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Digitalisierung im UNIONHILFSWERK – aktuell besonders wichtig!

Auch im UNIONHILFSWERK arbeitet die IT auf Hochtouren daran, die Voraussetzungen für weitere Homeoffice-Arbeitsplätze all jener Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schaffen, für die das in der aktuellen Situation möglich und sinnvoll ist. Damit gewinnt das seit 2018 bestehende Projekt Digitalisierung noch mehr an Bedeutung. Seither beschäftigt sich ein Team aus Kollegen des IT-Bereiches und Mitgliedern der Geschäftsleitung gemeinsam mit der externen IT-Dienstleitungsfirma Pro Lan und dem externen Berater, Dirk Mönig, damit. Was konkret passiert und wohin es gehen soll, das erfahren wir von Dirk Mönig.

Herr Mönig, warum ist es heute auch für Unternehmen in der Sozialbranche wichtig, sich offensiv der Digitalisierung zu stellen und in welchen Bereichen finden wir sie im UNIONHILFSWERK?

In der Sozialwirtschaft ist in den vergangenen Jahren in fast allen Sektoren eine große Vielfalt an digitalen Anwendungs- und Arbeitsfeldern entstanden. Die Unterstützung von Arbeitsprozessen durch digitale Systeme, die im Hintergrund der Dienstleistungserbringung genutzt werden, findet schon seit vielen Jahren statt. Es wurden Prozesse durch entsprechende Softwarelösungen aus der analogen Welt in die digitale Welt übertragen, beispielsweise in der digitalen Datenverarbeitung, Dokumentation und Auswertung oder auch bei Einsatz-, Dienst- und Tourenplänen. Oftmals arbeiten diese Anwendungen aber bisher als „Insellösung“, es gab und gibt also immer noch Medienbrüche zwischen den Systemen und auch die externe Kommunikation birgt noch viel Potential.

Geschäftspartner und Institutionen erwarten den digitalen Austausch von Informationen und interne wie externe Anforderungen an die Bereitstellung und Auswertbarkeit von Daten erfordern eine entsprechend gerüstete Datenverarbeitung.

Auch im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Mitbewerbern am Markt ist das Verfolgen einer Digitalisierungs-Strategie unumgänglich. Dies gilt auch in puncto Personalgewinnung gerade von jüngeren Arbeitskräften, für die ein Unternehmen mit höherem Digitalisierungsgrad ein attraktiverer Arbeitgeber ist. Auch das mobile Arbeiten und das Arbeiten im Homeoffice – wie es derzeit gefordert ist – kann nur dann reibungslos funktionieren, wenn die Prozesse weitestgehend digitalisiert sind.

Wo sehen Sie das UNIONHILFSWERK bezogen auf die Aktivitäten in Sachen Digitalisierung?

Der UNIONHILFSWERK-Unternehmensverbund ist beim Thema Digitalisierung auf einem guten Weg. Für fast alle zentralen und wichtigen Aufgaben gibt es bereits Softwarelösungen zur Unterstützung der Arbeitsprozesse. Die Hauptaufgabe in den nächsten Jahren besteht darin, die noch nicht digitalisierten Systeme und Verfahren umzustellen, die Vernetzung der Systeme untereinander zu verbessern, Synergien besser zu nutzen, externe Systeme anzubinden bzw. zu verbessern. So werden zum Beispiel die Anwendungen für das Gebäudemanagement (PIT-FM) und das Dokumentenmanagement (ELO) über eine Schnittstelle miteinander verbunden, so dass Dokumente wie zum Beispiel Verträge nicht doppelt erfasst und verwaltet werden müssen.  Somit gibt es neben der Einführung neuer Systeme auch einen hohen Anteil an Harmonisierungsprozessen sowie Schnittstellenpflege der vorhandenen Systeme.

Welche Vorteile sehen Sie für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter?

Das große Ziel der Digitalisierung sollte die optimale Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei ihrer Arbeit sein, sodass die inhaltliche Arbeit im Vordergrund stehen kann und der Aufwand durch Medienbrüche oder Datenübertragungen von einem in ein anderes System entfällt. Dazu zählt auch die schnelle Auffindbarkeit von Informationen durch die elektronische Ablage sämtlicher bisher in Papierform verarbeiteter Informationen. Erst dadurch wird auch vollumfängliches mobiles Arbeiten und Homeoffice möglich.

Die Digitalisierung ist immer auch mit der Analyse der bisherigen Prozesse verbunden. Darin besteht die Chance, vorhandene Prozesse neu zu strukturieren, zu vereinfachen und transparenter zu machen. Das kann sich positiv auf die Kommunikation auswirken, die dadurch wesentlich effizienter und eindeutiger werden kann.

Eine weitgehende Digitalisierung bietet die Grundlage für mehr Flexibilität in der Wahl des Arbeitsortes und für die Realisierung von Heimarbeitsplätzen in der Verwaltung.

Die Papiermenge lässt sich deutlich reduzieren. Dank elektronischer Signaturen müssen auch unterschriftspflichtige Dokumente künftig nicht mehr ausgedruckt werden, um rechtsverbindlich zu werden.

Was ist bisher geschehen und was ist geplant?

Das vergangene Jahr war geprägt von vorbereitenden Maßnahmen, wie die Erneuerung und Anpassung der IT-Infrastruktur, neue Server-Hardware im Rechenzentrum und durch die Integration logischer Systeme von UNIONHILFSWERK und USE in einer gemeinsamen Domäne. Vorhandene Systeme wurden aktualisiert oder auf neue Produkte umgestellt, um eine solide Grundlage für die weitere Digitalisierungsstrategie zu bilden.

Wichtig war auch die Umstellung der zentralen Guppensoftware Groupware auf Exchange, da diese als Basis für viele andere Komponenten dient, die an die Groupware-Funktionen wie Mail und Kalender andocken bzw. sich mit diesen integrieren. Aktuelle Tipps zum besseren Arbeiten im Outlook Exchange finden Sie hier oder auch am Ende dieses Textes.

Die Einführung des Enterprise Content Managements Systems „ELO-Professional“, mit dem – wie beim alten Ordnersystem – strukturiert Dokumente abgelegt, bearbeitet und recherchiert werden können, wird derzeit für den Teilbereich der Vertragsverwaltung umgesetzt und nach und nach für weitere Verwaltungsbereiche eingeführt. Für den Bereich Gebäudemanagement wurde eine neue Software eingeführt, ebenso für den Bereich der Finanzbuchhaltung und der Dienstplanung in den Unionhilfswerk Sozialeinrichtungen gGmbH.

In diesem Jahr stehen der Ausbau des digitalen Gebäudemanagements in mehreren Projektphasen, die Einführung einer E-Mail- Archivierungslösung und vor allem die Realisierung von Projekten rund um die Dokumentenerstellung, -bearbeitung und -ablage basierend auf dem System ELO-Professional auf dem Plan. In diesem Zusammenhang werden unter anderem auch die bisher analogen Prozesse der Post- und Rechnungseingänge digitalisiert, Projekte, die sich sicherlich noch in die Jahre 2021 und 2022 hineinziehen werden.

Der Erfolg dieser Projekte hängt ganz entscheidend davon ab, wie gut die Nutzerinnen und Nutzer mit den Anwendungen umgehen können. Daher beziehen wir sie bei der Planung und Realisierung der Projekte schon frühzeitig mit ein, indem sie aktiv an der Entwicklung mitarbeiten. Im Zuge der Einführung bieten wir neben den Schulungen eine laufende Betreuung bei Anwendungsfragen an.

Die aktuelle Situation ist dabei Herausforderung und Chance zugleich. Sie treibt die Digitalisierungbestrebungen voran und kann uns zeigen, wo Prozesse bereits digital funktionieren und wo noch Handlungsbedarf besteht. Einige Lösungen entstehen nun aus der Situation heraus und zeigen gegebenenfalls auch neue Lösungsansätze auf.

Wie sieht Ihr Blick in die digitale Zukunft – in das Jahr 2030 – aus?

10 Jahre sind in der IT eine lange Zeit. Momentan gibt es unüberschaubar viele Trends und Entwicklungen, bei denen sich häufig noch zeigen muss, ob sie in die richtige Richtung gehen und auf Dauer Bestand haben werden. Aus meiner Sicht wird die Entwicklung der künstlichen Intelligenz (KI) die IT-Landschaft erheblich beeinflussen, indem sie Software-Produkte „schlauer“ macht und Menschen bei der Entscheidungsfindung durch Datenanalyse unterstützt. Vor allem in der Medizin wird es durch die KI erhebliche Fortschritte in der Diagnose von Krankheiten und Verhaltensmustern geben, die auch in den Tätigkeitsbereichen des UNIONHILFSWERK wichtige Unterstützung leisten kann, zum  Beispiel in der Überwachung, Dokumentation und Auswertung von Vitalfunktionen – verbunden mit Vorschlägen zu Maßnahmen oder gegebenenfalls sogar deren standardmäßiger Durchführung. Vielleicht kann dies dazu beitragen, dass sich bis dahin manuell durchzuführende Routinetätigkeiten zugunsten menschlicher Zuwendung reduzieren lassen und mehr Freiraum für das entsteht, was keine Maschine leisten kann, nach meiner Vorstellung zum Beispiel im Bereich der Betreuung und Pflege.

 

Diese Vorteile bringt die Implementierung des Microsoft Exchange Server im UNIONHILFSWERK:

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Helft den Helfern und näht Masken

Die Masken könnt ihr in unsere Hauptverwaltung schicken oder auch zwischen 8 und 16 Uhr – in der 2. Etage – abgeben:

Stiftung Unionhilfswerk Berlin
Richard-Sorge-Straße 21A
10249 Berlin

Hier findet ihr eine Anleitung mit Schnittmuster und einigen Hinweisen zu den selbstgenähten Masken.
Und für die Video-Lerner unter euch hat unsere Fachbereichsleitung der Stiftungsprojekte, Stefanie Wind, dieses kleine Tutorial vorbereitet.

Jeder kann helfen!

Wir weisen hier noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass das Tragen einer Maske den gesunden Träger nicht vor einer Infektion schützt.  Auch muss trotz des Tragens einer Maske darauf geachtet werden,  die Abstandsregeln einzuhalten. Eine selbstgenähte Maske ist kein Ersatz für eine medizinisch zugelassene Filtermaske.

Wohnungslosentagesstätte Schöneberg ist weiterhin für ihre Gäste da

Gegessen wird draußen

„Die hohen Anforderungen an Schutz- und Hygienemaßnahmen bedeuten einen erheblichen Mehraufwand für mein Team“, sagt Ralf Schönberner. „Aber wir tun alles, um unsere Angebote aufrechtzuerhalten.“ Dafür musste jeder Prozess neu gedacht werden. So werden beispielsweise Speisen und Getränke jetzt nur noch über das Fenster ausgegeben. Vor der Wohnungslosentagesstätte wurden Stehtische aufgestellt sowie Sitzgelegenheiten – wie gefordert, in einem Abstand von zwei Metern. „So verhindern wir eine Gruppenbildung vor unserer Tagesstätte“, betont der Einrichtungsleiter.

Maximal zwei Personen dürfen sich in der WoTa aufhalten

Auf die Frage, ob Gäste die WoTa noch betreten dürfen, antwortet Ralf Schönberner: „Die sanitären Anlagen können selbstverständlich weiter genutzt werden, allerdings nur noch von zwei Männern bzw. Frauen gleichzeitig.“ Danach würden diese sowie Türklinken desinfiziert. Die Kleiderkammer steht ebenfalls weiterhin zur Verfügung. In diesem Fall darf immer nur ein Gast die Einrichtung betreten und von einem Mitarbeitenden versorgt werden.

Beratungen für Hilfesuchende ohne Symptome

Zudem ist für Ralf Schönberner wichtig, dass die psycho-sozialen Beratungen stattfinden. „Schließlich ist die Situation der Gäste auch ohne die Corona-Krise schon schwierig genug“, so der Einrichtungsleiter. Momentan können jedoch nur Hilfesuchende, die keine Erkältungserscheinungen oder grippeähnliche Symptome zeigen, dieses Angebot in Anspruch nehmen.

Team fühlt sich sehr gut informiert

In der WoTa ist von Panik nichts zu spüren. Das liege daran, so Ralf Schönberner, dass sich alle sehr gut informiert fühlen. Er und sein motiviertes Team sind zuversichtlich, dass die beschlossenen Maßnahmen beidem gerecht werden: dem Schutz der Bevölkerung genauso wie der Verantwortung für Menschen, die Hilfe benötigen.

Gäste freuen sich über Grundversorgung

Und was sagen die Gäste zur aktuellen Situation? „Sie freuen sich natürlich, dass die WoTa weiterhin für sie da ist und die Grundversorgung gewährleistet ist“, sagt der Einrichtungsleiter. „Trotzdem hoffen sie, dass ihnen ihr „Wohnzimmer“ bald wieder zur Verfügung steht.“

„Mir war sofort klar, dass das mein Platz ist.“ Fachbereichsleitung Stefanie Wind im Interview

Seit März 2019 sind Sie als Fachbereichsleitung für die Stiftungsprojekte der Stiftung Unionhilfswerk Berlin tätig. Sie kennen den Träger aber bereits und hatten in der Vergangenheit schon mit dem UNIONHILFSWERK zu tun. Erzählen Sie uns bitte davon.

Ich durfte das STERNENFISCHER Freiwilligenzentrum Treptow-Köpenick aufbauen, das 2007 als erstes bezirklich gefördertes Freiwilligenzentrum in Berlin startete. Träger war die USE gGmbH. Ich habe zehn Jahre die STERNENFISCHER geleitet und kenne daher die USE gGmbH als Gesellschaft des UNIONHILFSWERK, das Freiwilligenmanagement mit Daniel Büchel und auch das UNIONHILFSWERK gut. Nach 10 Jahren STERNENFISCHER-Arbeit konnte ich eine Einrichtung an meine Nachfolger übergeben, die für viele Freiwilligenagenturen in Deutschland auch heute noch Vorbild ist. Darauf bin ich stolz. Es war aber auch gut, nach so langer Zeit loszulassen und mich beruflich weiterzuentwickeln. Nach STERNENFISCHER war ich als Leitung Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit bei einer Stiftung tätig und habe hier das gemacht, was ich am liebsten tue: Nonprofit Marketing.

Was hat Sie bewogen, wieder zum Träger zurückzukommen?

Mit dem UNIONHILFSWERK habe ich mich immer verbunden gefühlt. Als ich erfahren habe, dass die Stelle der Fachbereichsleitung Stiftungsprojekte geschaffen wird, war mir sofort klar, dass das mein Platz ist.  Hier bin ich für alle Stiftungsprojekte (die drei Freiwilligenagenturen oskar, STERNENFISCHER, Ehrenamtsbüro Reinickendorf, die Mentoringprojekte unter der Dachmarke HÜRDENSPRINGER, das Freiwilligenmanagement, das Selbsthilfe- und Stadtteilzentrum Reinickendorf) zuständig. Mein Start hat sich einerseits angefühlt wie eine Heimkehr, viele Kollegen sind mir vertraut, die vertrauensvolle Zusammenarbeit gerade mit Andreas Sperlich (stellv. Vorstand Stiftung Unionhilfswerk Berlin) setzt sich fort.
Andererseits war vieles neu, insbesondere die Verwaltungsabläufe des UNIONHILFSWERK. Besonders spannend finde ich, jetzt als Fachbereichsleitung die Vielfalt in unserem Unternehmensverbund mehr im Blick zu haben.

In Ihrer Funktion als Fachbereichsleitung für die Stiftungsprojekte: Welche Aufgaben haben und welche Ziele verfolgen Sie?

Ich bin als Fachbereichsleitung die Schnittstelle zwischen Stiftungsprojekten und dem Träger. Einerseits muss ich durch die wirtschaftliche Brille schauen: Wie können Projekte kostendeckend arbeiten? Wo gibt es weitere Fördermittel? Wo können wir neue Projekte aufbauen?  Die Beteiligung an relevanten Ausschreibungen liegt auch bei mir. So haben wir Anfang 2020 erfolgreich die Trägerschaft des Ehrenamtsbüros Reinickendorf übernehmen können. Aktuell läuft das Bewerbungsverfahren für die Freiwilligenagentur Spandau. Andererseits ist die strategische Brille wichtig: Wie können wir uns verstärkt als führende Stiftung im Feld bürgerschaftliches Engagement platzieren? Für die Mitarbeiter der Stiftungsprojekte bin ich erste Ansprechpartnerin.

Was finden Sie aktuell besonders herausfordernd und wo sind die Lichtblicke?

Eine Herausforderung ist, dass ein Teil der Stiftungsprojekte über befristete Projektförderungen aufgestellt ist. So hangeln sich die wunderbaren HÜRDENSPRINGER von einer Förderkulisse zur nächsten. Diese stetigen Antragstellungen und damit verbundenen Unsicherheiten finde ich für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zermürbend. Auch das Freiwilligenmanagement, das abhängig ist von der Finanzierung durch die Gesellschaften, würde mit einer anderen Finanzierungsstruktur sicher eine Entlastung erfahren. Ich gehe davon aus, dass ein systematisches Fundraising hier für beide genannten und weitere Bereiche der Stiftung eine tragfähige Säule der Finanzierung aufbauen kann.

Lichtblick sind sowohl die Inhalte der Projekte als auch insbesondere die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die hier tätig sind. Alle machen einen klasse Job und ich freue mich, hier ein Mitglied der „Stiftungsfamilie“ sein zu dürfen.

Ein Blick in die Zukunft, sagen wir in das Jahr 2025: Was wünschen Sie sich beruflich und was privat?

Beruflich wünsche ich mir, dass ich mich mit dem Platz, den ich dann innehabe, voll und ganz identifiziere und ich das Gefühl habe, etwas bewegen zu können. Wenn dieser Platz im UNIONHILFSWERK ist, freue ich mich.

Privat ist dann aus meiner jetzt 5-jährigen Tochter längst ein Schulkind geworden. Ich werde dann meine zunehmend zurückgewonnenen Freiheiten genießen. Ich wünsche mir, dass es mir gelingt, bewusst zu leben und im Kleinen genießen zu können.

Wenn wir jetzt schon bei den privaten Wünschen sind: Wie tickt der Mensch Stefanie Wind?

Meer oder Berge?  Wo de Ostseewellen trecken an den Strand, dor bün ick tau Hus.

Bei welchem Film mussten Sie herzhaft lachen? Zuletzt? Bei dem Trickfilm „Die Heinzels“.

Wovor haben Sie Angst? Ich empfinde mein Leben privat und dienstlich als privilegiert. Da soll natürlich nichts und niemand dran kratzen. Und es soll meiner Familie nichts zustoßen.

Aktuell verunsichert natürlich auch mich das Thema Corona. Ich verstehe ältere Freunde und Bekannte aus der ehemaligen DDR nun besser, weil ich persönlich zum ersten Mal erlebe, wie es sich anfühlt, wenn die persönlichen Freiheiten von staatlicher Seite reguliert werden. Die Zeit gerade ist für uns alle eine enorme Herausforderung. Als optimistischer Mensch sage ich: Wir schaffen das. Und wünsche mir, dass wir im Sommer staunend und vor allem erleichtert auf die Corona Krise zurückblicken können.

Von welchem Moment aus Ihrem Leben hätten Sie gern ein Video? Wozu? Von keinem. Es gab in meinen 40 Lebensjahren viele großartige, besondere, schöne, traurige, tragische, spektakuläre etc. Momente, wie bei jedem. Aber festhalten und immer wieder angucken? Nein, danke.

Was mögen Sie an anderen Menschen? Offenheit, klare Kante, Authentizität, Eigensinn.

Kopf- oder Gefühlmensch? Kopfmensch mit Gefühl.

Bier oder Wein? Bier.

 

Wir bedanken uns herzlich für die Beantwortung unserer Fragen, liebe Frau Wind.

Haben Sie weitere Fragen an Frau Wind? Stellen Sie diese gern über die Kommentare.

 

Beachten Sie auch die Ergänzungen und neuen Einblicke in unserem Beitrag „Wie geht es den Kolleginnen und Kollegen in der Corona-Krise?“.

Wie geht es den Kolleginnen und Kollegen in der Corona-Krise?

Neben der Tatsache, dass wir als Individuen eben sehr individuell mit einer solchen Extremsituation umgehen, gibt es im Alltag der unterschiedlichen Einrichtungen auch sehr verschiedene Herausforderungen zu meistern. Wir danken den Kolleginnen und Kollegen für die kleinen Einblicke, die sie uns in einem Moment gewährt haben, in dem unsere Welt gerade Kopf steht.

 

Neu (23. März 2020): Céline Calvet ist leitende Koordinatorin im Hospizdienst Palliative Geriatrie Süd-Ost

Der Hospizdienst Palliative Geriatrie bleibt aktiv. Die hauptamtlichen Koordinator*innen arbeiten verteilt am jeweiligen Standort oder, wenn möglich, im Homeoffice. Außerdem ist von jedem Team schon eine Kollegin in der Pflege zur Unterstützung der Pflegewohnheime im Einsatz. In dieser Zeit gilt für uns als oberstes Gebot: „Ruhe bewahren und ausstrahlen, in Solidarität tätig sein“.
Manche unserer Begleitungen führen die Ehrenamtlichen telefonisch weiter, um zu vermeiden, dass die Begleiteten sich allein oder gar einsam fühlen. Wir Koordinator*innen halten den Kontakt mit unseren Ehrenamtlichen per Mail und anderen sozialen Medien. Deutlich werden der Zusammenhalt und die seelische Unterstützung, die die Ehrenamtlichen sich gegenseitig zukommen lassen. Wir sind dankbar mit so tollen Menschen arbeiten zu dürfen und erkennen gerade in diesen Zeiten (mal wieder) die Wichtigkeit des Ehrenamts.

Ich als Hospizdienstkoordinatorin finde bemerkbar, wie oft wir unsere Gesundheit als allgegenwärtig und normal empfinden, – zumindest taten wir das bis vor Kurzem. Jetzt wird uns bewusst, was für ein Glück es ist, wohlauf zu sein und Luft zum Atmen zu bekommen. Das sollten wir uns bewahren und uns gegenseitig von Herzen Gesundheit wünschen. Der französische Autor Antoine de Saint-Exupéry sagte ganz richtig: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ Lassen Sie uns gemeinsam unsere Herzen öffnen und entdecken, was uns durch diese Krise auch geschenkt wird: Zusammenhalt.

 

Neu (20. März 2020): Beatrice Gaffrey ist Fachleiterin für spezialisierte Wohnformen im Bereich der ambulanten Pflege

Ich warte gerade auf die Freigabe der an die aktuelle Situation angepassten Pandemiepläne für die ambulanten Pflegedienste und bin erleichtert, dass wir damit den Kollegen in den Pflegediensten noch mehr Sicherheit mit auf den Weg geben können. Trotz der angespannten Situation, die so noch nie da gewesen ist, reagieren unsere Mitarbeiter sehr gefasst.
Zu den aktuellen Herausforderungen gehörte für mich, die Mieter in den Wohngemeinschaften, das sind in erste Linie hochbetagte Menschen mit Demenz, zu ihrer eigenen Sicherheit zu isolieren. Das bedeutet, die Besucherregeln zu verschärfen und dabei auch den Therapeuten abzusagen, die normalerweise regelmäßig zu den Klienten kommen. Diese Besuche sind für die Menschen ein absolutes Highlight in ihrem Alltag, und werden daher natürlich schmerzlich vermisst. So manche Diskussion dazu hatte ich mit den Mitarbeitern vor Ort. Aber aktuell ist halt ALLES anders und somit ist „Abstand ein Zeichen von Fürsorge“, wie Angela Merkel am Mittwoch in ihrer Ansprache sagte. Mir wird aktuell bewusst, wie groß meine und unserer aller soziale Verantwortung gerade ist.

Das schwierigste ist, neben den uns anvertrauten Menschen auch die Mitarbeiter zu schützen, angesichts des leergefegten Marktes für Desinfektionsmittel. Für den Ernstfall hoffen wir gut vorbereitet zu sein. Dank Frau Bellmann von unserer Arbeitssicherheit steht uns in Kürze einiges an Schutzausrüstung für die Mitarbeiter zur Verfügung. Noch mehr Schutzmaterial ist angefordert und hoffentlich bald auf dem Weg.
Ich arbeite im Büro in der Hauptverwaltung in der Richard-Sorge-Straße, wo ich heute im Einzelbüro bin. Auf unserer Etage gibt es die Verabredung, dass der Erste morgens zuallererst alle Türklinken und Flächen desinfiziert. Wenn es notwendig wird, kann ich wie meine Kolleginnen und Kollegen Homeoffice machen. Damit fühle ich mich sicher und bin dankbar, dass das UNIONHILFSWERK uns das ermöglicht.

Insgesamt fühlt sich die Situation unwirklich an. Man bewegt sich so dazwischen: Ruhe ausstrahlen bei den Fragen der Mitarbeiter*innen, obwohl die Situation schwer zu händeln ist.
Und zu Hause – plötzlich zu zweit als Paar im Homeoffice – da lernt man sich ganz neu kennen.

 

Uwe Hildebrandt ist Einrichtungsleiter in unserem Pflegewohnheim „Am Plänterwald“

Der Alltag ist gerade nicht so leicht zu händeln, da fast stündlich neue Meldungen kommen. Bei uns im Haus sind bis auf wenige Ausnahmen aber alle Mitarbeiter sehr entspannt. Es gibt bei dem einen oder anderen Sorgen oder Ängste, die halten sich aber in Grenzen. Die einzige Angst bei unseren Bewohner ist derzeit, dass sie keinen Besuch mehr bekommen könnten und von der Außenwelt abgeschnitten sein könnten.
Wir sind auf alles vorbereitet, unser Geschäftsleitungsteam hat alle präventiven Maßnahmen getroffen und mit uns besprochen. Wir wollen ruhig und gelassen, mit dem nötigen Respekt vor dem Virus, die Bewohner gewohnt gut versorgen und betreuen.

Im Augenblick sind die Herausforderungen die gleichen wie an allen anderen Tagen. Echte Herausforderungen würden entstehen, wenn der Ernstfall eintritt und der Virus den Weg ins Haus findet. Wir hoffen sehr, dass wir verschont bleiben und bemühen uns um Optimismus.
Positiv ist in diesen Tagen zu sehen, wie viele Mitarbeiter aus allen Berufsgruppen sofort gesagt haben, „sollte es zum Ernstfall kommen, sind wir da“. Wir machen Service, Küche, Reinigung und Pflege und betreuen – alles was notwendig ist, um die Bewohner weiter gut zu versorgen.
Diesbezüglich besteht kein Zweifel, dass wir diese Krise meistern können.

 

Ralf Schönberner ist Leiter unserer Wohnungslosentägesstätte (WoTa) in Schöneberg

Sehr viele Tagesstätten reduzieren ihr Angebot oder schließen, was dramatische Folgen für die obdachlosen Menschen haben könnte. Wir haben die Bestuhlung in der WoTa um 18 Stühle reduziert, sodass wir zwischen den Besuchern und Tischen mehr Abstand gewähren können. Weiter haben wir beschlossen, dass Besucher mit Wohnungen und Wohnheimplätzen ab sofort bis vorerst zum 19.04.2020 keinen Zugang zur Tagesstätte erhalten.

Die Mitarbeiter werden über die aktuellen Entwicklungen und Hygienemaßnahmen, inkl. Selbst- und Fremdschutz, selbstverständlich fortlaufend informiert.

Wichtig für uns ist neben dem Selbstschutz, dass wir unser Angebot für die obdachlosen Menschen so gut es möglich aufrechterhalten, selbst wenn es eine Essensausgabe über unser Küchenfenster geben wird und wir die Hilfesuchenden nur noch einzeln die Sanitärräume aufsuchen lassen.

Da sich alle Mitarbeiter sehr gut informiert und aufgeklärt fühlen, ist von Panik keine Spur. Wir wissen, dass die Maßnahmen der Regierung zur Reduktion der Infektionsgeschwindigkeiten beschlossen wurden, damit die Gesellschaft weiter funktionieren kann – wenn auch im Notbetrieb.

 

Manja Metz ist die Leiterin des Integrationsfachdienstes (IFD) Mitte, der Arbeitnehmer und Arbeitgeber zum Thema  Schwer-/Behinderung im Beruf berät

Es ist jeden Tag neu, die Veränderungen rasend schnell, das Thema beherrscht den IFD. Unser beruflicher Alltag hat sich verändert, wir müssen uns alle erst noch daran gewöhnen. Es macht sicherlich auch Sorgen – wie wird es weitergehen, wann ist ein Ende in Sicht. Normalerweise sind wir eine Beratungsstelle, die viele Termine im Voraus planen und organisieren muss. Von heute auf morgen zu leben und jeden Tag die Situation neu zu bewerten, sorgt sicherlich auch für eine große Verunsicherung. Der IFD Mitte kompensiert Krisen mit einer kontinuierlichen Kommunikation und viel Humor, auch wenn das Thema dramatisch ist. Anders würden wir nicht gut durch diese Zeit kommen.

Herausforderungen liegen definitiv darin, schnell die neuen Veränderungen aufzunehmen und zu überlegen, wie wir diese umsetzen und auf unsere Arbeit adaptieren können. Herausforderungen werden auch sein, dass weniger Klienten den direkten Weg zu uns finden werden. Wir hoffen, dass diese Krise nicht allzu lang anhält, damit wir weiterhin unsere Arbeit ausfüllend erledigen können. Derzeit sind wir alle aber zuversichtlich. Gleichzeitig steht die eigene Gesundheit im Vordergrund und wir müssen gut aufpassen, uns keinem Risiko auszusetzen.
Positive Überraschungen gibt es auch: guter Austausch im Team, viel Kommunikation, Einhaltung von Hygieneregeln – es funktioniert sehr gut. Eine Krise schweißt auch immer zusammen – das Gefühl habe ich in unserem Team. Wir schauen gemeinsam, wie wir diese Zeit gut meistern können und nehmen Rücksicht aufeinander. Alles funktioniert etwas entschleunigter, wir werden ausgebremst, was aber allen Kolleginnen und Kollegen auch zugutekommt. Wir haben Zeit füreinander, weil viele Tätigkeiten (Besuche vor Ort bei den Arbeitgebern, Fahrtzeiten) wegfallen. Wir sind aber so gut aufgestellt, dass wir all das per Telefon und Email sehr gut abdecken können.

 

Denny Rosenthal ist leitende Fachkraft in der Abteilung Mediengestaltung der Union Sozialer Einrichtungen gGmbH

Es ist aktuell schon etwas geisterhaft, aber von den Fachkräften sind alle anwesend und das Thema wird mit Galgenhumor behandelt. Die wenigen anwesenden Beschäftigten sind entspannt. Dennoch ist es eine besondere Herausforderung, den Laden am Laufen zu halten: Kommunikationsmöglichkeiten mit den nicht anwesenden Beschäftigten schaffen, Informationen weitertragen, Aufgaben für den Fall der Schließung vorbereiten. Es ist eine ständige Mischung aus An- und Entspannung.

Insgesamt reagieren die Anwesenden der Situation angemessen, das ist schön zu erleben und wie ein Stück Normalität in dieser Zeit. Herausfordernd ist die Sicherstellung des Kontaktes mit der gesamten Gruppe der bei uns Beschäftigten, die Vergabe von Aufgaben und Tutorials und die Aufrechterhaltung der Kundenaufträge.

Aber wir wissen, dass wir mit Cloud-Lösungen und vor allem unserem internen Medien-Blog sehr gute Möglichkeiten an der Hand haben, die uns jetzt gerade sehr helfen. Wir hoffen, dass die weniger mobilen Gewerke bei uns in der Union Sozialer Einrichtungen gGmbH diese Situation bestmöglich meistern können. 

 

Heike Jox-Keutzer & Karin Bedau sind Leiterinnen in unserem Montessori-Kinderhaus Lissabonallee

Wir erleben viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Schritt für Schritt die aktuelle Lage annehmen und versuchen, sich nach anfänglichen Irritationen in dem veränderten Alltag zu organisieren. Der Wunsch nach Austausch ist im Team gerade groß. Dem entsprechen wir und es gibt viele Absprachen und Kommunikation.

Das Kinderhaus, seine  Räume und die Umgebung wirken im Moment recht verlassen und ruhig. Die Kinder in der Notbetreuung sind irritiert und kommen mit der Betreuung im kleinen Kreis gerade noch nicht gut zurecht. Sie vermissen deutlich ihre Freunde und den Gruppenverband.

Nach den anfänglichen Umstellungen widmen wir uns langsam wieder mehr unseren Aufgaben und gestalten unsere mittelbare pädagogische Arbeit (Anmerk. der Redaktion: Mittelbare pädagogische Arbeit ist das, was im Alltag manchmal kaum zu schaffen ist, wie Dokumentationen, Berichte, Vor-/Nachbereitung der Elterngespräche, Pädagogische Planungen usw.)

 

Kolleginnen aus anderen Kindertagesstätten des Trägers berichten:

Im Vergleich zu anderen Bereichen geht es uns noch relativ gut. Viele Eltern versuchen, obwohl sie Notbetreuung in Anspruch nehmen könnten, ihre Kinder privat zu betreuen und teilweise schaffen wir Dinge, für die sonst oft die Zeit fehlt.

Wir möchten andere Bereiche unterstützen und sind bereit, auszuhelfen.

 

Ursula Illies ist Leiterin unseres Mobilitätshilfedienstes Reinickendorf

Ich danke dem UNIONHILFSWERK dafür, dass es sowohl für die Klientinnen und Klienten als auch für die Mitarbeitenden Verantwortung übernimmt und diese schützt, soweit es möglich ist.
Wir konnten beispielsweise unkompliziert Home-Office beantragen und die IT hat sofort die dafür erforderlichen technischen Voraussetzungen geschafften. An dieser Stelle auch nochmal ein „Danke“ an die IT- Kollegen, die das sehr gut begleitet und umgesetzt haben.

Ich hoffe, alle kommen gut durch diese schwere Zeit.

 

Petra Krüger ist Sachbearbeiterin im Übergangswohnheim Kreuzberg

Man kommt morgens mit „Anspannung“ zur Arbeit und weiß nicht was ansteht. Ob es eventuell Krankmeldungen von Kollegen oder Bewohnern gibt und wie es dann weitergeht. Die größte Herausforderung besteht darin, unseren Bewohnern die derzeitige Situation zu erklären ohne Ängste auszulösen und den Alltag ohne die gewohnten Sozialkontakte zu gestalten.
Ich freue mich, wie das Team trotzdem zusammenhält und was für eine große Einsatzbereitschaft die Kollegeninnen und Kollegen zeigen.

 

Wir werden diesen Blog-Beitrag kontinuierlich ergänzen, da noch mehr Kolleginnen und Kollegen zu Wort kommen sollen.

Wenn auch Sie berichten möchten, wie es Ihnen in Ihrem beruflichen Alltag gerade geht, welche Herausforderungen, aber möglicherweise auch Lichtblicke, es gibt, können Sie das über die Kommentare gern tun.
Wir freuen uns auch über Ihren Anruf unter 030 / 42265-811 oder eine E-Mail.

„Das UNIONHILFSWERK soll der beste soziale Träger in der Pflege werden“

Leitbild und Taten passen zusammen

Ich arbeite gerne beim UNIONHILFSWERK. Hier passen Leitbild und Taten zusammen. Ich habe mich von Anfang an stark eingebracht, wollte aber noch mehr gestalten. Ich freue mich, dass ich dazu die Möglichkeit erhalten habe. Das UNIONHILFSWERK soll der beste soziale Träger in der Pflege werden. An diesem langfristigen Ziel arbeiten meine Mitarbeiter und ich jeden Tag.

Veränderungen – gut für das Team und die Bewohner

Auch wenn es manchmal schwerfällt, gehören Veränderungen dazu, um dieses Ziel zu erreichen. Dabei ist es mir wichtig, alle miteinzubeziehen und die Kompetenz und Erfahrung des Teams anzuerkennen. Dank der Mithilfe des Kollegiums hat sich bereits viel getan. So haben wir beispielsweise auf jeder Etage ein Dienstzimmer eingerichtet. Die Mitarbeiter haben dadurch kürzere Wege und die Bewohner sowie deren Angehörige immer eine Ansprechperson.

Außerdem stellt in der Zwischenzeit die Apotheke die Medikamente bereit. Darüber hinaus befinden sich auf jeder Station zwei PCs mit der Pflegedokumentationssoftware »DAN«. Dadurch gelang es, die Dokumentation zu vereinfachen sowie die Information und die Kommunikation zu verbessern. Wir haben auch die Dienstzeiten angepasst – der Zwischendienst fiel weg – und das Personal den Diensten neu zugeordnet. So können wir ein modernes Pflegeverständnis entwickeln und die individuellen Bedürfnisse der Bewohner besser berücksichtigen, z.B. wann die Körperpflege erfolgen oder wann und wo die Mahlzeit eingenommen werden soll.

Veränderungen sind gut angekommen

Die bisherigen Veränderungen sind bei den Mitarbeitern überraschend gut angekommen. Ich warte immer noch auf den großen Knall. Weitere Veränderungen folgen, beispielsweise die Modernisierung der dritten Etage. Wir wollen aber erst eine konzeptionelle Entscheidung treffen, was dort geschehen soll. Sinnvoll wäre es, wenn sich unser Haus spezialisieren würde, beispielsweise für Menschen, die aufgrund einer starken Hirnschädigung nur sehr begrenzte Möglichkeiten haben zu kommunizieren, sogenannte Apalliker. Auch die Betreuung von jungen Pflegebedürftigen ist ein Thema. Hier gibt es ebenfalls Bedarf.

Schuldzuweisungen helfen nicht weiter

Mir ist klar, dass Ungewohntes und Stress Fehler verursachen können. Ich komme selber aus der Praxis. Daher weiß ich, dass es manchmal Entscheidungen gibt, die nicht optimal, aber in der Situation funktionsfähig sind. Schuldzuweisungen helfen nicht weiter, sondern wir besprechen gemeinsam, wie zukünftig Fehler vermieden werden können bzw. besser reagiert werden kann.

Mitarbeiter sollen gerne zur Arbeit kommen

Ich möchte, dass die Mitarbeiter gerne zur Arbeit kommen. Das liegt mir sehr am Herzen. Dazu gehören auch ein pünktliches Dienstende und die Gewissheit, dass Aufgaben auch dann erledigt werden, wenn andere Dienst haben. Mittelfristig soll deshalb der Einsatz von externen Kräften so gering wie möglich gehalten werden. Damit das gelingt, ist natürlich weiteres Personal nötig. Dass sich Mitarbeiter einbringen, zahlt sich auch hier aus: Sie ermutigen Familienmitglieder, sich zu bewerben. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Feldsalat meets Granatapfel

Die 40-tägige Fastenzeit bis Ostern hat begonnen und wird auf unterschiedlichste Arten gelebt. Es gibt Menschen, die verzichten auf das Internet, das Auto, Soziale Medien, das Rauchen oder auch das Smartphone. Viele meiden in diesen Wochen bestimmte Lebensmittel oder auch Alkohol. Der Verzicht auf Fleisch ist – auch im Sinne der Nachhaltigkeit – weiterhin hoch im Trend. Da passt unser Salat – der auch ohne Fleisch ein echter Genuss ist – wunderbar auf den Tisch. Feldsalat, Granatapfel, Champignos, Feta und Walnüsse sorgen für ein echtes Geschmackserlebnis.

Farbenfroh, gesund, schnell gemacht und super lecker – mehr kann man sich für seine Mahzeit doch eigentlich nicht wünschen. Also, ran an die Salatschüssel und los gehen die Vorbereitungen für dieses köstliche Essen:

Diese Zutaten werden für 2 Personen benötigt:

  • 1 große rote Zwiebel
  • 300g braune Champignons
  • 100g Feldsalat
  • 1/2 Granatapfel entkernt
  • 100g Feta
  • 1 Handvoll Walnusskerne
  • 3 EL Olivenöl
  • 20 ml Balsamico
  • 20g Honig
  • 20g Senf mittelscharf
  • Salz & Pfeffer

Mit wenigen Handgriffen zu einem tollen Mittag- oder Abendessen:

1. Schneiden Sie die rote Zwiebel und braten Sie diese – gemeinsam mit den in Scheiben geschnittenen Champignons und etwas Olivenöl – an. Gönnen Sie den Pilzen ordentlich Hitze, schön knusprig gebraten schmecken sie umso besser.
Unser Tipp zum Vorbereiten der braunen Champignons: Es genügt, die Pilze mit einem weichen Küchenpinsel oder einem Stück Küchenpapier vorsichtig abzureiben. Erde und Substratreste werden dabei entfernt, ohne dass unnötig viel vom Pilz im Müll landet. Mit einem Küchenmesser entfernen Sie anschließend weiche Druckstellen und das trockene Ende des Stiels, der Rest eignet sich zum Verzehr.
Auf keinen Fall sollten Sie die Pilze waschen, da diese das Wasser wie ein Schwamm aufsaugen. Auch aufwändiges Putzen, Schälen oder ähnliches ist nicht notwenig. Umso besser – die Pilze sind also schnell für die Pfanne vorbereitet.

2. Rühren Sie aus dem Olivenöl, Balsamico, Honig und Senf das Dressing an und geben Sie – je nach Geschmack – etwas Salz und Pfeffer dazu. Schneiden Sie den Feta in kleine Stücke.

3. Entkernen Sie den Granatapfel.
Unser Tipp: Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um an die leckeren Kerne zu kommen. Diese Methode hat sich bewährt: Schneiden Sie den Granatapfel ringsum etwa 2 bis 3 mm ein und klappen Sie die beiden Hälften vorsichtig auseinander. Halten Sie eine Hälfte (die offene Seite liegt auf Ihrer Hand) über eine große Schüssel und klopfen Sie mit dem Stiel eines möglichst schweren Küchenmessers auf den Granatapfel. So fallen nach und nach die Kerne in die Schüssel und sind zum Verzehr bereit. Achten Sie auf Spritzer – der Saft der Frucht wirkt stark färbend und Flecken auf der Kleidung lassen sich nur schwer entfernen.
Wussten Sie, dass Granatapfelkerne wichtige Vitamine und Mineralstoffe liefern und sogenannte Flavonoide enthalten, die als Antioxidantien zellverjüngend wirken und das Immunsystem stärken sollen?

4. Und jetzt kann es auch schon losgehen: Türmen Sie den gewaschenen Feldsalat, die Pilze, Granatapfelkerne, Feta und Walnusskerne auf die Teller und geben Sie das Dressing darauf. Ein schönes, farbenfrohes Bild!

Und der Salat kann so einiges: herzhaft, süß, knackig, nussig, cremig – einfach lecker. Natürlich können die Zutaten entsprechend der eigenen Vorlieben auch variiert werden. Probieren Sie sich aus und teilen Sie uns Ihre Lieblingskreationen gern über die Kommentare mit!

Für die Pause im Büro gilt: Das Dressing erst kurz vor dem Verzehr auf die übrigen Zutaten geben, dann bleibt alles knackig und frisch.

 

Wir wünschen Ihnen guten Apettit.