Monthly Archives: Mai 2023

Gemeinsam mehr schaffen: Deutscher Demografie Preis 2023 in Berlin verliehen

Mit seinem Preis würdigt das Deutsche Demografie Netzwerk (ddn) Projekte, die innovative Konzepte zum Umgang mit dem demografischen Wandel entwickelt haben. Und das hat ARRIVO BERLIN: Die zehn Projekte unterschiedlicher Berliner Träger haben seit 2017 rund 5.000 Menschen mit Fluchthintergrund individuell und kostenlos beraten und unterstützt sowie mehr als 1.500 von ihnen in Ausbildung und Arbeit begleitet.

Der Tag der Preisverleihung hatte bereits am frühen Nachmittag mit einem Vernetzungstreffen begonnen. Bei strahlendem Sonnenschein und mit Blick auf die Spree bot sich die Gelegenheit zum Networking mit den anderen Nominierten und den ddn-Mitgliedern, die am Vormittag zur Mitgliederversammlung zusammengekommen waren. Das Demographie Netzwerk war 2006 auf Initiative des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales im Rahmen der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) gegründet worden.

Von den 22 nominierten Projekten, die herausragende innovative Antworten auf die drängenden Fragen des Fachkräftemangels, der Alterung der Gesellschaft und der Integration gefunden haben, waren Mitarbeiter*innen aus zehn Projekten vor Ort, darunter auch ARRIVO BERLIN. Mit der geballten Innovationskraft der Nominierten und von Führungskräften aus großen Unternehmen konnte über Lösungen für drängende Herausforderungen diskutiert werden.

Festliche Gala und feierliche Reden

Zur Gala am Abend konnte Moderatorin Tanja Samrotzki schließlich 150 geladene Gäste begrüßen. Neben den Initiativen, Vereinen und Unternehmen, die ihre Demografie-Projekte eingereicht und sich in der Vorauswahl durchgesetzt hatten, waren auch zahlreiche Jurymitglieder sowie Sponsor*innen und Initiator*innen des Preises von namhaften Unternehmen wie Deutsche Bahn, DEVK Versicherungen, ING, Siemens, ZEIT Akademie, BAHN-BKK, nextpractice-Institut und R+V Versicherung gekommen.

Seinen Respekt gegenüber dem Engagement, mit denen die nominierten Projekte demografische Herausforderungen angehen, brachte Dr. Rolf Schmachtenberg, Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, in seinem Grußwort zum Ausdruck. Neben einer Verbesserung der Arbeitsqualität zähle auch eine erfolgreiche Einwanderungspolitik zu den zentralen Maßnahmen gegen den Arbeits- und Fachkräftemangel, betonte er.

Über die Preisträgerinnen und Preisträger in acht Kategorien hatten interdisziplinäre Jurys von unabhängigen Expertinn*innen aus Wissenschaft, Unternehmen, Kommunen und Verbänden entschieden. Am Ende konnten die Gründer*innen und Mitarbeiter*innen von acht Initiativen und Projekten einen Preis auf der Bühne entgegennehmen.

Brückenbauer zwischen den Sektoren

Von einem „Fotofinish“ sprach der Gesamtverantwortliche des Generali Zukunftsfonds und Jury-Vorstand Christoph Zeckra in der Kategorie „Gemeinsam wirken – Bündnisse schmieden“. Alle vier nominierten Projekte, darunter ARRIVO BERLIN, seien „Brückenbauer zwischen gesellschaftlichen Sektoren“, denen es gelänge, „gemeinsam mehr zu schaffen als alleine“. Ausgezeichnet wurde die Initiative JOBLINGE e.V., die mit dem Projekt „Work4Ukrainians“ Menschen aus der Ukraine bei der Integration in den Arbeitsmarkt begleitet.

Um das Engagement der Nominierten weiter zu unterstützen und den Austausch und die Vernetzung mit dem Demografie Netzwerk weiter zu fördern, lud die geschäftsführende Vorständin Martina Schmeink die Projekte am Schluss der Veranstaltung ein, sich an den Zukunftslaboren und der Master Class NextGen des ddn zu beteiligen. Denn alle nominierten Projekte zeigten, dass es hervorragende Lösungen für Herausforderungen wie Fachkräftesicherung, Diversity- und Generationenmanagement, Integration und Wissenstransfer gebe.

 

Was kann ich für meine seelische Gesundheit tun?

Interview mit Uwe Herr Wegener von bipolaris e. V.

 

Ein kleiner Blick zurück – ein neuer Krankenhausplan führt zu niedrigschwelligen Angeboten

Im Zuge der Enthospitalisierung in den 90er Jahren konnte die Belegung von Krankenhausbetten in psychiatrischen Krankenhäusern erfolgreich reduziert werden, was nur durch den Ausbau von Einrichtungen und Diensten im ambulanten und komplementären Bereich möglich war; wie die Schaffung von Plätzen im Betreuten Wohnen, in Tagesstätten und in Heimen.

Regional verstärkt wurde dies durch weitere niedrigschwellige Bausteine der psychiatrischen Versorgung wie Kontakt- und Beratungsstellen, Suchtberatungsstellen, Zuverdiensten und dem Berliner Krisendienst.

Psychiatrische Begleitung im Unionhilfswerk

Das Unionhilfswerk betreibt zahlreiche ambulante und zwei stationäre Angebote für Menschen mit einer psychischen Erkrankung. Hierbei wird die aktive Teilhabe der Klient*innen am gesellschaftlichen Leben gefördert und sich intensiv für die Umsetzung der Inklusion im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention eingesetzt. Wertschätzung, Achtung, Toleranz und Rücksichtnahme begleiten unsere tägliche Arbeit.

Die Zuverdienstwerkstatt Neukölln klärt auf und informiert auf dem Bürgerdialog in Spandau

Das ambulante Angebot der „Zuverdienstwerkstatt Neukölln“ beispielsweise bietet Menschen mit psychischen Erkrankungen verschiedene Beschäftigungsmöglichkeiten. Das wirkt motivierend, wenn es – vorübergehend – nicht möglich ist, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig zu sein. Vorerfahrungen sind in der Regel nicht erforderlich, der Zugang zur Beschäftigung ist niederschwellig.

Darüber hinaus nutzten Klient*innen oft und gerne die Gelegenheit, auf Veranstaltungen einerseits ihre Angebote und Werke mit Stolz zu präsentieren aber auch zugleich Aufklärung zu betreiben und zu informieren. So wirken sie bei der Entstigmatisierung von psychischen Erkrankungen und deren Behandlung mit.

So auch auf dem Bürgerdialog vom bipolaris e.V. am 19. April: hier kamen zehn lokale Organisationen und Anbieter aus der psychosozialen Versorgung zusammen, um mit den Bürger*innen in der belebten Fußgängerzone des Marktplatzes in Spandau ins Gespräch zu kommen und die Frage zu beantworten: „Was kann ich für meine seelische Gesundheit tun?“
Es ist meist ein breites Spektrum von Selbsthilfeorganisationen, Kliniken und psychosozialen Trägern vertreten – diesjähriger Hauptpartner war der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin. Fünf Beschäftigte der Zuverdienstwerkstatt klärten bei schönstem Wetter eigenständig Interessent*innen auf und stellten das Angebot der Werkstatt vor.

Jürgen Stange (Leiter der Zuverdienstwerkstatt Neukölln) berichtet: „Wir merken, dass im Nachgang derartiger Aktionen die Nachfrage nach unseren Angeboten ansteigt. Formate wie der Bürgerdialog begrüße ich sehr, da so eine Niedrigschwelligkeit erreicht wird und sich keiner der Betroffenen direkt outen muss. Zudem bietet es mir einen guten Austausch mit anderen Akteur*innen.“

Interview mit Uwe Wegener von bipolaris e. V.

Sehen Sie in unserem Film: Uwe Wegner (ehemaliger Vorsitzender von bipolaris) berichtete im Interview mit Amalia Solomon (Unternehmenskommunikation Unionhilfswerk) von einer spürbaren Verstärkung des Austausches zwischen Bürger*innen und Anbieter*innen und der Entwicklung des Bürgerdialogs. Er hält fest, wie essenziell die Vernetzung zwischen psychosozialen Trägern und Angehörigen ist.

Unser Titelbild: Klient*innen der Zuverdienstwerkstatt informieren beim Bürgerdialog in Spandau über Angebote für psychisch kranken Menschen.

*Quelle: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/141161/Psychische-Erkrankungen-in-Berlin-erstmals-fuehrend-bei-AU-Tagen

Good bye Nürnberg – Werkstätten:Messe zum letzten Mal in Bayern

Seit fast zwei Jahrzehnten versammelte sich einmal im Jahr die bundesweite Werkstattszene in Nürnberg, um Neuigkeiten aus der Branche zu zeigen, sich auszutauschen und fortzubilden. Schon vor der Pandemie wurde an einem neuen Konzept gearbeitet und nach einem anderen Austragungsort gesucht. 2025 wird es dann weitergehen – wahrscheinlich in Leipzig.

Ein wenig Wehmut wehte dann auch durch die Messehallen, aber auch viel Neugierde, Begeisterung und Wissensdurst. Der Berliner Platz lag im Zentrum und war nicht nur deswegen gut besucht.
Die USE bot hier wieder begehrte Mitmachangebote: Der Modellbau präsentierte eine historische Tram, die – und das war das eigentliche Highlight – mit einem Fahrrad stromlos angetrieben werden konnte. Nicht nur die beiden Geschäftsführer Andreas Sperlich und Dr. Martin Kaufmann setzten sich aufs Rad. Auch viele der Besucher*innen traten in die Pedale.
Silke Barzik-Lauer von den BUCHmachern zeigte den neugierigen Gästen, wie man Lesezeichen faltet und nutzte die Gelegenheit, einige der schönen, hochwertigen BUCHmacher-Produkte zu verkaufen.

Auch die LAG WfbM war auf dem Berliner Platz vertreten. Sie veranstaltete Seminare, Vorträge und Gesprächsrunden zu Themen wie Schichtwechsel, Homeoffice in der WfbM, Cybermobbing und Budget für Arbeit. Der Vortrag „Vom Schichtwechsel zur inklusiven Öffentlichkeitsarbeit“ stieß auf großes Interesse. Er beschrieb, wie man in Berlin vom öffentlichkeitswirksamen Aktionstag auf eine ganzjährige, inklusive Kommunikation umschwenkt.

Social Media als Arbeitsbereich für Menschen mit Behinderung

Im umfangreichen Vortragsprogramm war auch die USE vertreten. Miriam Schmitt, verantwortlich für Social Media, hielt einen Vortrag zum Thema „Social Media inklusiv – das geht!“. Sie demonstrierte nicht nur praxisnah, dass der Bereich Social Media ein wichtiger Arbeitsort für Menschen mit Behinderung sein kann, sondern lud auch zum Austausch und Nachahmen ein. Mit beiden Vorträgen und den Messe-Präsentationen konnten die Berliner*innen wieder wichtige, anregende Impulse in der Werkstattszene setzen.

Anton Krüger und Martin Berg, Beschäftigte aus der Öffentlichkeitsarbeit und dem Siebdruck, waren ebenfalls mit an Bord. Sie unterstützten bei der Betreuung des Messestandes und auch beim Produktverkauf. „Mir hat es sehr gut gefallen“, lautet das Fazit. „Ich würde es wieder machen“, so Anton Krüger. Das nächste Mal dann vielleicht in Leipzig?

Ein Ort für alle – Barrierefreiheit im Strandbad Plötzensee

Die Besondere Wohnform „Joachim-Fahl-Haus“, ein Wohnheim für Menschen mit Behinderung, und das Strandbad Plötzensee sind direkte Nachbarn am Weddinger Nordufer. Man kennt sich, man mag sich, man hilft sich.
Die Bewohner*innen vom Joachim-Fahl-Haus besuchen das Freibad und die schöne Strandbar am Plötzensee gern. Problematisch dabei ist, dass einige Bewohner*innen im Rollstuhl fahren oder stark mobilitätseingeschränkt sind. An den Strand, ans Wasser und zur Strandbar kann man mit einem Rollstuhl bisher nicht fahren. Aber: Das muss ja nicht so bleiben!

Mit vereinten Kräften lässt sich viel erreichen – auch mehr Barrierefreiheit

Warum soll man diesen Zustand hinnehmen? Warum nicht mal Großes wagen? Bei einem gemeinsamen Feierabend mit den beiden Strandbadbetreibern entstand die Idee, diesen Zustand mit vereinten Kräften zu verbessern. So wurde der Plan gefasst, das Freibad schon für die Saison 2023 barrierefreier zu machen.
Und aus Nachbar*innen wurden Kooperationspartner*innen.

Gemeinsam Barrieren abbauen

Michel und Florian, die Strandbadpächter, stellen die Location, das Material und ihre Infrastruktur zur Verfügung. Das Unionhilfswerk bringt viel Engagement und Know-how in Sachen Inklusion und Barrierefreiheit mit.

Bei einem großen Arbeitseinsatz Ende April verlegten viele engagierte Helfer*innen einen Weg aus Panzerplatten. Nachbar*innen, Sportvereine, Freiwillige aus dem Unionhilfswerk und das Plötzensee-Team: Gemeisam besorgten sie das Material und legten los. Sie buddelten, baggerten und schwitzten.
Insgesamt verlegten sie einen 250 Meter langen Weg aus einzelnen sechseckigen Panzerplatten über den Sandstrand.
Man kann nun mit dem Rollstuhl über den Strand immerhin schon bis zur Beachbar fahren. Eine Verlängerung des Weges bis zur Sauna ist in Planung.
Nach dem Arbeitseinsatz konnten die Helfer*innen beim gemeinsamen Mittagessen stolz auf ihr Werk blicken.

Vorfreude auf die inklusiven Strandtage

Diese Verbesserung der Barrierefreiheit ermöglicht ab 12. Mai fünf inklusive Strandtage. Der Sommer kann demnach kommen, wir begrüßen ihn gemeinsam!
Die Strandbadbetreiber wünschen sich, dass diese Nachmittage zu „Vorzeige-Tagen der Inklusion“ werden. Eine Gelegenheit und ein Anlass, dass sich Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen an einem schönen Ort treffen, gemeinsam essen, feiern, schwimmen.
An diesen inklusiven Strandtagen wird es auf dem Gelände viele freiwillige Helfer*innen als Ansprechpartner*innen geben. Man erkennt sie an den gelben T-Shirts und Mützen. Sie helfen bei der Wegeleitung und Orientierung auf dem Gelände.

Es wird außerdem ein inklusives Rahmenprogramm geben:
Fahrdienste, Bastelaktionen, ein Gewinnspiel und einen reduzierten Eintrittspreis von 2 Euro.
Kinder sind ebenso gern gesehen wie alle anderen Menschen. Begleithunde zur Assistenz von Beeinträchtigten dürfen an diesen Tagen auch mitgebracht werden.

Inklusiver Strandtag am 12. Mai

Der erste inklusive Strandtag ist im Mai, am Freitag den 12.05. Auch bei schlechtem Wetter wird der Strandtag stattfinden, denn die Strandbar ist überdacht.
Ab 15 Uhr geht es los. Um 23:30 Uhr ist Schluss.

Die weiteren Termine

09.06. / 14.07. / 11.08. / 15.09.

 

Gemeinsam wurde Platte für Platte verlegt.

Der Weg ermöglicht jetzt auch Rollstuhlfahrenden einen Besuch der Beachbar.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jede*r kann alles werden – Boys & Girls Day im Unionhilfswerk

Der Boys & Girls Day im Unionhilfswerk sollte Mut machen, verschiedenste Berufe kennenzulernen. 41 Jungen und 9 Mädchen haben im Unionhilfswerk in den Arbeitsalltag eines sozialen Trägers reingeschnuppert und erste Erfahrungen in diversen Einrichtungen und Bereichen gesammelt. Über das ganze Berliner Stadtgebiet verteilt erlebten die Jugendlichen am Aktionstag, dem 27. April, an insgesamt 14 Standorten, was zur Arbeit in Kitas, in Pflegewohnheimen, in Einrichtungen für Menschen mit psychischen Erkrankungen oder für wohnungslose Menschen dazugehört. Außerdem erhielten sie Einblicke in die Aufgaben einer Geschäftsführerin, des Haushandwerks und der IT-Abteilung.

Die Vielfalt in der Sozialen Arbeit kennenlernen

In der Besonderen Wohnform für Menschen mit Behinderung Neukölln gab es für die Jungs nicht nur eine Einführung in die Geschichte der Psychiatrie und den Arbeitsalltag der Einrichtung. Die Schüler konnten sich auch ausprobieren beim Zuteilen von Medikamenten nach Medikamentenplan – natürlich mit Schokonüssen statt mit Tabletten. Im Gespräch mit zwei Bewohnern der Einrichtung konnten die Jungs viele Fragen zum Leben in der Besonderen Wohnform loswerden. „Ich weiß jetzt mehr über die Möglichkeiten, die es für Menschen mit psychischen Erkrankungen gibt, und was alles zur Betreuung gehört. Und ich weiß, dass Soziale Arbeit etwas für mich ist“, stellte einer der Schüler zum Abschluss fest. Andere Jungs übten sich im Pflegewohnheim am Blutdruck messen oder veranstalteten Spiele mit Kindern in der Kita. „Ich habe viel mehr gelernt als ich gedacht habe“, war dabei die übereinstimmende Meinung.

Zusammen mit den Haushandwerker*innen halfen zwei Mädchen tatkräftig dabei mit, unsere neue Einrichtung für Menschen in Not in Marzahn für den Einzug der künftigen Bewohner*innen vorzubereiten. Da wurde an Betten geschraubt, Matratzen ausgerollt und zur Belohnung Eis verputzt.

Was es heißt, ein Unternehmen zu leiten, erfuhren zwei Schwestern, die die Geschäftsführerin der beiden Gesellschaften Unionhilfswerk Sozialeinrichtungen gGmbH und Unionhilfswerk Soziale Dienste gGmbH, Kathrin Weidemeier, begleiten durften. „Der Tag war unser erster Girls Day und bei Ihnen hat man sich sehr willkommen gefühlt. Die Idee, mit allen erst mal zu frühstücken und einen kleinen Einblick in Ihr Unternehmen, mit einer PowerPoint Präsentation, zu erlangen, war ein sehr schöner und angenehmer Start. Auch das man in kleinen Gruppen zu den einzelnen Bereichen geht, war eine sehr gute Möglichkeit, all seine persönlichen Fragen und Interessen anzusprechen. Wir hoffen, Sie führen den Girls Day in den nächsten Jahren genauso gut durch, wie dieses Jahr“, resümierte eine der beiden am Ende des Tages.

Gendertypische Berufe – dieses Bild wollen wir aufbrechen

„Unser Hauptziel war es, Jungen und Mädchen an den sozialen Bereich heranzuführen und im besten Fall dafür zu begeistern. Wir möchten den Jugendlichen zeigen, dass die Arbeit mit und für Menschen spannend, abwechslungsreich und sinnstiftend ist. Es gibt viele tolle Berufe, die eben nicht typisch Frau oder typisch Mann sind. Frauen und Männern werden von der Gesellschaft bestimmte soziale Rollen und Eigenschaften zugeschrieben. Unser Ziel ist es, dieses Bild langfristig aufzubrechen. Das ist natürlich nicht von jetzt auf gleich möglich. Weil Frauen z. B. mehr Einfühlsamkeit zugeschrieben wird, arbeiten derzeit mehr Frauen in Sozialberufen als Männer. Das möchten wir langfristig ändern, da der Bedarf an Nachwuchskräften, insbesondere an männlichen, groß ist. Für uns gibt es daher keine klassischen Boys- oder Girls-Berufe – jede*r kann alles werden! Der Zukunftstag hat uns eine gute Gelegenheit geboten, zu zeigen, wie vielfältig die Soziale Arbeit ist. Darüber hinaus sind unsere Jobs zukunftssicher“, sagte Geschäftsführerin Kathrin Weidemeier.

Die Fotos im Slider sind von: Patricia Kalisch, Maximilian Goedecke und Ulrike Freybe

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