Monthly Archives: Februar 2021

Etwas Gesundes für zwischendurch

In dieser Woche schien der Winter sich ganz schnell verabschieden zu wollen – da war wohl bei uns allen der Drang groß, so viel Zeit wie möglich an der frischen Luft zu verbringen. Gerade dann muss auch das Mittag- oder Abendessen schnell gehen. Gesunde Wraps sind dafür perfekt – nicht nur für das Picknick unterwegs sind sie schnell gemacht, sie lassen sich auch am Vorabend oder Morgen schnell für die Mittagspause vorbereiten. Die Zutaten sind dabei variabel und sorgen so für Abwechslung.

Wir stellen Ihnen heute eine vegetarische Variante vor.

 

Diese Zutaten brauchen Sie – wählen Sie die Mengen dabei ganz nach Ihrem Geschmack:

  • 1-2 Wraps (Weizen- oder Vollkorntortillas)
  • 1 Karotte
  • 1 Gurke
  • 50 bis 100 g Feta
  • Eine Hand voll Rucola oder Feldsalat – nach Geschmack
  • Etwas Kresse
  • Frischkäse, gern auch mit (frischen) Kräutern

TIPP: Variieren Sie hier gern. Im Grunde kann jedes Gemüse verwendet werden – ganz nach Geschmack oder je nachdem, was der Kühlschrank gerade hergibt. Auch Cherrytomaten, Paprika, Champignons oder Zucchini, kurz angebraten, schmecken super im Wrap.

 

Und so einfach geht’s:

Breiten Sie die Tortillas aus und bestreichen Sie diese mit Frischkäse. Schneiden Sie nun die Kresse (und andere Kräuter nach Geschmack) klein und geben sie auf den Käse.

Schälen und schneiden Sie die Karotten und Gurken in kleine Stifte. Wenn Sie nur Karotten nutzen, können Sie diese auch kleinraspeln. Würfeln Sie den Feta, waschen Sie den Salat und schneiden Sie ihn in mundgerechte Portionen.

Jetzt geht es schon ans Belegen des Wraps: Verteilen Sie das Gemüse und den Feta-Käse auf der Tortilla, wer mag kann die Zutaten zusätzlich mit einer Joghurtsauce bestreichen. Rollen Sie die Wraps nun möglichst eng auf. Fertig ist der Pausensnack!

Zum Transport wickeln Sie die Wraps nun in Papier oder besser noch in wiederverwendbares Bienenwachstuch und legen sie in eine Dose.

Übrigens: Wenn Sie Ihre Wraps ganz frisch essen wollen, nehmen Sie die Zutaten einfach vorbereitet mit zu Ihrem Arbeitsplatz. Im Pausenraum oder der Teeküche lassen sie sich dann schnell zubereiten. Wir wünschen viel Spaß beim Ausprobieren und guten Appetit!

 

Welche ist Ihre Lieblings-Wrap-Variante? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare.

Gemeinsam zu mehr GRÜN im UNIONHILFSWERK

Dass wir ein weltweites Kunststoffproblem mit dem Resultat von Mikroplastik in unserer Nahrungskette haben, wissen wir aus den Medien. Dass wir seit Jahrzehnten um Lösungen für den weltweiten Klimaschutz ringen, wissen wir auch. Dass Institutionen und Unternehmen zum Umdenken beitragen können, finden wir gut. Dass jeder seine eigenen Gewohnheiten im privaten und beruflichen Umfeld umstellen kann, ist klar – aber dann doch manchmal gar nicht so leicht, oder?

Wir sind auf einem guten Weg

Das Bewusstsein für Veränderungen hin zu einem nachhaltigeren Leben und Arbeiten im UNIONHILFSWERK ist vorhanden. Das zeigen uns die vielen kreativen Ideen, die Sie uns im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsaktion zugeschickt haben – bevor die Corona-Pandemie unsere volle Aufmerksamkeit in Anspruch nahm.

Sie erinnern sich: Wir hatten Sie nach Ihren Vorschlägen und Ideen für einen gesünderen und ökologischeren Arbeitsalltag gefragt – im Büro, in Ihrem Projekt oder in Ihrer Einrichtung. Die zahlreichen Rückmeldungen und tollen Ideen haben uns gezeigt, wie sehr vielen Kolleg*innen dieses Thema am Herzen liegt und von ihnen bereits aktiv gelebt wird. Die Vorschläge reichten von der Verwendung großer Taschentuchboxen aus Pappe anstelle kleiner Taschentuchpackungen aus Plastik, über die Umstellung auf moderne Lichttechnik, Stoßlüften anstelle von Dauerlüften, Verwendung von Tupperdosen oder Bienenwachstüchern statt Alufolie, bis hin zu Leitungswasserspendern anstelle von gekauftem Wasser in Plastikflaschen.

Die zarten Pflänzchen der Nachhaltigkeit im UNIONHILFSWERK

Die andauernden Corona-Bedingungen haben uns zwar in der Weiterentwicklung mancher Nachhaltigkeitsbestrebungen zurückgeworfen, doch es sind schon zarte Pflänzchen der Nachhaltigkeit im Unternehmensverbund zu sehen und spüren. Diese tragen bereits zu Kosteneinsparungen, zur Reduzierung von Müll und CO²-Emissionen sowie ressourcenschonendem Verhalten bei.

Der Bereich „Gebäudetechnik und Instandhaltung“ setzt auf mehr Grün

Seit 2019 wird der gesamte Unternehmensverbund mit Ökostrom versorgt und zudem schrittweise auf LED-Leuchtmittel umgestellt. Diese weisen eine positive Ökobilanz auf, weil sie bis zu 50 Prozent weniger Strom verbrauchen, viel länger halten, als andere Lampen und somit weniger Abfall produzieren. Die Dächer aller Pflegewohnheime werden dahingehend geprüft, ob sie sich für die Gewinnung von Solarenergie eignen. Das Wohnheim Wilmersdorf verabschiedete sich bereits in 2018 von der letzten Ölheizung im UNIONHILFSWERK. Ersetzt wurde diese durch eine moderne Gasheizung. Alternative Kfz-Antriebstechnologien werden aktuell für die ambulanten Pflegedienste unter die Lupe genommen, wobei bereits der erste VW e-up mit Elektromotor für die GTI ab März durch Berlins Straßen düst.

TIPP: Getreu dem Motto „Der Letzte macht das Licht aus!“ – Werfen Sie einen Blick zurück beim Verlassen des Personalraums und schalten Sie das Licht aus, um auch hier Strom zu sparen.

Mit Businessbike C0²- Emissionen reduzieren

Dieses Angebot soll die Mitarbeiter dazu motivieren, aufs Rad umzusteigen. In einigen Bereichen des Unternehmensverbundes können Mitarbeiter, die häufig mit dem Rad dienstlich unterwegs sind, schon jetzt von der Finanzierung eines „Businessbike“ profitieren. Die Ausweitung auf weitere Unternehmensbereiche ist geplant. Bei Interesse erkundigen Sie sich bei Ihren Ansprechpartnern in der Personalverwaltung. Lesen Sie hierzu auch unseren Blogartikel: „Aufs Rad gekommen: Per Drahtesel durch den Herbst“.

TIPP: Wer das Fahrrad nutzt, der sorgt für mehr saubere Luft – vor allem in einer Großstadt wie Berlin. Obendrein verbessert man nebenbei seine Ausdauer und stärkt sowohl das Herz-Kreislauf-System als auch das Immunsystem – ganz ohne Sportkurse!

„Dankeschön-Beutel“ und Obstbeutel zum Einkaufen nutzen statt Plastiktüten

Jede*r Mitarbeiter*in hat in der Zeit des Lock-downs im Frühjahr einen „Dankeschön-Beutel“ aus Baumwollstoff erhalten und mit der Einführung des neuen Intranets einen Beutel für den Obsteinkauf. Diese Beutel sind nicht nur praktisch, sondern auch wieder verwendbar und waschbar.

TIPP: Nutzen Sie diese beiden Helfer für Ihren kleinen Supermarkteinkauf in der Pause, um so auf Tüten zu verzichten. Hinterlegen Sie einen Beutel für sich und Ihre Kolleg*innen in der Personalküche bzw. im Pausenraum, so ist immer ein Beutel zur Hand.

Wasserspender reduzieren Plastikflaschen und CO² Emissionen

Bereits seit Januar 2019 zapfen sich die Mitarbeiter*innen und Bewohner*innen des Wohnheims Wilmersdorf frisches Trinkwasser aus Wasserspendern ab, die direkt an die Trinkwasserleitung angeschlossen sind. Sei es ins Glas oder die eigene Trinkflasche – die CO²-Bilanz der Einrichtungen hat sich dadurch verbessert, weil die regelmäßigen Getränkelieferungen durch Dieselfahrzeuge wegfallen und insgesamt weniger Pfandflaschen den aufwändigen Reinigungs- und Transportweg durchlaufen müssen. Auch das Wohnheim Treptow, alle Pflegewohnheime sowie die Hauptverwaltung haben bereits nachgezogen: Seit 2020 gibt es auch hier Wasserspender mit sehr positiver Resonanz  – die Entscheidung war die richtige und die Qualität überzeugt.

TIPP: Wussten Sie, dass der Gehalt an Mineralien – vor allem an Magnesium – im Berliner Leitungswasser so hoch und ausgewogen ist, dass das Leitungswasser teilweise gesünder ist als viele getestete Flaschenwasser? Für Trinkwasser aus der Leitung muss 1.000 mal weniger Energie aufgewendet werden, als für Flaschenwasser. Damit können 100.000 Tonnen CO2-Emissionen jährlich vermieden werden. Und: Das Trinkwasser aus der Leitung ist als regionales Produkt auch unter ökologischen Gesichtspunkten unschlagbar. Während andere Wassersorten in Flaschen abgefüllt, mehrfach hin- und hergefahren oder gar aus exotischen Ländern importiert werden, fließt das Berliner Wasser immer frisch und kühl direkt aus dem Hahn!

Weniger Umweltverschmutzung durch umweltfreundliche Reinigungsprodukte

Um die Sauberkeit der Büroräume unter anderem in der Hauptverwaltung kümmern sich unsere fleißigen Kolleg*innen der USE. Die verwendeten Reinigungsmittel sind dabei mit dem EU Ecolabel gekennzeichnet und somit besonders umweltverträglich.

TIPP: Um die Büroküche oder die Wohnung sauber zu halten, brauchen Sie keine Spezial- oder Desinfektionsmittel. Aggressive Reinigungsmittel schaden der Umwelt und der Gesundheit. Benutzen Sie stattdessen einfache Reinigungsmittel wie neutrale Allzweckreiniger, Scheuerpulver, Essigreiniger, Zitronensäure oder Handspülmittel.

Digitalisierungsprojekte statt Papierberge

In unserem Blogartikel „Digitalisierung im UNIONHILFSWERK – aktuell besonders wichtig!“ informierten wir Sie ausführlich über den Stand der Projekte: Content Management Systeme und digitale Unterschriften reduzieren bereits deutlich den Papierverbrauch und weitere Projekte rund um die Dokumentenerstellung, -bearbeitung und –ablage werden folgen.

TIPP: Nutzen Sie digitale To-do-Listen z.B. ganz einfach in einem Word-Dokument oder dem Outlook-Kalender anstelle von Papierzetteln oder -kalendern. Scannen Sie Dokumente ein und legen diese auf dem Server ab, statt diese in einem Pappordner abzulegen!

Besprechungen ohne Plastik und Verschwendung

Der Konferenzservice der Hauptverwaltung sowie viele andere Einrichtungen verzichten bei ihren Meetings bereits auf die gewohnten kleinen Kaffeesahnetöpfchen und verwenden stattdessen Kaffeesahne in Kännchen. Wasser in Plastikflaschen wurden durch frisches Leitungswasser in Karaffen ersetzt und statt vorgekochtem Tee wird heißes Wasser und Teebeutel angeboten.

TIPP: Versenden Sie Unterlagen für die Teilnehmer vor dem Meeting per E-Mail. So kann jederzeit darauf zugegriffen und jede Menge Papier gespart werden.

To-go-Becher für weniger Plastikmüll

Wenn Sie an unserer Nachhaltigkeitsaktion teilgenommen haben, dann besitzen Sie bereits einen „UNIONHILFSWERK-To-go-Becher“. Wiederverwendbar und auslaufsicher ist er der ideale „Wegbegleiter“ für den Guten-Morgen-Tee oder Muntermacher-Kaffee auf Ihrem Arbeitsweg und die Einwegbecher beim Bäcker oder Café sind passé.

TIPP: Lassen Sie Ihren eigenen To-go-Becher im Café oder beim Bäcker direkt mit Ihrem Lieblingskaffee befüllen. Viele Anbieter gewähren Ihnen sogar einen Rabatt dafür. Als Werbeartikel führen wir den Becher für 5,-€ in unserem Werbemittel-Sortiment.

Es summt am Nordufer

Bienen sind unverzichtbar für das Funktionieren von Ökosystemen. Doch seit Jahren beobachtet man ein weltweites Bienensterben. Dem wollen engagierte Mitarbeiter*innen und Bewohner*innen im Wohnheim Nordufer in einem Bienenprojekt entgegenwirken. 2018 wurde das Projekt ins Leben gerufen, eine Blumenwiese angelegt und von einem externen Bienenprofi beraten. Erster Honig konnte letztes Jahr verkostet werden. Aktuell existiert ein Bienenstock, den interessierte Bewohner*innen versorgen, aber ein zweiter ist bereits in Planung.

TIPP: Zum Schutz der heimischen Bienen säen Sie doch etwas Blühendes im Garten Ihrer Einrichtung oder im Balkonkasten zu Hause und wählen Sie Honig aus der Region. Waschen Sie am besten Honiggläser vor dem Entsorgen im Geschirrspüler gründlich aus, um so durch Honigreste für Bienen tödliche Krankheiten wie die amerikanische Faulbrut in unserer Region nicht zu verbreiten.

Aus alt mach neu

Die „Upcycling-Gruppe“ der Beschäftigungstagesstätte Treptow zaubert seit ca. fünf Jahren aus veraltetem Briefpapier oder alten Kalendern Notizblöcke in verschiedenen Formaten. Die meist farbenfrohen Blöcke schmücken Deckblätter aus alten Probedrucken und Kunstwerken aus dem Atelier der Einrichtung. Alte Lieferkartons bilden dabei die Grundlage für die Rückwände. Verkauft werden die bunten Blöcke bspw. auf dem Rixdorfer Weihnachtsmarkt oder anderen Kiezmärkten. Aber auch Bedürftige Menschen erfreuen sich an den Blöcken, die kostenfrei bspw. über den KARUNA e.V. und den Wildwasser e.V. an sie verteilt werden.

TIPP: Geben Sie uns Bescheid, bevor Sie Altpapier entsorgen – wir vermitteln gern an die Beschäftigungsstätte weiter. Oder starten Sie Ihr eigenes Projekt – das Internet verrät viele tolle Ideen dazu.

 

Lassen Sie sich von diesen Beispielen inspirieren und garantiert finden Sie Möglichkeiten, auch Ihren Arbeitsalltag nachhaltiger zu gestalten. Dafür haben wir Ihnen einfach umsetzbare Tipps als Infoposter zusammengestellt. Schreiben Sie uns und teilen Sie Ihre Ideen mit Ihren Kolleg*innen.

Darüber hinaus sind wir uns einig, dass das Thema Nachhaltigkeit wichtig ist und wollen in unserem Unternehmensverbund gemeinsam möglichst viel dafür tun. Neben den Aspekten, die wir in diesem Artikel zusammengetragen haben, werden viele weitere kleine und große Schritte für mehr Nachhaltigkeit geplant, besprochen und umgesetzt. Wir informieren Sie dazu gern regelmäßig und freuen uns über Ihre Kommentare.

 

Weiterlesen:
Berliner Wasserqualität
EU-Ecolabel

Den Blick in die richtige Richtung, nämlich nach vorne, richten

Kennen Sie das auch? Sie eröffnen ein Gespräch mit der Standardformel „Wie geht es Ihnen?“, routiniert, vielleicht nicht mit voller Aufmerksamkeit bei Ihrem Gegenüber? Und dann kommt eine Reaktion, die Sie aufhorchen lässt, die Sie voll und ganz in den Dialog einsteigen lässt, weil Ihr Gegenüber und seine*ihre Worte Sie tief im Herzen erreichen? Ich persönlich genieße diese Momente sehr, führen sie mich doch dahin, wo meiner Meinung nach der Kern einer jeden Begegnung liegen sollte: uns für den Moment einander zuzuwenden, uns zu interessieren und in einen echten Dialog zu treten.

Aktuell führt die Frage nach dem Befinden vollautomatisch zum Thema Corona. Das macht für mich das Erreichen des beschriebenen „magischen Momentes“ schwer, habe ich doch – wie viele andere – eine gewisse Abgeklärtheit und einen Zustand des Genervtseins erreicht.

Kürzlich hatte ich eines dieser vielen dienstlichen Telefonate; Nummer wählen, in Gedanken schon zur Hälfte beim nächsten Punkt der To-Do-Liste, Begrüßung, Frage nach dem Befinden, magischer Moment: Der Kollege zog mich mit seiner Antwort in seinen Bann. Und das mit dem Thema Corona.

Lebensbejahend und optimistisch, den Blick hoffnungsvoll nach vorn gerichtet

Lange hatte ich nicht mehr eine so gefestigte, in sich ruhende, lebensbejahende, optimistische Antwort gehört. Wir tauschten uns über unsere persönlichen „Bewältigungsstrategien“ aus und mussten lachen, als wir sehr viele Parallelen feststellten.
Wir beide brauchen Ankerpunkte und haben uns ebensolche geschaffen.
An einem prägnanten Beispiel lassen wir Sie gern teilhaben: im vergangenen Jahr hatte der Kollege einer guten Freundin Tickets für ein Roland Kaiser Konzert in Dresden geschenkt. Das Konzert wurde abgesagt, wie so vieles. Er allerdings entschied sich bewusst gegen die Erstattung, sondern bat beim Veranstalter um die Tickets für das Konzert 2021. Das ist jetzt für ihn der Ausblick: im Herbst wird er seine Freundin in Dresden zum besagten Konzert begleiten. Dabei kann er mit Roland Kaiser rein gar nichts anfangen.

Bei mir zuhause hängen seit Dezember 2020 zwei Tickets für das Musical „Die Eiskönigin“ für August 2021 in Hamburg. Als Mutter einer fünfjährigen Tochter bin ich kurz davor, auf „Die Eiskönigin“ allergische Reaktionen zu zeigen. Und mit Musicals kann ich kaum etwas anfangen. Dennoch freue ich mich jeden Tag beim Anblick der Tickets. Eine Woche vor der Einschulung werden mein Kind und ich einen aufregenden Mama-Kind-Trip nach Hamburg machen.

Weil mehr denn je gilt „Vorfreude ist die schönste Freude“

Die Pessimisten unter uns kommentieren einen solchen Kauf erwartungsgemäß: „Das ist doch bescheuert, Tickets mitten in der Pandemie zu kaufen, wenn das Stage Theater Hamburg in die Insolvenz geht, siehst du dieses Geld nicht wieder“ und so weiter. Wenn Ihr Pessimisten wüsstet, wie viel mehr Wert diese Tickets für mich und so viele von uns haben: sie geben Ausblick, Hoffnung, helfen, den Blick in die richtige Richtung, nämlich nach vorn, zu richten. Und sie zaubern ein Lächeln auf unsere Gesichter. Jeden Tag.

Ich würde übrigens liebend gern die Freundin meines Kollegen nach Dresden zu Roland Kaiser begleiten. Aber ein Tickettausch kam für ihn dann doch nicht infrage.

„Wie Ideen im Kopf schnell real werden“: Neue Arbeit – mit guten Konzepten zum Marktführer

Zu den frühen Projekten der Neuen Arbeit zählten die gemeinnützige Fahrradwerkstatt und die darauffolgende Textilbörse „Schatzkammer“ – beides Angebote für bedürftige Menschen, die bis heute nicht nur in Kleinmachnow, sondern auch über die Region hinaus einen sehr guten Ruf genießen. Die „Schatzkammer“ wird in Kooperation mit dem Unionhilfswerk Landesverband Brandenburg e.V. und der Gemeinde Kleinmachnow geführt. Die Gewerke dienen als Einsatzstellen für sogenannte Arbeitsgelegenheiten mit einer Mehraufwandsentschädigung (AGH-MAE) und sollen die Teilnehmenden stabilisieren und unterstützen. Da in dem gut betuchten Vorort Berlins aber schon seit Jahren nahezu Vollbeschäftigung herrscht, war dies von Beginn an kein leichtes Unterfangen. Ein Grund mehr, um das Angebot auf Potsdam auszuweiten.

Innovativ und erfolgreich

Auch hier ist das elfköpfige Team um den Diplom-Sozialwissenschaftler Neels Wirringa mit viel Erfolg unterwegs. Mit anfänglichen Maßnahmen zum Biberschutz, zur Biotop-Pflege oder zum Tierschutz überzeugte die Neue Arbeit die Stadt Potsdam. Denn durch sie bekommen Menschen mit multiplen Vermittlungshemmnissen nicht nur eine reelle Chance der sozialen Teilhabe sondern tatsächlich auch eine sinnvolle Aufgabe – wovon wiederum die Parks und damit die Bürger profitieren.

Neels Wirringa schätzt die Zusammenarbeit mit dem Jobcenter der Stadt Potsdam: „Die Maßnahmen werden in einem Konzeptwettbewerb vergeben und Innovation wird geschätzt.“ Und dass auch unter erschwerten Corona-Bedingungen: Die Neue Arbeit hat den positiven Bescheid für sieben eingereichte Maßnahmen für 2021/22 erhalten. Mit attraktiven und durchdachten Angeboten wie „Klimaschutz und gesunde Ernährung im Quartier“, „Die essbare Stadt“, „Willkommen in Deutschland“ oder das „Repair Café“ überzeugte das Team das Jobcenter und wurde zum Marktführer auf diesem Gebiet.

Die „Essbare Stadt“ ist zum Beispiel ein Projekt, das die Biodiversität und die soziale Gemeinschaft in der Stadt fördert. Mitten in der Stadt gegenüber dem Obelisken in der Potsdamer Schopenhauer Straße bauen zehn langzeitarbeitslose Menschen gemeinsam mit Freiwilligen Gemüse an.  Hier wachsen Gurken, Tomaten, Zwiebeln, Möhren, Salate, Kräuter und Blumen – sehr zur Freude der Menschen und Bienen.

Ein Ziel: Integration von Geflüchteten

Seit 2015 entwickelt die Neue Arbeit individuelle Coachings, die auch gerne von geflüchteten Menschen genutzt werden. Während es bei langzeitarbeitslosen Menschen viel um Motivation und Struktur geht, benötigen geflüchtete Menschen Unterstützung in anderer Form, so Wirringa. Durch Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheine kann das Team Familien oder Bedarfsgemeinschaften individuell unterstützen – zum Beispiel beim Übersetzen und Anerkennen von Zeugnissen, dem Schreiben von Bewerbungen und der Jobsuche – ein wichtiger Schritt in Richtung Integration.

Aber auch deutsche Teilnehmende können von dem individuellen Coaching profitieren. So werden die Teilnehmenden in einer Gruppenmaßnahme stabilisiert, über einen Akivierungs- und Vermittlungsgutschein sensibilisiert und über das Bewerbungscoaching in den Arbeitsmarkt integriert.

Auch wenn er bei jeder Ausschreibung um den Zuschlag bangen muss, mag der geborene Ostfriese seinen Job sehr: „Es ist immer wieder toll zu sehen, dass die Idee, die ich im Kopf hatte sehr schnell real werden kann.“