Monthly Archives: Oktober 2024

Gemeinsam für eine saubere Zukunft – Unser Einsatz zum World Cleanup Day

Was ist der World Cleanup Day überhaupt?

Dieser Frage gingen wir zu Beginn unserer Aktion nach. Der World Cleanup Day, auf Deutsch auch Weltaufräumtag genannt, findet jährlich am 20. September statt und ist eine weltweite Bewegung zur Bekämpfung von Umweltverschmutzung. Seit 2018 nehmen jedes Jahr Millionen Menschen aus über 190 Ländern teil, um gemeinsam die Umwelt von Müll zu befreien und das Bewusstsein für den Schutz unseres Planeten zu schärfen. Dieser Tag ist eine Gelegenheit, vereint gegen die Verschmutzung von Städten, Wäldern und Ozeanen vorzugehen und ein sichtbares Zeichen für den Umweltschutz zu setzen. Seit diesem Jahr ist der World Cleanup Day zudem ein offizieller Aktionstag der Vereinten Nationen. Auch wir im Unionhilfswerk wollten an diesem besonderen Tag einen positiven Beitrag leisten.

 

Gemeinsam den Kiez aufräumen

20 Mitarbeiter*innen und Freiwillige aus dem Dienstleistungs.Campus sowie dem Pflegewohnheim „Am Kreuzberg“ trafen sich am Nachmittag, um ihren Kiez und die benachbarte Pflegeeinrichtung von Müll zu befreien und bei anfallenden Gartentätigkeiten zu unterstützen.

Eine Gruppe kümmerte sich dabei besonders um den Garten des Pflegewohnheims: Unkraut wurde entfernt und ein gemütliches Palettensofa für die Pausenecke der Mitarbeiter*innen des Pflegewohnheims gebaut. Diese neue Sitzgelegenheit bietet nicht nur zusätzlichen Komfort, sondern bereichert auch die grüne Umgebung und schafft für die Mitarbeitenden des Pflegewohnheims einen einladenden Ort für eine erholsame Pause.

Parallel dazu sammelte eine zweite Gruppe, ausgestattet mit Handschuhen, Müllsäcken und Müllgreifern, fleißig Müll auf den umliegenden Straßen. Dabei fiel besonders die große Menge an Zigarettenkippen auf, was zu angeregten Gesprächen über die Auswirkungen von Umweltverschmutzung und den verantwortungsvollen Umgang mit Abfall führte. Nach dem erfolgreichen Einsatz ließen alle den Tag mit einem erfrischenden Getränk ausklingen – eine perfekte Gelegenheit, sich auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.

 

Kita BeerenStark: Die Jüngsten als Vorbilder im Umweltschutz

Auch die Kinder der Kita BeerenStark zeigten am World Cleanup Day vollen Einsatz. Am Vormittag nahmen die Kinder an der Müllsammelaktion im Rahmen des „Clean Up Day in Berlin“ teil. Ausgerüstet mit orangenen Westen, Handschuhen und Müllgreifern gingen die Kinder zusammen mit ihren Erzieher*innen auf die Straßen rund um die Kita, um den Müll zu sammeln. Wie bereits in den Vorjahren wurde der gesammelte Abfall anschließend von der Berliner Stadtreinigung (BSR) abgeholt.

Die Kinder waren voller Begeisterung und sammelten alles, was ihnen in die Hände kam – von Plastiktüten bis zu Papierabfällen. „Es war beeindruckend zu sehen, wie die Kinder gelernt haben, Verantwortung für ihre Umwelt zu übernehmen. Sie haben verstanden, dass auch sie etwas bewirken können, und das auf spielerische Weise“, berichtet eine Erzieherin der Kita BeerenStark. Diese frühzeitige Sensibilisierung für Umweltthemen ist ein zentraler Bestandteil der pädagogischen Arbeit in der Kita, die großen Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein legt.

Die Aktion hat nicht nur die Kinder begeistert, sondern auch die Passant*innen im Kiez. Viele blieben stehen, um den kleinen Umweltschützer*innen zuzusehen, sich zu bedanken oder sogar spontan mitzumachen. Es war ein starkes Zeichen dafür, dass Umweltschutz jeden betrifft und dass selbst die Jüngsten einen wichtigen Beitrag leisten können.

 

Gemeinsam etwas bewirken: Ein Tag voller Tatkraft und Teamgeist

Der World Cleanup Day war für das Unionhilfswerk mehr als nur ein Tag des Müllsammelns. Er hat gezeigt, wie viel man gemeinsam erreichen kann, wenn man sich für eine gute Sache einsetzt. Die Einsätze rund um dem Dienstleistungs.Campus, im Pflegewohnheim und in der Kita BeerenStark brachten nicht nur sichtbare Verbesserungen in der Umgebung, sondern auch ein stärkeres Bewusstsein für das Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Wir freuen uns schon jetzt auf zukünftige Aktionen und darauf, uns weiterhin gemeinsam für eine nachhaltige und lebenswerte Zukunft einzusetzen.

 

Fotos der Kinder: Nina Prädel-Ristow

„Traut uns mehr zu!“

160 Mitarbeiter*innen nahmen an der Auftaktveranstaltung für die geplante Einstellung und den Einsatz von Genesungsbegleiter*innen (EX-IN) ab 2025 in den Räumen des „aquarium“ des Vereins Narrativ e.V. in Kreuzberg teil.

Vermittlung von Hoffnung und Perspektive

Nach einer Begrüßung durch die Fachbereichsleiterin Sabine Jeschke und das Projektteam, zeigte ein Projektrückblick, dass es dem 2019 gestarteten Projekt „EX-IN – Mit Peers arbeiten“ über verschiedene Formate der Information und Partizipation gelungen ist, den Fachbereich gut auf den Einsatz von EX-IN vorzubereiten und im Pilot- und Leuchtturmprojekt in der Beschäftigungstagesstätte Neukölln (BTS) wesentliche Ergebnisse für die Praxis zu erarbeiten.
Das Herzstück der Veranstaltung bildete ein Podiumsgespräch mit Mitarbeiter*innen aus dem Pilot BTS, zwei Genesungsbegleiter*innen sowie mehreren Klient*innen bzw. Nutzer*innen. Das Podium und besonders der mutige „Auftritt“ der Klient*innen, die in ihren eigenen Worten die positiven Effekte der Arbeit von Genesungsbegleiter*innen – beispielsweise die Vermittlung von Hoffnung und Perspektive – beschrieben, vermittelten eine Idee von echter Inklusion und Teilhabe.

„Ich bin nicht meine Diagnose“

„Ich bin nicht meine Diagnose“, erklärte etwa eine der Teilnehmer*innen der Recovery-Gruppe der BTS auf dem Podium und sagte, dass sie es sinnvoll findet, Genesungsbegleiter*innen auch in anderen Einrichtungen einzusetzen. Im Pilotprojekt in der BTS Neukölln ist es mit dem moderierten Selbsthilfeformat der Recovery-Gruppe gelungen, den Klient*innen einen vertrauensvollen Raum zur Verfügung zu stellen, in dem sie sich über ihre eigenen Themen austauschen und sich gegenseitig stärken können.

Das eigene Erfahrungswissen als Kompetenz einsetzen

Die offenen und authentischen Ansprachen der Genesungsbegleiter*innen auf dem Podium machten deutlich, wie empowernd es sein kann, mit dem eigenen Erfahrungswissen zu arbeiten unddas, was über Jahre mühsam versteckt werden musste, als Kompetenz einzusetzen. Und vor allem, dass „Recovery“ nicht nur ein Wort bleiben muss. Schließlich verwiesen die Mitarbeiter*innen aus dem Pilot in ihren Beiträgen darauf, wie wertvoll die Betroffenen-Perspektive für ein Team sein kann, das sich erst so zu einem multiprofessionellen Team entwickelt.
Nach einigen interessierten Fragen aus dem Kreis der Zuhörenden bot eine Pause die Gelegenheit für Austausch – bei einem sehr leckeren Imbiss und Fingerfood der Service Inklusiv gGmbH.
Auf Flipcharts konnten die Teilnehmer*innen des Fachtags ihre mit dem Einsatz von Genesungsbegleiter*innen verbundenen Hoffnungen vermerken – etwa „Abbau von Stigmatisierung“, „professionelles Arbeiten“, „neue Perspektiven eröffnen und erfahrbar machen“, aber auch: „schwer erreichbare Menschen doch zu erreichen“.

„Es geht darum, dass Inklusion auch in der jeweiligen Lebenswirklichkeit erfahren wird.“

Sowohl die Fachbereichsleiterin Sabine Jeschke als auch Geschäftsführerin Ulrike Hinrichs wertschätzten und dankten alle Beteiligten, die an der Implementierung der Genesungsbegleitung mitwirken. In ihrer Videobotschaft unterstrich Ulrike Hinrichs: „Inklusion ist ein Menschenrecht. Teilhabe ist ein Menschenrecht. Es geht nicht nur darum, dass jedes Mitglied der Gesellschaft formal ein Recht auf Inklusion hat, sondern dass Inklusion auch in der jeweiligen Lebenswirklichkeit erfahren wird.“ Zugleich betonte sie die klare Vision, Inklusion im Unionhilfswerk konsequent voranzutreiben. Sie verwies darauf, dass die ersten Stellenausschreibungen für Genesungsbegleiter*innen für das erste Halbjahr 2025 geplant sind.

„Danke an die mutigen Sprecher*innen auf der Bühne!“

Als kleiner zeremonieller Abschluss des internen Fachtags schnitten das Projektteam und eine Klientin ein weißrotes Flatterband durch – symbolisch für den Abbau von Barrieren, der für Inklusion so zentral ist.
Es gab zahlreiches positives Feedback zu dem Fachtag von den Anwesenden. Die Mitarbeiter*innen hatten zudem die Möglichkeit, auf Vielfaltskarten eine Rückmeldung zur Veranstaltung zu geben. Ein*e Teilnehmer*in schrieb etwa: „Informativer Fachtag, der sehr viele Perspektiven und Erfahrungen einbezogen hat!“ Ein*e andere*r: „Ich fand es toll, dass auch Klient*innen zur Sprache kamen.“ Oder: „Danke an die mutigen Sprecher*innen auf der Bühne! Tolles Projekt!“

Es braucht eine Art „Willkommenskultur“

Für die zukünftigen, einzustellenden Genesungsbegleiter*innen braucht es eine Art „Willkommenskultur“ im Fachbereich Psychiatrie. Zumindest bei den Teilnehmer*innen des Fachtags scheint diese Offenheit gegeben. So fand sich auf einigen Karten der Satz: „Ich freue mich auf die*den erste*n EX-IN-Mitarbeiter*in in meinem Team!“ Auch in den bisherigen Informationsveranstaltungen des Projekts hat sich gezeigt, dass die meisten Kolleg*innen grundsätzlich offen sind für einen zukünftigen Einsatz von EX-IN.

Der Ort für diesen Auftakt wurde nicht ohne Grund gewählt. So fand dort im März 2019 die Abschlussveranstaltung des InklusionNetzwerkNeukölln (INN) statt. Dieses Projekt des Unionhilfswerks hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die zumeist unsichtbaren Barrieren für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen abzubauen und ihr Recht auf Teilhabe umzusetzen. Das im Anschluss initiierte Projekt „EX-IN – Mit Peers arbeiten“ führt diese Arbeit fort. Auch im März 2019 ergriffen Betroffene auf der Bühne und im Publikum das Wort. Traut uns mehr zu!

Ein unvergesslicher Abend – Die Hürdenspringer BENEFIZnacht

Ein bewegender Start

Der Abend begann mit einem ergreifenden Moment, als das Hürdenspringer-Team seine Arbeit und das Angebot des Projekts vorstellte – in Form eines Videos. Dieser kurze Film vermittelte den Gästen einen tiefen Einblick in die wertvolle Arbeit der Hürdenspringer:
Das Mentoring-Projekt unterstützt junge Menschen in Berlin dabei, ihre Zukunft selbstbestimmt zu gestalten. Viele von ihnen kennen ihre beruflichen Möglichkeiten nicht oder haben keine Vorbilder, die ihnen den Weg zeigen. Genau hier setzt das Projekt an. Durch die persönliche 1:1-Begleitung der erfahrenen Mentor*innen erhalten die Mentees Hilfe dabei, ihre Talente zu entdecken und eine berufliche Perspektive zu entwickeln.
Mit über 1.300 erfolgreich begleiteten Mentoraten haben die Hürdenspringer bereits viele junge Menschen auf ihrem Weg in eine erfolgreiche Zukunft unterstützt und begleitet.

Daneben zeigte das Video den Gästen allerdings noch etwas Anderes: Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung werden bei den Hürdenspringern großgeschrieben. Mentor*innen und Mentees sprechen über die tiefen Verbindungen und Freundschaften, die sie aufbauen, und wie diese ihr Leben nachhaltig verändern. „Es ist schön zu sehen, wie sich junge Menschen entwickeln,“ sagt eine Mentorin, und die Emotionen sind spürbar. Es zeigt die Kraft des Engagements und die Möglichkeiten, die entstehen, wenn Menschen füreinander da sind.

Das Video begeisterte die Zuschauer*innen im Kulturstall in Britz nachhaltig, es sorgte bei vielen Anwesenden für Gänsehaut, ein Schmunzeln, ein Nachdenken –  und verlieh dem Abend von Anfang an eine besondere Bedeutung und Atmosphäre.

 

Künstler*innen, die begeisterten

Die BENFIZnacht bot ein abwechslungsreiches und hochkarätiges Programm. Die Bühne war gefüllt mit herausragenden Künstler*innen, die das Publikum sowohl zum Lachen als auch zum Nachdenken brachten.

Den Abend moderierte die hinreißende Entertainerin Gayle Tufts. Mit ihrem unverwechselbaren „Dinglish“, einem charmanten Mix aus Deutsch und Englisch, führte sie humorvoll und eloquent durch das Programm. Die gebürtige Amerikanerin, die seit über 30 Jahren in Deutschland lebt, begeisterte das Publikum mit ihrer Selbstironie, ihrem Humor und ihrer mitreißenden Energie. Sie schaffte es, die Brücke zwischen den verschiedenen Programmpunkten zu schlagen und das Publikum immer wieder zum Schmunzeln zu bringen. Ob Anekdoten aus ihrem Leben in Berlin oder augenzwinkernde Bemerkungen über ihre Heimatstadt Brockton, Massachusetts – Gayle Tufts war der perfekte Host für diesen besonderen Abend.

 

Der Abend begann mit einer Comiclesung von Katharina Greve, der preisgekrönten Karikaturistin und Comiczeichnerin. Mit ihrer Graphic Novel „Die dicke Prinzessin Petronia“ brachte sie absurden Humor und subtile Gesellschaftskritik auf die Bühne. Greves markanter Zeichenstil und ihr trockener Humor kamen bei der Lesung perfekt zur Geltung. Ihre Werke, die unter anderem in der Titanic und dem Tagesspiegel erscheinen, haben ihr bereits zahlreiche Auszeichnungen eingebracht, darunter der Max-und-Moritz-Preis und der Deutsche Karikaturenpreis.
Ihr Auftritt war ein Genuss für Comicliebhaber und alle, die subtilen Humor schätzen.

 

Mit Berliner Schnauze und viel Humor trat danach der Bühnenhumorist und Comiczeichner Fil auf. Bekannt durch seine legendären Comics „Didi & Stulle“, erklärte Fil uns das Leben – mit seiner Gitarre und natürlich auf seine ganz eigene, unkonventionelle Weise. Als „Meister der Abschweifung“ führte er das Publikum durch absurde Gedankengänge, die allerdings immer einen wahren Kern enthielten. Sein Humor war erfrischend und originell, das Publikum war begeistert von seiner einzigartigen Mischung aus Musik, Comic, Gesellschaftskritik und Bühnenperformance.

 

Einen Hauch von Chanson und großer Poesie brachte dann Sebastian Krämer auf die Bühne. Mit seinen melancholischen und humorvollen Liedern, die er am Klavier vortrug, schuf er eine intime Atmosphäre, die das Publikum in ihren Bann zog. Sebastian Krämer, der seit seiner Schulzeit auf der Bühne steht, ist ein Meister darin, das Alltägliche mit dem Besonderen zu verknüpfen. Als „Poet“ und „Komponist“ schaffte er es, das Publikum zum Lachen und Staunen zu bringen.

 

Nach diesen musikalischen Auftritten kam Elisa Aseva auf die Bühne. Die Autorin und Poetin gab dem Abend mit ihrer Lesung eine tiefgründige und nachdenkliche Note. Ihre poetischen Kurztexte, die oft in Alltagsmomenten entstehen, trafen direkt ins Herz des Publikums. Elisa Asevas Texte, die sie oft in Mittagspausen oder nach der Arbeit schreibt, sind Rohdiamanten der Literatur, die ihren ungeschliffenen Charme behalten und dabei gesellschaftliche und politische Themen aufgreifen. Ihr erstes Buch „Über Stunden“ bietet ein Kaleidoskop aus poetischen und essayistischen Momenten, die zum Nachdenken anregen. Die Autorin verzauberte das Publikum mit ihrer ruhigen, unaufgeregten aber eindringlichen Art des Erzählens.

 

Musikalisch ging es weiter mit der außergewöhnlichen Künstlerin Bernadette La Hengst. Die „Diskursrockerin“, die seit den 90er-Jahren die deutsche Musikszene prägt, begeisterte mit ihren eingängigen Melodien und klugen Texten. Als Multi-Instrumentalistin und Theatermacherin vereint sie Politik und Pop, Musik und Haltung. Seit ihrer Zeit bei der Band „Die Braut haut ins Auge“ bis hin zu ihrer Solo-Karriere ist Bernadette La Hengst bekannt für ihren unverwechselbaren Stil, der zwischen Elektropop und Agitations-Chanson pendelt. Ihr Auftritt war nicht nur musikalisch ein Highlight, sondern auch ein Appell für gesellschaftliches Engagement und künstlerische Freiheit.

 

Der krönende Abschluss des Abends war der Auftritt von Max Raabe, begleitet von Ian Wekwerth am Klavier. Mit seiner einzigartigen Stimme und seiner Vorliebe für die Musik der 1920er Jahre brachte Raabe einen Hauch von Nostalgie auf die Bühne. Der Gründer des Palast Orchesters ist nicht nur für seine eleganten Interpretationen alter Klassiker bekannt, sondern hat sich auch mit seinem eigenen „Raabe-Pop“ einen Namen gemacht. Sein Auftritt war ebenso humorvoll wie stilvoll und hinterließ ein Publikum, das sich in eine andere Zeit versetzt fühlte.

 

Ein Abend voller Begegnungen

Nach dem offiziellen Programm bot der kleine Empfang im Anschluss eine gute Gelegenheit, sich auszutauschen. Gäste konnten bei einem Glas Sekt miteinander ins Gespräch kommen und die Künstler*innen persönlich treffen. Besonders der Büchertisch, an dem Werke der Künstler*innen verkauft wurden, war gut besucht. Hier konnten Fans signierte Bücher erwerben und die Künstler*innen nochmal hautnah erleben.

 

Ein großer Erfolg – auch über den Abend hinaus

Der Abend war nicht nur für die anwesenden Gäste ein Erfolg. Inzwischen gingen bei unseren Hürdenspringer-Kolleg*innen unglaublich viele Anfragen von Menschen ein, die sich als Mentor*innen engagieren möchten. Die Freude darüber ist groß. Zeigt es doch auch, dass sich die intensive Vorbereitung dieser Veranstaltung und all die Mühe, die hier investiert wurde, gelohnt hat.
Die BENEFIZnacht hat gezeigt, wie stark das Engagement für junge Menschen in der Gesellschaft verankert ist, und dass viele Menschen bereit sind, ihren Teil zur Unterstützung beizutragen.

 

Spendenaufruf – Gemeinsam Hürden überwinden!

Die Arbeit der Hürdenspringer ist wertvoll, und auch Sie können helfen! Jede Spende hilft, das Mentoring-Programm weiter auszubauen und noch mehr jungen Menschen die Chance zu geben, ihre Zukunft selbstbestimmt zu gestalten. Gemeinsam können wir Hürden überwinden und Perspektiven schaffen.
Spenden Sie jetzt und machen Sie einen Unterschied! Die Kontoverbindung für Ihre Spende finden Sie in der rechten Spalte. Wir sagen von Herzen: DANKE.

 

Mehr als eine Benefizveranstaltung

Die Hürdenspringer BENEFIZnacht war ein Abend voller Emotionen, Begegnungen und großartiger Künstler*innen, die dieses wunderbare Projekt mit Herzblut ehrenamtlich unterstützt haben. Die inspirierenden Auftritte, das beeindruckende Video und die vielen Gespräche zeigten, wie wichtig das Projekt für die Gesellschaft ist. Es war nicht nur eine Benefizveranstaltung, sondern ein Zeichen des Zusammenhalts und der Unterstützung.

Ein Abend, der uns alle bewegt hat – und der jungen Menschen die Möglichkeit gibt, Hürden zu überwinden.

 

  • Gayle Tufts

„Hand in Hand für seelische Gesundheit am Arbeitsplatz“

In diesem Jahr steht die Woche der seelischen Gesundheit, die vom 10. bis 20. Oktober stattfindet, unter dem Motto „Hand in Hand für seelische Gesundheit am Arbeitsplatz“. Damit sollen Betriebe und Beschäftigte stärker für psychische Belastungen sensibilisiert werden. Der Fokus des Aktionsbündnisses Seelische Gesundheit liegt aber auch – wie in jedem Jahr – darauf, bundesweit offen gegen Stigmatisierung zu wirken.

Für das Unionhilfswerk gibt es hier einige Anknüpfungspunkte. Denn viele Bereiche halten Angebote für Menschen mit einer psychischen Erkrankung oder Behinderung vor. Für die USE gGmbH liegt dabei der Fokus auf dem Thema Arbeit – passend zum diesjährigen Motto.

Um betroffene Menschen zu erreichen, ist das Unionhilfswerk mit über 15 Angeboten vertreten. So bietet zum Beispiel die Beschäftigungstagesstätte Kreuzberg verschiedene Mitmach-Aktionen an, mit denen sie zugleich ihr 25-jähriges Jubiläum feiern. Mit einem Tanzworkshop möchte wiederum das Selbsthilfezentrum Reinickendorf die kreativen Potentiale seiner Gäste, mit denen sie Stress entgegenwirken können, entdecken. Und die Kontakt- und Beratungsstellen Kreuzberg und Neukölln (Terra) laden zum Tag der offenen Tür ein.

Arbeit und Beschäftigung helfen bei psychischen Erkrankungen

Dem Stress entgegenwirken, das will auch der Beschäftigungs- und Förderbereich der USE – mit Achtsamkeitsspaziergängen und Entspannungsübungen. Wie arbeiten bei einer psychischen Erkrankung helfen kann, zeigen wiederum verschiedene Gewerke der USE in der Koloniestraße und in der Oranienstraße und ermöglichen damit einen Einblick in ihr tägliches, inklusives Tun. Den erhält man auch bei der offenen Social Media Redaktionssitzung, in der es um mentale Gesundheit geht.

 

Weitere Informationen zur Woche der seelischen Gesundheit:

Jährlich beteiligen sich deutschlandweit rund 50 Regionen und Städte mit über 800 Events regional vor Ort und online. Ob Vorträge, Workshops, Podcasts oder Kunstausstellungen – alle sind eingeladen, bei verschiedenen Veranstaltungsformaten und Aktionstagen die kleinen und großen Angebote der psychiatrischen und psychosozialen Einrichtungen in ihrer Umgebung kennenzulernen.

Die Veranstaltungen der Aktionswoche sind in der Regel kostenfrei und richten sich an alle Generationen. Sie tragen dazu bei, Berührungsängste abzubauen und Betroffene sowie deren Angehörige einzubinden. Die Angebote wollen jeden motivieren, sich Hilfe zu suchen und vor allem Präventions- und Beratungsangebote in der Nähe kennenzulernen.

 

Vielfalt im Sommer 2024: Das Unionhilfswerk setzt ein starkes Zeichen für Demokratie und Inklusion

Besonders hervorzuheben sind unsere Teilnahmen am Christopher Street Day 2024 sowie am Zug der Liebe, sowie das von uns durchgeführte, intensive Vielfalts-Seminar für Führungskräfte. Die genannten Veranstaltungen veranschaulichen auf vielfältige Art und Weise, dass die Vielfalt unserer Gemeinschaft unser Miteinander bereichert.

Christopher Street Day 2024: Feiern für Gleichberechtigung und Vielfalt – trotz Regen

Der Christopher Street Day in Berlin stellt einen jährlichen Höhepunkt im Kalender für alle dar, die sich für die Gleichberechtigung und Akzeptanz der LGBTQIA+-Gemeinschaft einsetzen. In diesem Jahr war das Unionhilfswerk gemeinsam mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin auf dem Christopher Street Day vertreten. Trotz widriger Witterungsverhältnisse fand eine Vielzahl an Mitarbeiter*innen, Beschäftigten der USE gGmbH sowie Freiwilligen zusammen, um die Diversität unserer Gesellschaft zu feiern und sich für Gleichberechtigung und Inklusion stark zu machen.

Menschen mit Mobilitätseinschränkungen konnten in Rikschas mitfahren und so mitfeiern. Mit einem DJ-Duo sorgten wir dafür, dass die gute Stimmung auch vom Regen nicht getrübt wurde. Das gemeinsame Erleben, das Miteinander-Tanzen und das Stehen für Vielfalt machten den Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle Beteiligten.

Zug der Liebe: Gemeinsam für eine solidarische Gesellschaft

Am 31. August 2024 ging es weiter mit dem „Zug der Liebe“ – einer Demonstration, die sich für soziale Gerechtigkeit, Mitmenschlichkeit und ein friedliches Miteinander einsetzt. Auch hier war das Unionhilfswerk diesmal gemeinsam mit die Freiwilligen im Unionhilfswerk erneut dabei. Unter dem Motto „Für mehr Liebe und Solidarität“ zogen wir durch Berlin , um uns für eine offene, vielfältige und gerechte Gesellschaft stark zu machen.

Der „Zug der Liebe“ bot eine Plattform, um deutlich zu machen, dass soziales Engagement, Vielfalt und das Miteinander zentrale Werte für uns sind. Mit viel Musik, Freude und vereinten Kräften schafften wir es, die Botschaft von Demokratie und sozialer Gerechtigkeit in die Welt zu tragen.

Vertiefendes Vielfalts-Seminar: Was bedeutet Vielfalt als Führungskraft?

Im Anschluss an die bunten und lauten Veranstaltungen bot das Vielfalts-Seminar für die Bereichsleitungen am 10. September 2024 in der Springbachmühle einen ruhigen und reflektierten Rahmen, um das Thema aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Unter der Leitung der erfahrenen Expertin Daniela Schneider wurde die Frage erörtert, welche Bedeutung Vielfalt für die Führungskräfte in deren täglicher Arbeit hat.

Vielfalt stellt nicht nur ein gesellschaftliches Ziel dar, sondern ist auch ein integraler Bestandteil erfolgreicher Führung. Im Rahmen des Seminars wurde die Rolle von Führungskräften in der Förderung von Diversität, das Erkennen von unbewussten Vorurteilen sowie die Gestaltung eines inklusiven Arbeitsumfelds, in dem alle Mitarbeiter*innen ihr Potenzial entfalten können, thematisiert. Den Teilnehmer*innen wurde die Möglichkeit geboten, ihre eigenen Führungsstile zu reflektieren und Strategien zu entwickeln, wie sie in ihren Teams Diversität und Inklusion noch stärker fördern können.

Unser Engagement für Vielfalt geht weiter

Mit den vielfältigen Aktionen, die im Rahmen des diesjährigen Sommers umgesetzt wurden, konnte das Unionhilfswerk einmal mehr seine Rolle als Begleiter für Menschen in allen Lebenslagen sowie als aktiver Gestalter einer offenen und vielfältigen Gesellschaft unter Beweis stellen. Unsere vielfältigen Aktivitäten erstrecken sich von der Feier für Demokratie und Vielfalt auf den Straßen Berlins bis hin zu einem engagierten Austausch in intensiven Dialogveranstaltungen.

Unsere Überzeugung ist, dass Vielfalt eine Stärke darstellt. Diese Stärke wird auch in Zukunft unser Handeln leiten – in jedem unserer Projekte und in jedem Schritt, den wir gemeinsam mit unseren Mitarbeitenden, Klient*innen und Partner*innen gehen.

 

Hier gibt es einige Impressionen aus unserem „Vielfalts-Sommer“:

“Zu jung für alt”

„Jetzt machen wir hier auch noch Lesungen?“, so der bedingt freundliche Kommentar einer Kollegin. Ja, machen wir. Sicher nicht als reguläres Veranstaltungsformat, aber dann, wenn wir Themen platzieren und ein externes Publikum erreichen wollen.

Mit dem Buch „Zu jung für alt“ widmeten wir uns dem Thema ‚Gestaltung des Übergangs von der Arbeitswelt in die nachberufliche Phase‘.

Dieses Thema betrifft uns als Unionhilfswerker*innen auf mehreren Ebenen: wir suchen in zahlreichen Einrichtungen und Projekten nach Engagierten. Hier ist die Gruppe 55+ eine spannende Zielgruppe, zu der wir aber noch keine guten Zugänge haben.
Wir sind über 3000 Kolleg*innen, viele gehen in den nächsten Jahren in den Ruhestand. Was kann das Unionhilfswerk als Arbeitgeber tun, um diese in der Übergangsphase zu unterstützen?
Wir werden uns in den nächsten Jahren intensiv mit dem Querschnittsthema Einsamkeit beschäftigen. Ein Thema, das alle betrifft, insbesondere aber auch die Gruppe älterer Menschen.
Und schließlich: warum kommen wir im Zusammenspiel der Generationen mitunter an unsere Grenzen?

Was macht er mit den Menschen – der Übergang von der Arbeitswelt in den Ruhestand?

Das Buch „Zu jung für alt. Vom Aufbruch in die Freiheit nach dem Arbeitsleben“ gibt hier einige Antworten und viele Anregungen. Zum Buch:

Das Angebot seines Chefs, sich mit den Modellen des Vorruhestands zu beschäftigen, trifft Dieter Bednarz völlig unvorbereitet, wähnte er sich doch voller Karriereperspektiven, unersetzbar für seine Firma. Wie sehr seine berufliche Rolle sein Selbstbild prägt, zeigt das Ausmaß dieser Kränkung. Er nimmt uns mit auf seine Stationen der Selbstfindung.

Dem gefühlten Verlust verlässlicher Identität folgt eine langsame, zunehmend freudvolle Ausrichtung auf den neuen Lebensabschnitt. Auf seinem Weg besucht er zahlreiche Expert*innen und lernt viel zu Altersfragen.

So zeigt Bednarz zum Beispiel im letzten Kapitel „Die Macht der Seele“ wie tief der Abschied vom Beruf geht. Abschied und Verlust gelte es anzunehmen, um dann den „roten Faden“ im Leben (neu) entdecken zu können. Dieser Prozess erfordere Offenheit und Ehrlichkeit, zu sich selbst und zu anderen.

Themen ehrlich und offen miteinander besprechen

Für mich als Leserin, die sich in der Lebensmitte befindet, ist das die wichtigste Quintessenz des Buches: wie schaffen wir es, uns ehrlicher zu begegnen? Gefühle, Krisen und Ängste zu benennen?

Übergänge sind immer herausfordernd, sicher insbesondere der im Buch thematisierte. Ich kenne jedoch leider nur wenige Menschen, die so offen wie Bednarz über ihr Seelenleben sprechen.

 

Wir bedanken uns bei dem DPW Berlin für die Förderung dieser Veranstaltung.