Dieser Übergang ist für ihn ganz sicher kein leichter Schritt – 25 Jahre lang hat Wolfgang Grasnick unermüdlich für die USE gGmbH gewirkt. Schon beim Vorgänger der USE, dem Theta Wedding e.V., begann er als Psychologe mit dem Auftrag, einen begleitenden Dienst aufzubauen. Die turbulente Übergangszeit vom Verein zur USE hat ihn stark geprägt – noch immer berichtet er gern von den roots, den aufregenden Anfangsjahren.
Die USE wird als untypisches Sozialunternehmen wahrgenommen
Er hat die USE zu dem gemacht, was sie heute ist. Sicher nicht allein, einige seiner Mitstreiter*innen der ersten Jahre sind noch immer an Bord – Thomas Päpke, Annegret Ahlrichs, Regina Görnert de Gutierrez und Andreas Sperlich – um nur ein paar Namen zu nennen. Auch sie haben die USE stark geprägt. Das aber die USE als etwas Besonderes, als untypisches Sozialunternehmen wahrgenommen wird, ist auch zu großen Teilen sein Verdienst. Neben dem Sozialen hat er immer auch die Nähe zur Wirtschaft gesucht, hat durch seine Netzwerkarbeit gute und dauerhafte Partnerschaften – auch zu Politik und Verwaltung – aufgebaut.
Dabei war er nie glatt. So wie er es selbst in einer Ansprache sagte, hat er gern mal einen Pfeil aus dem Köcher genommen oder eine neue Idee in den See geworfen – um zu sehen, welche Wellenbewegungen sie auslöst. So sind unkonventionelle Projekte entstanden – die historischen Gastro-Schiffe, der große Bereich der Tierpflege, die frühe Entwicklung der beruflichen Bildung – alles Themen, die die USE von anderen Werkstätten für behinderte Menschen noch heute abheben.
Er gab 150 % für die USE – und erwartete diese auch von anderen
Als streitbarer „Außenminister“ der USE war Wolfgang Grasnick weit über die Grenzen Berlins bekannt und als Redner und Diskutant gefragt. Als Chef hat er es seinen Mitarbeitenden allerdings nicht immer leichtgemacht. So wie er von sich 150 % Einsatz für die USE forderte, so erwartete er es auch und vor allem beim Führungspersonal. Nur langsam konnte er sich daran gewöhnen, dass es Menschen gibt, die hier anders sind und nicht so viel geben können.
Auch ich hatte dazu meine Auseinandersetzungen mit ihm. Nach einer schwierigen Anfangszeit als Teilzeit-arbeitende Mutter konnte ich aber über die Jahre sein Vertrauen gewinnen, natürlich nicht kritikfrei.
Sprichwörtlich war seine Abneigung, einen Computer zu bedienen. Jahrelang druckten seine Sekretärinnen ihm sämtliche E-Mails aus. Doch dann kam auch bei ihm der Wandel – in Form eines handlichen iPads. Unvergessen ist seine erste E-Mail-Antwort an mich – natürlich mit dem Hinweis auf einen Tippfehler in meinem Text. So war es auch immer eine kleine, seltene Sensation, wenn ein Text ohne Anmerkungen oder angestrichene Fehler zurückkam.
Miteinander arbeiten… und miteinander feiern
So hart, wie er arbeiten kann, so gut kann er auch feiern. An den Abenden – auf der Messe in Nürnberg oder der Klausur – war er immer mit viel Humor dabei und gern einer der Letzten. Das hinderte ihn aber nicht daran, am nächsten Tag wieder voll mitzudiskutieren. Auch wenn er mit halb geschlossenen Augen abwesend wirkte, war er blitzschnell wieder dabei, wenn die Diskussion in eine falsche Richtung lief. Vorsicht war geboten, wenn er einen Satz mit „Mit Verlaub, …“ begann. Dann war er sicher ganz anderer Meinung, mitunter sogar verärgert.
So, wie er sich in einem Streitgespräch festbeißen konnte, genauso konnte er sich auch im positiven Sinne an einem Thema bleiben. Ungeachtet der nachfolgenden Termine und der drängenden Sekretärin beendete er ein Meeting erst, wenn es eine Lösung, einen Weg gab. Und er nahm sich immer Zeit, wenn ein Beschäftigter ihn um ein Gespräch bat. Dann war er ganz da und konnte alles andere ausblenden.
Zum Feiern mit ihm werden wir hoffentlich noch viele Gelegenheiten haben. Denn aus dem Verbund des UNIONHILFSWERK hat er sich noch nicht verabschiedet. Dort bleibt er uns als Geschäftsführer der BUS gGmbH und als Vorstandsvorsitzender der Unionhilfswerk-Förderstiftung erhalten. Da lassen sich noch genug Anlässe finden – sowohl um mit ihm zu diskutieren als auch mit ihm zu feiern.

Spätestens mit diesem Lockdown haben viele von uns das Spazierengehen für sich (wieder)entdeckt. Mittlerweile sind jedoch die eigene Nachbarschaft sowie die Parks der angrenzenden Kieze schon mehrmals abgelaufen? Dann auf zum
Wer noch mehr Wald-Feeling zum Abschalten braucht und sich mal mit etwas Anderem als Corona beschäftigen möchte, der mache sich auf in den Grunewald. Auf einem vier Kilometer langen Rundweg kann man sich dort die Ausstellung
Dass Berlin in Sachen Erholung nicht nur Parks und Wald zu bieten hat, ist eine klare Sache: Im Sommer findet Berlin am, im oder auf dem Wasser statt – ob am Seeufer, im Badeschiff, im Tretboot oder Floß auf der Spree. Jetzt im Januar ist das noch zu weit weg, um sich allein per Kraft der Erinnerung in einen ausreichenden Zustand der Erholung zu versetzen. Doch wer sich mal etwas Außergewöhnliches gönnen möchte und auch seinem Immunsystem eine Frischekur verpassen will, der kann sich z.B. ein Saunafloß mieten und gemütlich schwitzend über den eiskalten Müggelsee schippern. Bye, bye Winter-Blues!
Mal Durchatmen, den Kopf frei bekommen, abschalten – das muss nicht unbedingt etwas sein, das man allein für sich machen muss. Der Alltag ist auch für Freundschaften, Partnerschaften und Familien im Moment nicht einfach – umso besser, wenn man sich auch mal gemeinsam einen Tapetenwechsel gönnt und mit dem „eigenen Haushalt und ggf. einer weiteren Person“ einen Ort findet, der sowohl großen als auch kleinen Haushaltsmitgliedern etwas zu bieten hat. Im Bürgerpark Pankow gibt es nicht nur ausreichend Platz zum Flanieren, für die Kleinen gibt es auch einen Abenteuerspielplatz und Ziegengehege, für die Größeren Skatepark und Tischtennisplatte. Auf den Wiesenflächen ist außerdem ausreichend Platz für sportliche Aktivitäten mit Mindestabstand. Und seit der Flughafen Tegel geschlossen hat, kann man das Ganze nun auch ohne tieffliegende Flugzeuge genießen.