Monthly Archives: Mai 2024

Vorhang auf für den „Leuchtturm der Menschlichkeit“

Im Jahr 2004 wurde die Unionhilfswerk-Förderstiftung gegründet. Seither unterstützt sie die Mobilität von Menschen mit Behinderungen, die Auseinandersetzung mit dem Lebensende und fördert die AltersHospizarbeit, damit hochbetagte Menschen bis zuletzt in Würde leben und auch sterben können. Mit Benefizkonzerten und der Ausschreibung des Richard-von-Weizsäcker-Journalistenpreises setzt sich die Stiftung dafür ein, das Lebensende als Teil des Lebens in die Mitte der Gesellschaft zu holen.

Gemeinsam mit Freund*innen, Förder*innen und Wegbegleiter*innen der Unionhilfswerk-Förderstiftung feierten wir ihr Jubiläum im renommierten und geschichtsträchtigen Schlosspark Theater in Berlin-Steglitz.

Zu den Gratulanten zählten unter anderem der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, der zugleich Botschafter unserer Jubiläumskampagne „20 Jahre Unionhilfswerk-Förderstiftung – 20 letzte Herzenswünsche“ ist. Hier geht es zum Kampagnenfilm.

Einzigartiger Förderschwerpunkt – Hospiz- und Palliativversorgung im Alter

Kai Wegner beschrieb die Stiftung als: „…schon etwas sehr Besonderes: Sie widmet sich als eine der ganz wenigen Stiftungen deutschlandweit schwerpunktmäßig einer Aufgabe, die uns eigentlich viel stärker am Herzen liegen müsste. Weil sie uns alle angeht: Eine gute Hospiz- und Palliativversorgung im Alter“. Er hob den besonderen Förderschwerpunkt der Stiftung hervor und ergänzte, „die Unionshilfswerk-Förderstiftung ist hier eine Vorreiterin, ein Leuchtturm der Menschlichkeit. Seit zwei Jahrzehnten ergänzt sie nun bereits auf berührende Weise das vielfältige Engagement des Unionhilfswerks im Bereich Hospiz- und Palliativversorgung.“

Auch der Theaterintendant, Geschäftsführer und Schauspieler Dieter Hallervorden, ließ es sich nicht nehmen, die Gäste der Veranstaltung als Hausherr zu begrüßen und im Gespräch mit dem Moderator Alexander Dieck nicht nur seine persönlichen Hinweise für das Jungbleiben zu verraten, sondern im Dienste der Spendenkampagne mit gutem Beispiel voranzugehen.

Über die politischen Herausforderungen und die Schwerpunkte in der künftigen Arbeit der Stiftung ging es im Austausch mit dem Beiratsvorsitzenden der Unionhilfswerk-Förderstiftung, dem ehemaligen Regierenden Bürgermeister von Berlin, Eberhard Diepgen und dem Vorstandsvorsitzenden, Wolfgang Grasnick.

Dem Thema Einsamkeit begegnen – auch mit Angeboten im ehrenamtlichen Engagement

Eberhard Diepgen führte aus, dass zu den gesellschaftlichen Herausforderungen das Thema Einsamkeit zählt. Das betrifft nicht nur die ältere Generation, sondern in Großstädten wie Berlin eben auch immer öfter jüngere Menschen. Seines Erachtens muss das Unionhilfswerk Antworten finden und auch mit dem ehrenamtlichen Engagement entsprechende Angebote schaffen.

Wolfgang Grasnick ergänzte: „Angesichts der zunehmend älter werdenden Gesellschaft, des Wegfalls der sorgenden Großfamilien und der damit verbundenen Vereinsamung hochbetagter Menschen will die Unionhilfswerk-Förderstiftung neue Konzepte für Betreuungs- und Begleitangebote mitgestalten und diese unterstützen. So wollen wir dazu beitragen, der Vereinsamung gerade im Alter entgegenzuwirken.“

Besonders authentisch

Stellvertretend für die zahlreichen ehrenamtlich engagierten Sterbebegleiter*innen im Unionhilfswerk berichtete die Sterbebegleiterin und Schauspielerin, Nadja Engel, über ihre sehr persönlichen Begegnungen mit Menschen am Lebensende. Gemeinsam mit ihrer „Lieblingsassistentin Kunigunde“, einer Handpuppe, trägt sie eine Prise Leichtigkeit, sogar Humor in die oft schweren Momente der letzten Lebensphase – und kann so Manchem ein befreiendes Lachen entlocken.

Es gehört zur guten Tradition, dass junge Künstler*innen des Julius-Stern-Institutes zum musikalischen Rahmen für die Veranstaltungen der Unionhilfswerk-Förderstiftung beitragen.

Beim anschließenden Get-together nutzten viele der anwesenden Gäste die Gelegenheit, sich über das Gehörte und Gesehene auszutauschen.

 

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Weltreise auf zwei Rädern – wie unser IT-Kollege mit dem Fahrrad die Welt bereist

Lieber Christopher, wie kamst du auf die Idee für diese „Welttour“?

Vor etwas mehr als 2 Jahren habe ich eine Dokumentation namens „Besser Welt als nie“ gesehen. Darin wurde ein junger Mann vorgestellt, der in 2 Jahren mit seinem Fahrrad um die Welt gefahren ist. Er fuhr unter anderem durch Länder, die bei uns, eventuell durch Medien und Berichterstattungen, ein eher negatives Image haben, beispielsweise Iran oder Pakistan.

Ich will die Welt mit meinen eigenen Augen sehen und neue Kulturen kennenlernen.

Nach dieser Dokumentation hatte ich Lust, so eine Tour ebenfalls zu machen. Nur wollte ich Beruf, Familie & Co dafür nicht aufgeben. So kam ich auf die Idee einer „Incremental Worldtour“, also einer Etappen-Welttour. Und ich wollte diese Idee gern auch publik machen, um die Menschen daran teilhaben zu lassen. Vielleicht haben ja auch andere einen solchen Traum – und er wird durch meine Tour greifbarer.

 

Mit welchen Herausforderungen warst du im Vorfeld konfrontiert?

Erstmal brauchte ich ein vernünftiges Fahrrad, denn das hatte ich damals noch nicht. Zum anderen wusste ich ja bis dahin nicht, ob ich fit genug bin für eine solche Tour. Ich musste viele Probetouren machen und fuhr zum Beispiel von Berlin zum Brocken im Harz und zurück.

Leider gab es auch keine ausführlichen Erfahrungsberichte, die ich hätte für die Planung der Etappen nutzen können. Ich musste mir klarmachen, dass ab der 2. Etappe die Planungen auch an der Lage der Flughäfen hängen, die zu den Touren passen müssen. Und die Etappenplanung funktioniert auch nur, wenn ich mindestens drei Wochen am Stück Urlaub nehmen kann. Das ermöglicht mir das Unionhilfswerk glücklicherweise.

 

Welche Highlights gab es während der ersten Etappe?

Meine erste Tour ging von Berlin bis nach Kroatien. Die Highlights fingen schon sehr früh an: die Rakotzbrücke in Sachsen, auch Teufelsbrücke genannt, hat mich sehr beeindruckt, ebenso das Länderdreieck DE-CZ-PL, die künstlichen Wasserauffanghöhlen in Râsa oder das Amphitheater in Pula.

Der Fahrradweg durch die Slowakei war für mich der schönste Weg von allen. Auch die Landspitze Sloweniens in Piran am Mittelmeer und meine allererste Inselfahrt auf Cres waren sehr besonders. Eigentlich war die ganze Tour ein Highlight. Bis auf den Start und das Endziel sowie ein Zwischenziel, nämlich Piran in Slowenien, hatte ich nichts geplant und wusste im Grunde vorab auch nicht, was mich erwarten würde.

 

Welche Tour ist jetzt im zweiten Jahr geplant und worauf freust du dich am meisten?

Jetzt für das zweite Jahr habe ich mehr Zwischenziele geplant. Von Kroatien, wo ich letztes Jahr mein Ziel erreicht hatte, geht es dieses Jahr weiter ins Landesinnere Richtung des Schwarzen Meeres.

Auf dem Weg dahin fahre ich auch durch Bosnien, Serbien, Rumänien, Bulgarien, Griechenland und die Türkei. Eins meiner Ziele ist Istanbul, womit ich dann das erste Mal Asien erreiche.

Highlights sind beispielsweise die Partyhauptstadt des Balkans, Belgrad, und die größte Tiervielfalt Europas in Serbien. Die Wälder, Bukarest und das Schloss Bran in Rumänien, wo der Geschichte nach Dracula gehaust haben soll, sowie das Schwarze Meer, das ich ab Burgas in Bulgarien erreichen will.

Je nach Vorankommen kann das Eine oder Andere auch wegfallen oder auch etwas Unerwartetes dazukommen. Meine Erfahrung aus dem letzten Jahr hat gezeigt, dass die Kommunikation mit den Einwohnerinnen und Einwohnern vor Ort wirklich Gold wert ist. Außerdem habe ich diesmal auch professionellere Technik dabei. Letztes Jahr habe ich noch alles mit einem Smartphone festgehalten, diesmal habe ich 2 Action-Cams und eine Drohne im Gepäck.

 

Am 23. Mai geht es los. Wie können Interessierte deine Tour verfolgen?

Wie auch im letzten Jahr, stelle ich einen Live-GPS-Link zur Verfügung, mit dem man jederzeit meine aktuelle Position nachverfolgen kann. Des Weiteren poste ich immer aktuelle Bilder und Videos über meinen WhatsApp-Status, Instagram und Facebook. (Instagram und Facebook: @Borki Bikepacker oder auch christopher.hoepfner).
Wenn ich von meiner Reise zurück bin, werde ich einen Film zusammenschneiden und auf meinem Youtube-Kanal veröffentlichen: @Borkis-Bikepacking

 

Welche Tipps würdest du den Menschen geben, die darüber nachdenken, sich ebenfalls für eine solche Tour aufs Rad zu schwingen?

Habt immer genügend Trinkwasser und Riegel dabei, z.B. Müsliriegel.
Bucht auf keinen Fall Pensionen oder Hotels im Vorfeld. Das macht euch unflexibler, zeitlich abhängiger und übt mehr Zeitdruck aus. Letztlich soll es doch Urlaub sein und sich auch so anfühlen.

 

 

Lieber Christopher, danke, dass du dir Zeit für das Interview genommen hast. Wir wünschen dir eine wunderbare zweite Etappe deiner Welttour. Mögest du alle geplanten Zwischenziele erreichen – und trotzdem auf Unerwartetes, Überraschendes und Schönes stoßen.

Danke auch, dass du die Tour im Unionhilfswerk-T-Shirt fährst – und uns damit in die Welt trägst. Unionhilfswerk goes international – dank Borki Bikepacker. Mega! Wir freuen uns! Gute Fahrt, lieber Christopher!

 

Liebe Leser*innen: Wovon träumt ihr? Wovon träumen Sie? Wir freuen uns auf zahlreiche Kommentare 🙂

 

 

 

Spotlight on Unionhilfswerk! Mehr Sichtbarkeit als Arbeitgeber

Erfolgreiche Kampagnen: Motivierende Werbeanzeigen

Pünktlich zum Start der neuen Karriereseite haben wir eine digitale Werbekampagne gestartet: Durch gezielte Anzeigen auf relevanten Webseiten und Videowerbung auf YouTube konnten wir Interessierte dazu ermutigen, sich bei uns zu bewerben. Nach ersten Erfahrungen aus dem letzten Jahr haben wir in dieser Kampagne Motive und Texte genutzt, die gut ankamen. Die guten Klickraten und die positive Resonanz zeigen, dass unsere Botschaft wirksam war: Mehr Besucher*innen kommen auf unsere Karriereseite, merken sich Stellen für einen späteren Zeitpunkt vor und schauen sich ausgiebig an, was das Unionhilfswerk als Arbeitgeber zu bieten hat.

Offline-Präsenz am S-Bahnhof Friedrichstraße

Nicht nur online, sondern auch offline versuchen wir stetig, das Unionhilfswerk als Arbeitgeber bekannter zu machen: Mit einem Werbefilm am S-Bahnhof Friedrichstraße erreichen wir Pendler*innen und machen sie auf das Unionhilfswerk aufmerksam. Im Film werden Zuschauer*innen sehr allgemein angesprochen – mit dem Ziel, das Interesse bei den Menschen zu wecken, die uns bisher nicht kannten. Sollten Sie auch durch die Friedrichstraße pendeln: Augen auf beim Umsteigen!

Ein neuer Weg: Google Grants

Ganz neu für uns ist die Nutzung von Google Grants: Gemeinnützige Organisationen bekommen über diesen Dienst die Möglichkeit, kostenlose Werbung auf google.de zu schalten. Nachdem das Personalmarketing häufig genutzte Suchbegriffe – sogenannte Keywords – definiert und mit Unionhilfswerk-Inhalten verknüpft hat, werden diese nun also kostenlos für das Unionhilfswerk werben. Was erwarten wir davon? Eine größere Sichtbarkeit und natürlich mehr Besucher*innen und Bewerber*innen auf unserer Karriereseite. Wir sind gespannt, welche Ergebnisse wir in diesem neuen Feld erzielen können!

Sie kennen unsere neue Karriereseite noch gar nicht?
Schauen Sie vorbei unter karriere.unionhilfswerk.de und erzählen Sie es weiter!

Für eine starke, inklusive Unternehmenskultur

Eröffnung und Einführung

Der Fachtag begann mit inspirierenden Worten vom Vorstandsvorsitzenden Norbert Prochnow und Dr. Martin Kaufmann, Geschäftsführer USE gGmbH (Union Sozialer Einrichtungen gGmbh) und BUS gGmbH (Bildung, Umschulung, Soziales gGmbH). Sie legten nicht nur die Vision des Unternehmens dar, sondern bekräftigten auch die Verpflichtung zu einem vorurteilsfreien und inklusiven Arbeitsumfeld. Sie betonten, wie wichtig es sei, jedem Teammitglied zu zeigen, dass es geschätzt wird – eine Grundlage für Motivation und Engagement im Berufsalltag.

Experteninput und praktische Ansätze

Daniela Schneider, eine anerkannte Expertin im Bereich Diversity Management, teilte in ihrer Keynote „Normalität Vielfalt“ wertvolle Erkenntnisse über die Integration von Vielfalt in die Unternehmenskultur. Ihre Erfahrungen bei Vidi. Berlin half den Teilnehmer*innen, praktische Strategien zur Umsetzung von Diversitätskonzepten zu verstehen, die sie direkt in ihre Arbeit integrieren können.

Erfolgsbeispiele in der Praxis

Ein weiteres Highlight war der Austausch über Best Practices, präsentiert von Sabine Pöggel, Diversity-Beauftragte der Berliner Stadtreinigung sowie Lilith Langner und Maureen Engelhardt, Geschäftsführerinnen im Unionhilfswerk Unternehmensverbund. Sie teilten ihre Erfahrungen mit der Umsetzung effektiver Diversitätsmaßnahmen.

Workshops und direkte Anwendung

Die Workshops unter der Leitung von Dr. Irina Lazarova, Izabella Demirchyan und Leoni Mahrin waren Kernstücke des Fachtages. Jede Expertin brachte spezifisches Wissen ein:

Dr. Irina Lazarova konzentrierte sich auf die psychologischen Aspekte der Diversität, indem sie Techniken zur Überwindung unbewusster Vorurteile aufzeigte. Izabella Demirchyan bot Einblicke in effektive Konfliktlösungsstrategien für multikulturelle Teams. Leoni Mahrin erörterte, wie man strukturelle Veränderungen in Organisationen anstoßen kann, um eine nachhaltige Kultur der Inklusion zu fördern.

Abschluss und zukünftige Initiativen

Der Fachtag endete mit einem starken Aufruf zur Aktion. Es wurde betont, dass die Sensibilisierung für die Bedürfnisse von Vielfalt und die Förderung einer offenen Unternehmenskultur kontinuierliche Anstrengungen erfordern. Der neue eingerichtete Bereich in unserem Intranet „Wir sind Vielfalt“ bietet zudem einen Raum für Führungskräfte, um Ideen auszutauschen und gemeinsam Initiativen zur Stärkung der Vielfalt voranzutreiben.

Fazit

Wie entscheidend Vielfalt und Inklusion für die Zukunftsfähigkeit von Organisationen sind, hat der Fachtag #WirSindVielfalt deutlich gemacht. Durch die Verknüpfung von Fachwissen und praxisorientierten Beispielen haben die Teilnehmer*innen sowohl ihr Wissen vertieft als auch praktische Impulse für ihre Arbeitsumgebungen auf den Weg gebracht.

Warum Vielfalt unverzichtbar ist

In einer Welt, die zunehmend von kultureller Vielfalt und sozialer Inklusion geprägt ist, erkennt das Unionshilfswerk die zentrale Bedeutung von Vielfalt und Inklusion als Schlüsselfaktoren für Erfolg und Nachhaltigkeit an. Vielfalt erweitert die Perspektiven innerhalb des Unternehmensverbundes und fördert Kreativität durch die Integration verschiedener Blickwinkel. Dies spiegelt sich auch in der Vielfältigkeit der Kund*innen und Klient*innen wider, was zu einer verbesserten Dienstleistungsqualität führt. Durch die Schaffung eines Arbeitsumfelds, in dem sich jede*r Einzelne wertgeschätzt fühlt, stärken wir das Zusammengehörigkeitsgefühl und setzen ein starkes Zeichen für unsere gesellschaftliche Verantwortung.