schon spielen alle das Einschlafen.

 

Premiere mit Herz und Humor

Am Tag der Premiere läuft vieles glatter – und doch bleibt Raum für Improvisation. Eine Bewohnerin fragt mitten in einer Szene trocken: „Krieg ich jetzt die Knarre?“ Ein anderer vergisst zunächst seine eigene Lebensgeschichte. Für das Publikum entstehen dadurch unvergessliche Momente, die zeigen: Authentizität schlägt Perfektion. Eine Zuschauerin erzählt sie habe nie gewusst, wohin sie schauen sollte, so viel sei gleichzeitig passiert. Und genau das ist Teil der Magie: Hier entsteht ein Theater, das nicht inszenierte Perfektion, sondern lebendige Vielfalt zeigt.

 

Ehrenamt als Herzstück

Ohne Freiwillige gäbe es PAPILLIONS nicht. Menschen wie Anne oder Flora schenken ihre Zeit und Energie – und erhalten dafür besondere Erlebnisse zurück. Anne hebt hervor, dass ihr die Arbeit trotz aller organisatorischen Herausforderungen Freude bereitet – gerade wegen des Miteinanders und der vertrauten Teamarbeit. Die Mischung aus generationsübergreifendem Arbeiten, künstlerischem Ausdruck und echtem Miteinander macht das Projekt einzigartig. Und es zeigt, wie stark Freiwilligenarbeit wirken kann: Sie schafft Räume, in denen Menschen jenseits von Alter, Krankheit oder Rolle in der Gesellschaft zusammenfinden.

 

Mehr als eine Aufführung

Das Theaterprojekt PAPILLIONS ist mehr als eine kulturelle Aktivität im Pflegeheim. Es ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie Ehrenamt Brücken baut: zwischen Jung und Alt, zwischen Erinnerung und Gegenwart, zwischen Leben und Tod. Zum zehnjährigen Jubiläum des Ensembles zeigt sich: Freiwilliges Engagement wirkt nachhaltig. Es schenkt nicht nur den Bewohner*innen Lebensfreude und Selbstwirksamkeit, sondern verändert auch die Sicht der Freiwilligen – und der Zuschauer*innen.