Monthly Archives: Februar 2025

Frühlingsklänge für den guten Zweck: Benefizkonzert der Unionhilfswerk-Förderstiftung

Ein Programm voller Glanzlichter

Unter der künstlerischen Leitung von Ilona Schäfer erwartet die Besucher *innen eine unvergessliche Matinee. Die Brandenburger Symphoniker unter der Leitung von Thomas Rösner präsentieren ein vielseitiges Programm mit Meisterwerken von Gioacchino Rossini, Gaetano Donizetti, Johann Strauss Jr. und weiteren Größen der Klassik. Als Solist*innen konnten die preisgekrönten Künstler*innen Hyejin Lee (Sopran), Chulhyun Kim (Tenor) und Ki-Hyun Park (Bass) gewonnen werden. Durch das Programm führt Dr. Detlef Giese von der Deutschen Staatsoper Berlin.

 

Ilona Schäfer: Erfahrene künstlerische Leitung

Hinter der Konzeption des Benefizkonzerts steht Ilona Schäfer, eine erfahrene Kraft in der Berliner Kulturszene. Als ehemalige Opernchorsängerin und langjährige Leiterin der Künstleragentur ConTakt bringt sie ihre umfassende Expertise in die Gestaltung des Programms ein. Seit 2023 arbeitet Schäfer eng mit der Unionhilfswerk-Förderstiftung zusammen und sorgt mit ihrer künstlerischen Beratung für hochkarätige Besetzungen und unvergessliche Konzerterlebnisse.

Wir hatten die Gelegenheit, Ilona Schäfer zu treffen und ihr fünf Fragen zu ihrem beeindruckenden Werdegang zu stellen. Hier sind ihre Antworten:

 

Frau Schäfer, Sie blicken auf eine erfolgreiche Entwicklung als Sängerin in einem Opernchor zurück. Was war Ihr persönliches Highlight auf der Bühne und welche Rolle hat Sie am meisten geprägt?

Mein Weg begann 1968 am Brandenburger Theater, nachdem ich in der DDR ein externes Gesangsstudium absolviert hatte. Mein Traum war es, an der renommierten Staatsoper Berlin zu singen. Nach vier Jahren am Hans-Otto-Theater Potsdam wurde dieser Traum wahr: 1975 erhielt ich die Chance, an der Staatsoper vorzusingen, was zu einem 37-jährigen Engagement führte. Dort wurde ich in den Chorvorstand gewählt und übernahm die Verantwortung für Verträge in Rundfunk, Fernsehen und bei Schallplattenaufnahmen. Diese Zeit hat mich künstlerisch und organisatorisch stark geprägt.

 

Wie kam es zu dem Wechsel von der aktiven Bühnenlaufbahn zur Gründung Ihrer Künstleragentur ConTakt? Was waren die größten Herausforderungen bei diesem Entwicklungsschritt?

Die Gründung unserer Künstleragentur ConTakt erfolgte gemeinsam mit meinem Mann, einem Journalisten. Meine langjährige Tätigkeit an der Staatsoper ermöglichte es mir, wertvolle Kontakte zu knüpfen, die uns bei der Organisation von Neujahrskonzerten und Opern-Galas sehr zugute kamen. Die größte Herausforderung war es, abwechslungsreiche Programme zu gestalten und renommierte Künstler*innen dafür zu gewinnen.

 

Sie haben über viele Jahre hinweg beliebte Neujahrskonzerte und Opern-Galas organisiert. Was macht für Sie den besonderen Reiz dieser Veranstaltungen aus?

Für mich liegt der besondere Reiz in der kontinuierlichen Auseinandersetzung mit der Musikliteratur und der Möglichkeit, Programme zu gestalten, die das Publikum begeistern. Es ist ein Privileg, mit talentierten Künstler*innen zusammenzuarbeiten und gemeinsam musikalische Höhepunkte zu schaffen. Besonders schätze ich die harmonische Zusammenarbeit zwischen Orchester und Solist*innen, die vom Publikum sehr positiv aufgenommen wird.

 

Nun engagieren Sie sich als künstlerische Leiterin für die Benefizkonzerte der Unionhilfswerk-Förderstiftung. Was hat Sie dazu bewogen, diese neue Aufgabe zu übernehmen?

Durch eine glückliche Begegnung mit Wolfgang Grasnick, dem Vorsitzenden der Unionhilfswerk-Förderstiftung, entstand ein Vertrauensverhältnis. Dieses bewegte uns nicht nur dazu, unsere Agentur in gute Hände zu übergeben, sondern motivierte mich auch, die künstlerische Leitung der Benefizkonzerte zu übernehmen. Diese Aufgabe ermöglicht es mir, meine Leidenschaft für Musik mit einem wohltätigen Zweck zu verbinden. Es ist mir ein Anliegen, durch unsere Programme die Förderstiftung zu unterstützen.

 

Das Frühlingskonzert am 02. März 2025 verspricht ein besonderes Ereignis zu werden. Was können Sie uns über die Zusammenstellung des Programms und die mitwirkenden Künstler*innen verraten? Gibt es für Sie ein Lieblingsstück?

Die positiven Rückmeldungen der Zuschauer*innen nach jedem Konzert bestärken uns in unserem Bestreben, hochwertige musikalische Unterhaltung zu bieten. Wir freuen uns, herausragende Künstler*innen präsentieren zu können, darunter die Koloratursopranistin Hyejin Lee, den Tenor Chulhyun Kim und den Bass Ki-Hyun Park. Jedes Stück und jede Interpretation hat seinen eigenen Reiz, weshalb es mir schwerfällt, ein Lieblingsstück zu nennen. Ich bin überzeugt, dass dieses Konzert für alle Besucher*innen zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.

 

Musik genießen und Gutes tun

Das Benefizkonzert ist mehr als nur ein kulturelles Highlight – es ist eine Gelegenheit, durch den Genuss von Musik einen wichtigen Beitrag zu leisten. Die Einnahmen des Konzertes fließen in die AltersHospizarbeit der Unionhilfswerk-Förderstiftung. Diese setzt sich dafür ein, dass alte Menschen am Lebensende gut umsorgt und liebevoll betreut werden – sei es zu Hause oder im Pflegewohnheim – so unterstützt die Unionhilfswerk-Förderstiftung ganz konkret Projekte zur kulturellne Teilhabe pflegebedürftiger Menschen.

 

Tickets

Tickets für das Konzert sind ab sofort in verschiedenen Preiskategorien erhältlich: 17 €, 22 €, 26 €, 30 €, 33 € und 35 €.
Mit dem Kauf eines Tickets unterstützen Sie nicht nur die Arbeit der Unionhilfswerk-Förderstiftung, sondern ermöglichen auch die kulturelle Teilhabe pflegebedürftiger Menschen. Seien Sie dabei, wenn Musik und Mitgefühl sich zu einem unvergesslichen Erlebnis verbinden!

 

Auf einen Blick

Termin
02. März 2025  um 11 Uhr

Ort
Konzerthaus | Großer Saal | Gendarmenmarkt | 10117 Berlin

Ihre Ansprechpartnerin
Daniela Neumann
030 / 4 22 65-713

 

 

„Danke für die unvergesslichen Momente“ – Jubiläumskampagne der Unionhilfswerk-Förderstiftung erfolgreich beendet

Danke an die Kampagnen-Botschafter*innen!

Zahlreiche Botschafter*innen unterstützten unsere Kampagne und beförderten auf diese Weise die Spendenbereitschaft, um für diesen besonderen Zweck weitere Mittel zu gewinnen. Unsere Botschafter*innen kommen aus der Politik, der Kultur und Gesellschaft und sind Menschen, die sich der Bedeutung des würdevollen Lebens bis zuletzt bewusst sind und diese Haltung mit einem persönlichen Statement zum Ausdruck brachten: Vom Regierenden Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, über die Schauspielerinnen Ute Lemper und Anja Kling und die Spoken-Word-Künstlerin Leah Weigand bis hin zur Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung, Christa Moll.

 

Danke an die Spender*innen zugunsten der Erfüllung der Herzenswünsche

Auch Benefizveranstaltungen wie das Neujahrskonzert im Konzerthaus am Gendarmenmarkt, das Jubiläumsfest im Schlosspark Theater mit Unterstützung von Intendant Dieter Hallervorden und das Adventskonzert des Staats- und Domchors trugen maßgeblich zum Erfolg der Kampagne bei.
Ohne die großzügigen Spenden vieler engagierter Menschen wäre es nicht möglich gewesen, diese Herzenswünsche Realität werden zu lassen. Ihr Mitgefühl und Ihre Großzügigkeit haben uns gezeigt, wie stark die Kraft der Solidarität ist. Jede einzelne Spende hat dazu beigetragen, einem Menschen einen Moment des Glücks zu schenken – dafür sind wir von Herzen dankbar.

 

Bewegende Momente und Erinnerungen, die lange nachklingen….

Zahlreiche Herzenswünsche wurden im letzten Jahr an die Förderstiftung herangetragen – manche mussten verschoben werden, beispielsweiste aus gesundheitlichen Gründen, viele von ihnen konnten allerdings in Erfüllung gehen. Hier einige Beispiele unserer „20 letzten Herzenswünsche“:

Disneyland Paris

Gisela Sasse konnte ins Disneyland nach Paris reisen und die magische Welt von Mickey Mouse und Co. erleben. Gemeinsam mit ihrer Pflegerin Ina Roßberg vom Pflegedienst Friedrichshain machte sie sich im Reisebus auf den Weg – eine Reise voller Vorfreude und besonderer Momente. Sie sagt „Danke für die unvergesslichen Momente“. Diese Reise wäre ohne die Unterstützung der Spender*innen nicht möglich gewesen. Ihr Beitrag hat Gisela einen Kindheitstraum erfüllt – ein Geschenk, das sie ihr Leben lang in Erinnerung behalten wird.

 

Nach sieben Jahren endlich wieder live bei Hertha BSC!

Für Werner Janzen ging am 30. Oktober 2024 ein Herzenswunsch in Erfüllung: Nach sieben Jahren konnte er endlich wieder ein Spiel seines geliebten Vereins Hertha BSC live im Olympiastadion erleben – und das in Begleitung seines Lieblingspflegers Peter. Die beiden verbindet nicht nur eine langjährige Freundschaft, sondern auch die gemeinsame Leidenschaft für Hertha, deren Spiele sie sonst zusammen im Fernsehen verfolgen. Dank der Spenden konnte Werner nicht nur das Stadion wiedersehen, sondern auch die besondere Atmosphäre eines Live-Spiels erleben – ein Moment, der ihm viel bedeutet hat.

 

Vorweihnachtliche Lichterfahrt durch Berlin

Gemeinsam mit anderen Bewohner*innen aus ihrem Pflegewohnheim „Am Kreuzberg“ fuhr die Kulturliebhaberein Ursula Bresky durch das weihnachtlich erleuchtete Berlin, vorbei an Orten, die sie regelmäßig besuchte, als sie noch mobiler war.
Ursula Bresky über ihre Eindrücke: „In der historischen Mitte hatte das Humboldtforum eine wunderbare Beleuchtung – bewegte Eiskristalle auf der Fassade vermittelten märchenhafte Weihnachtsstimmung. Der gesamte Ku-Damm war festlich geschmückt und ich habe mich wahnsinnig gefreut, in der Innenstadt altbekannte Orte wieder zu sehen – dort, wo ich früher immer gern gewesen bin.“

 

Ein Leben für Frauenrechte und die Rechte Geflüchteter

Simin Nassiri hat sich Zeit ihres Lebens politisch und sozial engagiert – zunächst im Iran, später in Deutschland. Als Exiliranerin setzt sie sich unermüdlich für die Rechte von Frauen und Geflüchteten ein. Heute lebt die an ALS erkrankte Frau im Pflegewohnheim „Alt Treptow“. Ihr Wunsch war die Teilnahme an der Iranischen Frauen- und Lesben-Konferenz in Berlin, die nach Corona nun erstmals wieder in Präsenz stattfand. Dank der finanziellen Unterstützung konnte sie mit dem Krankentransport im Rollstuhl zur Konferenz am Wannsee reisen, wo sie für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wurde. Wir berichteten darüber auf unserem Blog.

 

Dankbarkeit für eine besondere Kampagne

Wolfgang Grasnick, Vorsitzender der Unionhilfswerk-Förderstiftung, zeigt sich tief berührt vom Erfolg der Aktion: „Diese Herzenswünsche haben nicht nur den Menschen, die wir begleiten, sondern auch uns selbst unvergessliche Momente geschenkt. Mein herzlicher Dank gilt allen, die dazu beigetragen haben – den Spenderinnen und Spendern, Unterstützer*innen und unseren engagierten Teams. Gemeinsam haben wir gezeigt, wie viel Mitmenschlichkeit bewirken kann.“

Ein Leben für Frauenrechte und für die Rechte Geflüchteter! – Mitstreiter*innen sagen „Danke“

Anders, als in den vergangenen Jahrzehnten konnte Simin Nassiri nicht an der gesamten Veranstaltung teilnehmen. Aufgrund ihrer Erkrankung an ALS, einer degenerativen chronischen Muskelerkrankung, kam Sie im Rollstuhl und wurde von ihren über die langjährige Zusammenarbeit vertrauten Mitstreiter*innen mit Standing Ovations bei der Konferenz aufs herzlichste begrüßt.

Simin Nassiri freute sich über diese herzliche Begrüßung, „hallo, meine lieben Freundinnen, die dieses Jahr in Berlin, der Stadt der Frauen, dabei sind! Einer rebellischen und lebhaften Stadt, in der ich neue Kraft schöpfen möchte. Ein großer Dank gilt den Berliner Freundinnen, die dieses Treffen möglich gemacht haben.“

Ihre langjährigen Wegbegleiterinnen würdigten sie für ihr großes Engagement und ihren Mut: „Simin hat viele gesellschaftliche Normen herausgefordert und stets versucht, ihr Leben bewusst und selbstbestimmt zu führen. Trotz zahlreicher Schwierigkeiten hat sie niemals aufgegeben!“

 

Von der Flucht zum Engagement in Deutschland

1953 im Iran/Teheran geboren, musste Simin Nassiri 1986 wegen politischer Verfolgung fliehen. Nach dem Regimewechsel 1979 nahmen Verbote und Verhaftungen zu. Viele Oppositionelle tauchten unter – so auch Nassiri, die fünf Jahre im Untergrund lebte und an Demonstrationen gegen das Regime teilnahm.

In Hannover fand sie Schutz und setzte sich bald für Geflüchtete ein. „Als geflüchtete Frau sehe ich es als meine Aufgabe, anderen zu helfen“, betont sie.

1987 trat sie dem Verein Kargah bei, der Geflüchtete in sozialen, rechtlichen und beruflichen Fragen unterstützt. Besonders engagierte sie sich für Frauenrechte: Sie initiierte den Frauentreff im Flüchtlingsbüro, gründete die Beratungsstelle SUANA und setzte sich für das „Niedersächsische Krisentelefon gegen Zwangsheirat“ ein.

 

Bundesweites Engagement

Neben ihrer Arbeit in Niedersachsen wirkte Nassiri auf nationaler Ebene. Die Iranische Frauen- und Lesben-Konferenz in Deutschland erhielt durch sie entscheidende Impulse. Sie veröffentlichte die Inhalte aus den Konferenzen seit 1996 in der Frauenzeitschrift GahNameh. 2017 publizierte sie die dreibändigen „Dokumentationen zu den jährlichen landesweiten Seminaren unabhängiger iranischer Frauenorganisationen in Deutschland“.

Dank der finanziellen Unterstützung der Unionhilfswerk-Förderstiftung im Rahmen der Aktion, „20 letzte Herzenswünsche“ und des Engagements der Kolleg*innen aus dem Unionhilfswerk-Pflegewohnheim „Alt Treptow“,  die den Transport zur Konferenz und die Begleitung durch die Pflegekraft Cristina Sandu organisierten, war es ihr möglich, diese große Würdigung persönlich zu erfahren.

Simin Nassiri lebt seit September 2024 im Pflegewohnheim „Alt Treptow“ des Unionhilfswerks. Trotz ihrer Einschränkungen bleibt sie eine zentrale Persönlichkeit in der Frauenrechtsbewegung. Ihr Engagement hat dazu beigetragen, dass viele Frauen in schwierigen Lebenslagen Unterstützung und Perspektiven erhalten haben.

 

Ein Vermächtnis für die Zukunft

Die Auszeichnung für Simin Nassiri ist nicht nur eine Würdigung ihres Lebenswerks, sondern auch ein Appell, ihr Engagement fortzuführen. Ihr Einsatz zeigt, wie wichtig es ist, sich für die Rechte von Frauen und Geflüchteten einzusetzen und Strukturen zu schaffen, die gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Freiwilligen im Unionhilfswerk zu Gast bei der Bundespressekonferenz

Wenn man als ehrenamtlicher Mitarbeiter des Unionhilfswerks und ohne näheren journalistischen Bezug vom Projektleiter Freiwilligenmanagement eine Einladung zum Besuch der Bundespressekonferenz bekommt, dann staunt man über ein hochmodernes, attraktives Gebäude am Schiffbauerdamm mit Blick auf den Reichstag und das Regierungsviertel und hat Fragen über Fragen: „Was ist das? Wer ist der Gründer? Wer hat dort Zutritt…?“

Die Geschichte und der Ablauf der Bundespressekonferenz

Fritz Madorf (rechts) verfolgt die Bundespressekonferenz aufmerksam.

Die Bundespressekonferenz ist ein eingetragener Verein mit dem Zweck, Pressekonferenzen abzuhalten – und das seit 1949. Anders als in anderen Staaten wird die Regierungspressekonferenz in Deutschland nicht vom Staat, sondern durch die Journalisten selbst organisiert. Sie wählen auch ihren ehrenamtlichen Vorstand und sind mit dieser Selbstständigkeit einmalig auf der Welt.

Normalerweise tagt die spezielle „Regierungspressekonferenz“ dreimal wöchentlich. Am 22. Januar 2025 waren wir dabei. Sie wird von einem der Vorstandsmitglieder geleitet, in unserem Fall von Angela Wefers. Der Ablauf ist so organisiert, dass der oder die Vorsitzende die Fragethemen bündelt, damit diese zeitsparend und abschließend behandelt werden können. Auf dem Podium und in der zweiten Reihe nehmen die Sprecherinnen und Sprecher aller Bundesministerien Platz. Nur bei besonderen Anlässen erscheinen Minister bzw. Staatssekretäre persönlich, nach Haushaltsberatungen beispielsweise der Finanzminister.

Die Bundespressekonferenz hat nicht nur einen Sitz in Berlin, sondern auch eine Außenstelle in Bonn – genauso wie einige Bundesministerien, z. B. das Bundesministerium für Bildung und Forschung und das Bundesministerium für Umwelt. Es gibt jedoch Stimmen, die der Auffassung sind, dass diese Zweigstellen inzwischen entbehrlich seien.

Die Themen der Konferenz

In der nun folgenden Konferenz können die anwesenden Pressevertretenden Fragen stellen, auf die die Vertreter der Ministerien unverzüglich zu antworten haben.

Vor unserem Besuchstermin hatte es keine Kabinettssitzung gegeben, über die sonst berichtet worden wäre. Daher gingen die Pressevertreter naheliegenderweise auf die Unklarheiten nach dem ersten Auftritt des neuen amerikanischen Präsidenten ein und versuchten, diese zu klären.

Hier war hauptsächlich der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Sebastian Fischer, die meistgefragte Person. Aber wie man sich natürlich denken kann, konnten die Fragen nach Zöllen, Klimaschutz, dem Einfluss der amerikanischen Milliardäre auf die künftige Politik, der weiteren Politik in Bezug auf Waffenlieferungen an die Ukraine und der Haltung der USA dazu nicht abschließend beantwortet werden. Bekräftigt wurde die unveränderte Haltung der deutschen Regierung zum engen Bündnis mit Amerika.

Eine Rolle spielten auch die erfolgten Verhandlungen zur Rückführung der Geiseln durch die Hamas an Israel und ungeklärte Fragen zur weiteren Entwicklung dieses Konfliktes. Ernst zu nehmen ist die Zerstörung von Kabeln auf dem Meeresboden der Ostsee. Es wurde über eingeleitete Maßnahmen berichtet. Der Hinweis vom Podium beinhaltete eine klare Botschaft: „Wenn ein Schiff über 100 km einen Anker auf dem Meeresboden hinter sich herzieht, kann das nur an mangelhafter Ausbildung der Besatzung liegen, oder die Besatzung war besoffen, oder es war Vorsatz. Sie können sich einen Grund aussuchen.“ Zur Frage standen auch Ungereimtheiten bei der Präsidentenwahl in Georgien und die Haltung Deutschlands dazu.

Individuelle Gespräche und Ausblick

Erfreulicherweise hatten wir Gelegenheit, uns anschließend mit der Leiterin der Bundespressekonferenz zu individuellen Fragen der Geschichte des Hauses und dem üblichen Ablauf der Konferenz auszutauschen.

Wir danken der Bundespressekonferenz e. V. im Namen der Freiwilligen im Unionhilfswerk sehr herzlich für die Möglichkeit der Teilnahme.

Weitere Veranstaltungen finden Sie auf unserer Internetseite.