Monthly Archives: Dezember 2025

Winterliches Berlin in „urjemütlich“

Zu jeder Jahreszeit schön: der Tiergarten

Vom Potsdamer Platz bis zum Regierungsviertel, vom Brandenburger Tor bis zum Zoo reicht die wunderschöne Parkanlage auf üppigen drei Kilometern Länge. Im Winter entfaltet der Tiergarten noch einmal eine ganz andere Faszination zwischen frostweißen oder verschneiten Wiesen, Bäumen und Teichen bis hin zu den überall verstreuten Denkmälern aus vergangenen Zeiten.

Die langen Alleen, kahlen Äste und gefrorene Wasserflächen bieten eine stille, fast skurrile Schönheit. Dick eingemummelt kann man die klare Luft genießen und die Stadt von der Ferne betrachten – auch wenn man mittendrin ist.

Das Schönste am Winter: Das gemütliche Einkehren nach dem Spaziergang. Hier ist ein Besuch im altehrwürdigen Zollpackhof in Tiergarten empfohlen.

Der Kronleuchter an der Decke funkelt einladend und in der Mitte des großzügig eingerichteten Raumes knistert der Kamin. Der Zollpackhof bietet im Winter einen besonderen Spaß: Eisstockschießen in rustikalem Ambiente. Es geht dabei um Wintersport-Atmosphäre unter freiem Himmel mit dampfendem Getränk in der Hand und Spaß in Familie oder mit Freunden. Die Sieger stehen bei diesem Event vorher fest: Alle!

Mit dem Boot über die Spree

Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass Berlin vom Wasser aus nochmal einen ganz besonderen Charme versprüht. Im Sommer hat das wohl schon jeder erlebt, aber im Winter? Ja, gerade im Winter! Festlich geschmückt, warm geheizt und mit Glühweinduft schippert das Boot gemächlich über die Spree und lässt die illuminierte Hauptstadt vorbeiziehen. Das weit über die Weihnachtszeit hinaus – bis Ende Februar lässt sich dieses besondere Spektakel auf einem liebevoll gestalteten Winterfloß genießen. Ahoi auf der schwimmenden Winterhütte!

Übrigens: Falls Sie nicht seefest und gegen Wellengang allergisch sind – auf Light Safari gehen können Sie durchs romantisch beleuchtete Berlin auch in aller Ruhe per Bus. Touren haben diverse Anbieter im winterlichen Programm. In der besinnlichen Zeit natürlich auch gut zu nutzen zum obligatorischen Weihnachtsmarkt-Hopping.

Aber: Wenn Sie vom Wasser nicht genug bekommen, gönnen Sie sich doch einen heißen Winter-Genuss auf einem Saunafloß. Lassen Sie den Alltag draußen, ziehen die Tür zu und schwitzen sich den Alltag von der Seele. Zur Abkühlung geht es von der holzbeheizten schwimmenden Sauna direkt in die Spree oder den Müggelsee – je nachdem wo der Saunaofen angeheizt wird.

Rein in die Schlittschuhe

Ins Schwitzen kommt man auch beim Pirouettendrehen: Perfekt für die kalten Wintertage in Berlin ist eine Schlittschuhfahrt, zum Beispiel wetterfest und überdacht bei Zenner in Treptow, wo sich der Biergarten in einen idyllischen Wintergarten verwandelt – mit Spreeblick.

Sehr prominent gelegen ist auch die Eisbahn am Neptunbrunnen auf dem Alexanderplatz. Die Bahn punktet mit beeindruckender Beleuchtung abends. (Foto auf Link vistBerlin)

Perfekt für die ganze Familie ist die Eisbahn Lankwitz mit Eisdom, Feuerhütte und Eisdisko.

Blick in den Winterhimmel

Nach dem Berliner Motto „Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da“ empfiehlt sich zum Abschluss ein Besuch in der Archenhold-Sternwarte im Treptower Park zum Winterhimmel-Beobachten: klar und magisch. Staunen Sie, was der Nachthimmel über Berlin zu bieten hat, wenn Sie mit dem »Cassegrain-Spiegelteleskop« tief in den Kosmos schauen. Kommen Sie Planeten und dem Mond ganz nah in der größten und ältesten Volkssternwarte Deutschlands.

So geht tief in der Nacht ein perfekter Wintertag zu Ende mit einer Mischung aus Stadtromantik, Wärmequellen und kalter Frische. Kommen Sie gut durch die kalte Jahreszeit!

 

Infos

Zollpackhof: Elisabeth-Abegg-Straße 1, 10557 Berlin-Tiergarten | Täglich 12 bis 23 Uhr

Winter-Schifffahrten: hauptstadtfloss.de | 030 /55 49 41 20 | Mo-Fr  09 bis 15 Uhr

Sauna-Floß: Saunaboot SpreeBanja, Müggelseedamm 70, 12587 Berlin | 0177 / 3 77 71 83 oder 0160 / 95 1 0 79 61

oder auch Finnfloat Saunafloß | Müggelseedamm 237, 12587 Berlin

Eisbahn Zenner: Alt-Treptow 15, 12435 Berlin-Treptow | Eislaufen und Eisstockschießen | Leihschuhe stehen in vielen Größen zur Verfügung (Leihgebühr: 5 € pro Slot)

Eisbahn Lankwitz: Leonorenstraße 37, 12247 Berlin-Lankwitz | 030 / 77 32 89 05

Archenhold-Sternwarte: Alt-Treptow 1, 12435 Berlin-Treptow |  030 / 42 18 45 10

 

 

„Die USE war mein Sechser im Lotto“

Mit 44 Jahren nochmal die Schulbank drücken – diese Vorstellung war für die gebürtige Wienerin ohne Berufsschulabschluss, die bereits seit 25 Jahren in Berlin lebt, zunächst undenkbar. Nach einer schweren persönlichen Zeit bestimmten Ängste und Selbstzweifel ihr Leben. Es folgte ein viermonatiger Aufenthalt in der Tagesklinik.

Brücke ins Berufsleben

Besonders für psychisch erkrankte Menschen ist Arbeit wichtig, weil sie stabilisiert. Aus diesem Grund wurde ihr in der Tagesklinik im Rahmen der Ambulanten Arbeitstherapie ein Platz in der Küche der USE im Abgeordnetenhaus vorgeschlagen.

Dort gefiel es Gabriele Püpke so gut, dass aus den anfänglichen drei Stunden Arbeit pro Tag schnell mehr wurden. Auch Christian Franklin, USE-Geschäftsbereichsleiter Gastronomie und damaliger Küchenchef, erinnert sich gern an diese Zeit: „Die persönliche Bindung und das Vertrauen waren der Schlüssel zu ihr. Aufgrund vieler negativer Erfahrungen war sie anfänglich sehr unsicher, hat bei uns aber erkannt, dass nicht alle Menschen schlecht sind und hat durch die erworbene Sicherheit eine tolle Entwicklung genommen.“

Ihr Wissensdurst und der Zuspruch von außen ließen in ihr den Wunsch wachsen, eine Ausbildung zur Köchin zu beginnen und ein Jahr nach dem Beginn der Arbeitstherapie sollte dieser nichts mehr im Weg stehen. Auch ihr (damaliger) Ausbilder Ronny Witschorke glaubte fest an sie:

„Frau Püpke war von Anfang an voller Tatendrang, Ehrgeiz und unerschütterlicher Neugier. Schon damals spürte ich, wie leidenschaftlich sie ihre Arbeit anging.“

„Ich habe mein Leben jetzt wieder voll im Griff“

Mit viel Disziplin und Unterstützung durch das Küchenteam der USE schloss Gabriele Püpke in diesem Januar die Ausbildung zur Köchin erfolgreich ab. „Es ist unglaublich, was sie in den letzten Jahren erreicht hat, sie kann sehr zufrieden auf ihren Weg blicken. Ich bin fest davon überzeugt, dass sie diesen mit Leidenschaft und Hingabe fortführen wird“, sagt Witschorke voller Stolz.

Dass sie die Ausbildung bestanden hat, kann Gabriele Püpke immer noch nicht recht glauben: „Trotz großer Ängste im Vorfeld habe ich meinen MSA-Abschluss mit einem Notendurchschnitt von 1,8 geschafft, meine Ausbildung in der Tasche und mein Traum, im Abgeordnetenhaus zu arbeiten, hat sich erfüllt.“ Dabei macht ihr die Arbeit mit den Beschäftigten besonders viel Spaß.

Ein Blick in die Zukunft

Auf die Frage, was ihr Wunsch für die Zukunft ist, antwortet sie ohne Zögern: die SPZ machen! Dabei handelt es sich um eine Sonderpädagogische Zusatzausbildung für Fachkräfte in Werkstätten für behinderte Menschen, die bereits vorhandene berufliche Qualifikationen um notwendige arbeitspädagogische Fähigkeiten ergänzt.

Freiwillig begleiten bis zum letzten Atemzug

Wenn Helga Smolka durch die Gänge des Berliner Pflegeheims „Dr. Günter Hesse“ läuft, ist sie schon von weitem zu hören. „Ich werde auch ‚Klack-Klack‘ genannt, weil ich fast immer kleine Absätze trage“, sagt sie lachend. Helga Smolka versprüht Elan und gute Laune. Fast jeden Tag kümmert sie sich um die Sorgen und Nöte der Bewohnerinnen und Bewohner.

Helga Smolka läuft durch den hellen Eingangsbereich des Heimes und zeigt auf einen Servierwagen, auf dem immer Kaffee, Tee und ein paar Kekse stehen. „Man muss doch Atmosphäre schaffen“, Helga Smolka hat dieses Angebot eingeführt. Es sind Kleinigkeiten, die Behaglichkeit erzeugen und den Unterschied machen. Die agile 72-Jährige hat einen Blick dafür.

Schon als Kind Pflege kennengelernt

Im Aufenthaltsraum begrüßt sie Herrn Simon, der in den sommerlichen Garten schaut. Dann hat sie ein paar nette Worte für eine andere Heimbewohnerin, die schon auf das Mittagessen wartet. Nebenbei schaut sie sich prüfend um, ob alles in Ordnung ist. Denn seit rund zwei Jahren vertritt Smolka als gewählte Heimfürsprecherin die Interessen der Bewohner. Der Grund für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement ist so einfach wie überzeugend: „Ich selbst hatte viel Glück im Leben. Da kann ich doch was zurückgeben“, sagt die gebürtige Schwerinerin.

Helga Smolka hat Säuglings- und Kinderkrankenschwester gelernt und sich später zur Wirtschaftskauffrau weiterbilden lassen. Den Kontakt zur Pflege hatte sie durch eigenes Erleben: Schon als Kind im Alter von 12 Jahren übernahm sie Verantwortung und half bei der Pflege der Großeltern, später pflegte sie die eigene Mutter und ihren Ehemann, der 2010 starb. „Ich hatte aber schon immer einen Draht zu älteren Menschen“, sagt die langjährig Engagierte. Deshalb war es für sie im Ruhestand auch keine Option, nur zu Hause zu sitzen.

Weiterbildung zur Lebens- und Sterbebegleiterin

Es folgten Weiterbildungen, beispielsweise über den Umgang mit demenziell Erkrankten, und eine Ausbildung als Lebens- und Sterbebegleiterin. „Ich habe viel gelernt – und verstehe den Tod besser“, sagt sie rückblickend. In dem Pankower Seniorenheim begleitet sie seit 2022 Sterbende und bereitet ihnen einen liebevollen Abschied. Wichtig sei, dass die Menschen spürten, sie sind nicht allein, sagt Helga Smolka. Dann setzt sie sich ans Bett, liest aus einem Buch vor oder stellt schöne Musik an. Etwa 20 Menschen hat sie in den vergangenen drei Jahren in der allerletzten Lebensphase begleitet.

Begeistert erzählt sie auch von den vielen Festen, die hier im Pflegewohnheim gefeiert werden – zu Weihnachten, zu Ostern oder im Sommer. „Dann wird die Terrasse für alle zur Tanzfläche, egal ob mit Rollator oder im Rollstuhl. Wir haben wirklich viel Spaß hier“, sagt sie fröhlich. Ein Höhepunkt für alle Bewohnerinnen und Bewohner sei auch immer das gemeinsame Singen mit einem Akkordeonspieler, der regelmäßig zu Besuch kommt. „Viele können die alten Volkslieder von der ersten bis zur letzten Strophe mitsingen“, sagt Helga Smolka anerkennend. „Das verwundert mich immer wieder.“

Gutes im Quadrat: Freiwilligeneinsatz stärkt die Kältehilfe des Unionhilfswerks

Und was passiert, wenn man zwei gemeinnützige Gesellschaften zusammen anpacken lässt? Ganz einfach: Gutes im Quadrat! So gesehen und bewiesen Ende November 2025, kurz vor dem Startschuss der Kältehilfe des Unionhilfswerks. Diese ist seit dem 1. Dezember geöffnet – es galt noch allerlei dafür vorzubereiten…

 

Start der Kältehilfe 2025: Freiwillige helfen bei den Vorbereitungen

27. November 2025: In vier Tagen soll das Unionhilfswerk bis zu 150 wohnungslosen Menschen die Türen seiner Notunterkunft öffnen. Das bedeutet viel Arbeit und Vorbereitung für Leitung Janine Georgi und Projektkoordinator Pablo Sachsenweger. Bei schönstem Sonnenschein und eisiger Kälte steht deshalb schon am frühen Morgen ein Freiwilligenteam der Gesellschaft für Stadtentwicklung gGmbH vor den Türen der Einrichtung am Goslarer Platz in Charlottenburg – voll bepackt mit gesammelten Kleiderspenden. Diese werden auch dringend benötigt, um die Kleiderkammer der Einrichtung aufzubauen und die bereits vorhandenen Bestände zu ergänzen. Noch ein paar zusätzliche Regale aufgebaut und dann heißt es: Musik an, legen, ordnen, aussortieren.

 

Barrierefreie Notunterkunft: Besondere Unterstützung für mobilitätseingeschränkte Gäste

Währenddessen werden auf den insgesamt vier Etagen emsig Feldbetten aufgebaut: In den oberen Stockwerken vor allem für Männer, die mit etwa 80% zur größten geschlechterspezifischen Gruppe unter den obdachlosen Menschen zählen (unter den Wohnungslosen ist der Anteil deutlich geringer). Zudem bietet die Einrichtung separate Räume für Frauen und Familien und im Untergeschoss – dies eine Besonderheit in Berlin – Schlafplätze für mobilitätseingeschränkte Menschen, barrierefrei erreichbar über einen gesonderten Eingang.

Die Freiwilligen sind sichtlich motiviert und wissen um den Wert ihrer Unterstützung, denn die Nähe zu den eigenen Arbeitsinhalten ist groß. Geschäftsführer Philipp Strohm findet schöne Worte für diesen besonderen Einsatz: „Sonst sind wir als Treuhänder Berlins damit beschäftigt, besondere Bedarfsgruppen, davon auch viele wohnungs- und obdachlose Menschen, unterzubringen, und haben auch selbst Räume, die wir der Kältehilfe zur Verfügung stellen. Und da ist es für mich und für die Kolleg*innen ein total schöner Eindruck, hier heute mal anpacken zu dürfen.“

 

Abends bis morgens im Einsatz: Freiwillige tragen die Kältehilfe durch den Winter

Die Kältehilfe endet im April – und wird bis dahin von weiteren Freiwilligen getragen, die jeden Abend von 19:30 bis 22:30 Uhr dabei helfen, Menschen aufzunehmen, die sonst bei winterlichen Temperaturen im Freien übernachten müssen. Sie bekommen ein Lager, eine warme Mahlzeit, Duschmöglichkeiten und bei Bedarf neue Kleidung. Um 8 Uhr morgens ist Schluss und die Gäste verlassen das ehemalige Bürogebäude bis zum Abend.

 

Kleiderspenden sortieren und Räume einrichten: Ein Einsatz mit Wirkung

Für das Team der GSE ist der Einsatz erst am Nachmittag beendet. Ergebnis: Eine ordentliche, gut gefüllte Kleiderkammer, 1 funktionaler Erste-Hilfe-Raum, 150 Schlafplätze und ein Raum zur Aufbewahrung persönlicher Habseligkeiten während der Nacht. Danke, liebe Freiwillige der GSE – Euer Einsatz hat nicht nur die Kältehilfe unterstützt, sondern auch die gemeinnützige Community gestärkt. Im Doppelpack ist man eben stark hoch².

 

Social Days im Unionhilfswerk – hier gibt es weitere Informationen.

Es weihnachtet im Unionhilfswerk

Lichter und Gesang im Dienstleistungs.Campus

Inzwischen eine liebgewonnene Tradition: Auch in diesem Jahr wurde es in unserem Dienstleistungs.Campus Ende November besonders stimmungsvoll.

Kinder aus zwei unserer Kitas waren zu Besuch, um den großen Weihnachtsbaum im Foyer festlich zu schmücken. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kamen zu diesem Anlass zusammen, sangen Weihnachtslieder und verwandelten das Foyer in einen Ort voller Vorfreude und Weihnachtszauber.

Während die Kinder mit großer Begeisterung ihre selbst gestalteten Anhänger anbrachten, nutzten Kolleginnen und Kollegen die Gelegenheit für einen Plausch bei Glühwein, Punsch und Gebäck.
Der Weihnachtsbasar unserer Zuverdienstwerkstatt bot die Gelegenheit, liebevoll hergestellte Weihnachtsgeschenke für Familie und Freund*innen zu entdecken. Von handgefertigten Holzfiguren über praktische Küchenutensilien bis hin zu hochwertigen Taschen – die Auswahl war groß.

Ein herzlicher Dank gilt an dieser Stelle den Teams des Fachbereichs Kindertagesstätten sowie den Kolleg*innen der Zuverdienstwerkstatt. Sie alle tragen dazu bei, dass solch schöne Momente möglich werden.

 

Die Kinder sangen auch mit den Bewohner*innen des benachbarten Pflegewohnheims

Nach dem Schmücken des Baumes zogen die Kinder weiter in unser Pflegewohnheim „Am Kreuzberg“. Dort sangen sie gemeinsam mit den älteren Bewohnerinnen und Bewohnern Weihnachtslieder – ein berührender Moment, der den Menschen im Haus große Freude bereitete und die Generationen auf besondere Weise miteinander verband.

Nur wenige Tage später, am 1. Adventssonntag, setzte sich die festliche Atmosphäre im Pflegewohnheim „Am Kreuzberg“ fort. Ein stimmungsvoller Adventsmarkt brachte Bewohner*innen, Nachbar*innen und Gäste zusammen.

 

Bald nun ist Weihnachtszeit….

Mit Lichterglanz, Adventsliedern vom Leierkastenmann und köstlichen Waffel-, Bratwurst- und Glühweindüften öffnete sich das Pflegewohnheim „Am Kreuzberg“ für die Nachbarschaft und weit darüber hinaus! Der Garten vor dem Haus hatte sich in einen stimmungsvollen Adventsmarkt verwandelt und neugierig gewordene Besucher*innen schlenderten an den Ständen mit handgefertigten Textilien, Adventsgestecken, Origamischmuck und Angeboten zum Selbermachen bei Jutedruck oder Filzen entlang.

Zum Aufwärmen und für abwechslungsreichen Musikgenuss trafen sich Jung und Alt im Veranstaltungssaal des Pflegewohnheims. Weihnachtliche und klassische Instrumentalmelodien, Chormusiken des Koala- und des Ways-Choirs zogen immer wieder neue Gäste und Bewohner*innen und deren Angehörige in den gut gefüllten Raum.

 

Wenn der Weihnachtsmann mit der Rikscha unterwegs ist…

Auch der Weihnachtsmann war vor Ort – aus seinem großen Sack gab es Mandarinen für die Kleinen – und das eine oder andere Kind bedankte sich tatsächlich mit einem kleinen Reim oder gar Gedicht. Mangels winterlicher Temperaturen und Schnee drehte der Weihnachtsmann eine Runde in der Rikscha – ein überraschender Anblick, der ebenfalls neugierig gewordene Besucher*innen anlockte.

Der mit sehr viel Liebe und Einfallsreichtum gestaltete Markt bildete einen weiteren zauberhaften Start in die Adventszeit. Die einsetzende Dunkelheit machte das mit vielen Lichtern geschmückte Gelände noch festlicher. Am Ende war das engagierte Team rund um den Einrichtungsleiter Sebastian Merkel erschöpft aber froh über diesen sehr gelungenen Adventsauftakt!

 

Wintermuckel – ein Fest für die Nachbarschaft

Ende November fand auf dem Mehringplatz die Wintermuckel statt, ein weihnachtliches Fest, das mit seinen vielen Ständen und Lichtern zeigt, was der Mehringplatz ist:  Ein Ort mit einer engagierten Nachbarschaft, die ihren Kiez mag und sich um ihn kümmert. Unser Stadtteilzentrum F1 ist Teil dieser Nachbarschaft, die sich bei der Wintermuckel voller Positivität und Engagement zeigte – im klaren Kontrast zu den vielfältigen Problemen dort, wie Vermüllung, Vereinsamung oder auch Drogenkriminalität.

An den weihnachtlich geschmückten Ständen kamen Nachbar*innen ins Gespräch oder sangen und tanzten gemeinsam zu den Klängen des Nachbarschaftschors. Dieses Fest wurde organisiert von der GewoBag, dem Quartiermanagement am Mehringplatz und unserem Stadtteilzentrum F1. Die Wintermuckel hat mit vielen tollen Aktionen von den  NetzwerkpartnerInnen, wie der Mittelpunktbibliothek Kreuzberg, KiezInklusiv Leben, outreach Kreuzberg und vor allem den tollen Anwohner*innen den Mehringplatz zum Leuchten gebracht.

 

Empfehlung: Rixdorfer Weihnachtsmarkt

Wer nach diesen stimmungsvollen Momenten noch weiter in weihnachtliche Atmosphäre eintauchen möchte, dem sei ein Besuch des Alt-Rixdorfer Weihnachtsmarktes empfohlen. Auch in diesem Jahr ist das Unionhilfswerk dort wieder zahlreich vertreten: Neben unseren beiden Beschäftigungstagesstätten und der Zuverdienstwerkstatt präsentieren viele Gewerke der Union Soziale Einrichtungen (USE) ihre handgefertigten Produkte – darunter die Tischlerei, die Gastronomie, die Töpferei und Schneiderei. Zudem ist auch die Zentrale Anlaufstelle Hospiz vor Ort und informiert über ihre wertvolle Arbeit.

Ein kurzer Abstecher lohnt sich – für schöne Geschenkideen, gute Gespräche und noch mehr weihnachtlichen Zauber.

Wann?
Freitag, 5.12. | 17–21 Uhr
Sonnabend, 6.12. | 14–21 Uhr
Sonntag, 7.12. | 14–20 Uhr

Wo?
Richardplatz, 12055 Berlin (Neukölln-Nord)

 

Ein Blick auf die Advents- und Weihnachtszeit

Möge die Adventszeit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser unseres Unionhilfswerk.Blog, viele kleine Lichtmomente schenken – ob beim gemeinsamen Singen, beim Entdecken handgefertigter Schätze oder in stillen Augenblicken der Besinnlichkeit. Wir wünschen Ihnen eine friedvolle, herzliche und erfüllte Vorweihnachtszeit. Möge sie uns allen Gelegenheit geben, einander näherzukommen, innezuhalten und mit Zuversicht auf die kommenden Festtage zu blicken.

 

  • Am Abend machten viele Lichter das Gelände rund um das Pflegewohnheim stimmungsvoll.

 

Text: Gesine Hanebuth, Daniela Neumann und Yvonne Gaebel

Fotos: Gesine Hanebuth, Hannah Nieswand, Moritz Eden
Fotos Adventsmarkt: Thomas Benz