Monthly Archives: April 2020

Plötzlich steht der Alltag Kopf – unsere Kitas in Zeiten von Corona

*Anmerkung der Redaktion: Dieser Brief wurde nicht an Kinder versandt, sondern ist explizit für diesen Blogbeitrag verfasst worden.

Liebe Kinder,

wir vermissen euch sehr und freuen uns schon, wenn ihr wieder in die Kita kommen dürft. Es ist nun schon eine ganz schön lange Zeit her, dass ihr bei uns wart und wir gemeinsam spielen und die Welt entdecken konnten. Wir denken jeden Tag an euch, und fragen uns, was ihr zuhause gerade Spannendes spielt und macht. Ohne die Kita kann es bestimmt auch manchmal langweilig werden. Und vielleicht fragt ihr euch auch, was wir in den Kitas ohne euch eigentlich so machen?

Wir nutzen die Zeit, um viele Dinge zu erledigen, die im Alltag manchmal zu kurz kommen:  In unseren Kitas haben wir ein Konzept, einen Fahrplan sozusagen, wie wir zusammen lernen und spielen wollen. Diesen Fahrplan überarbeiten wir gerade und bringen ihn auf den neusten Stand. Wir schreiben in euren Sprachlerntagebüchern und Lerngeschichten, wir bereiten Elterngespräche vor und planen die Projekte, die wir bald mit euch beginnen möchten. Da könnt ihr ganz schön gespannt sein!
Wir Erwachsene lernen auch: Wir bereiten Fortbildungen vor- oder nach und wir beschäftigen uns mit interessanten Fachartikeln. Dafür hatten wir jetzt tatsächlich einmal Zeit!

Außerdem bringen wir unsere Kita auf Vordermann: Wir reparieren Spielzeuge, im Garten bereiten wir neue Spielecken für euch vor, wir säen und pflanzen. In den Schränken räumen wir eure Spiel- und Bastelmaterialien endlich einmal auf. Zusammen mit den Hauswirtschaftskräften putzen wir innen und außen, was das Zeug hält – ein Frühjahrsputz eben! Wir freuen uns schon darauf, euch alles zu zeigen.

Wichtig ist für uns, den Kontakt mit euch und euren Eltern zu halten, damit ihr wisst, dass wir euch vermissen. Dafür haben manche von uns Frühlingskarten und –lieder, andere eine Beschäftigungsbox vorbereitet: Eure Eltern können die Box bei uns in der Einrichtung abholen (natürlich absolut Corona-sicher), damit euch zuhause nicht langweilig wird. Manchmal bekommt ihr auch Malblätter, Bastelbögen oder Geschichtensäckchen von uns mit der Post oder als E-Mail. Ein paar von euch haben wir sogar zuhause besucht, auch wenn wir uns nur aus der Ferne zuwinken durften.

Manchmal singen wir auch für euch. Für das Wunschkonzert habt ihr uns eure Lieblingslieder genannt. Ilka und Karl haben alles für euch vorbereitet und gesungen. Das habt ihr hoffentlich nicht verpasst! Und falls doch, haben wir es für euch aufgenommen.

In der Kita gab es übrigens Besuch: Eure Freunde Matze, Heidi Hase, der Elefant Monti und Tommi Teddy sind in ihrer Kita unterwegs – schaut doch mal, was sie so entdeckt haben. Wir haben extra für euch ganz viele Fotos von ihnen gemacht. Daraus haben wir eine spannende Geschichte gebastelt.

Wir haben auch einige Mitarbeiterinnen bei uns, die gut nähen können. Sie haben Masken für Mund und Nase genäht für unsere Teams, aber auch für die Pflegekräfte, die einige eurer Omas und Opas versorgen. Vielleicht tragen auch eure Eltern so eine Maske zum Einkaufen.

Es gibt ein paar Kinder, die für die Notbetreuung in die Kita kommen. Mit ihnen basteln, singen, malen und spielen wir – so wie ihr es kennt. Dafür sind jeden Tag zwei Erzieherinnen in der Gruppe. Wenn ab dieser Woche wieder mehr von euch zu uns kommen, wird es endlich wieder lauter und bunter bei uns. Bis alle Kinder wieder da sind, dauert es aber leider noch ein bisschen.

Ihr seht: Wir haben ganz schön viel zu tun. Aber wir freuen uns schon sehr und können es kaum erwarten, dass ihr wieder zu uns kommt! Dann ist wieder Leben im Haus.

 

Eure Teams aus dem UNIONHILFSWERK

 

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„Bring mir was zu Knabbern mit!“ – oder wie daraus ein Filmprojekt entsteht

Seit ein paar Wochen ist alles anders, ungewohnt und neu – auch für die Bewohner unseres Wohnheims für Menschen mit Behinderung in Wilmersdorf. Den üblichen Tagesrhythmus bestimmt durch die Arbeit in einer Werkstatt gibt es gerade nicht, Ausflüge können nicht stattfinden, alle sind zuhause. Um einem Lagerkoller und auch den immer wieder aufkommenden Sorgen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gut entgegenzuwirken, sind Kreativität und Improvisation der Betreuer vor Ort gefragt.

 

Ungewöhnliche Lösungen für neue Herausforderungen im Alltag

Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus, die Schließung von Geschäften, Beschäftigungsverbot für die Bewohner und das Kontaktverbot – sie sorgen für immer wieder neue Herausforderungen im Wohnheimalltag, aber auch für gute Ideen, die wie so oft unverhofft entstehen. „Da die meisten Bankschalter momentan geschlossen haben, müssen wir nun öfter los, um Bargeld für das Wohnheim zu besorgen“, erzählt Einrichtungsleiterin Susanne Buchholz. Als sie zu einer dieser Fahrten aufbrechen wollte, rief ihr ein Bewohner noch zu: „Bring mir was zu Knabbern mit!“ Da kam den Mitarbeitern der Gedanke, nicht nur für alle Bewohner Naschwerk zu besorgen, sondern doch am besten gleich einen wohnheimeigenen Kiosk aufzumachen – denn: Warum immer mitbringen lassen, wenn sich die Bewohner so selbst etwas kaufen können? „Aus den Werkstätten sind sie es gewohnt, sich in den Pausen den ein oder anderen Snack oder eine Zeitung zu kaufen“, erzählt Buchholz weiter.

So wurde kurzer Hand das Büro der Sachbearbeiterin zum Kiosk umgestaltet und die Mitarbeiterin selbst zur „Verkäuferin in Teilzeit“. Zwischen Montag und Freitag öffnet sie ab 14 Uhr für eine Stunde ihre großen Fenster zum Garten, wo ihre Kunden bereits geduldig warten, um sich mit Schokoriegeln, Gummitierchen, Lesestoff oder auch Malbüchern einzudecken.  „Für die Bewohner ist es wichtig, jeden Tag ein Ziel zu haben, und manche, denen es schwerfällt, nach draußen zu gehen, fühlen sich dadurch animiert, in den Garten zu kommen“, so Susanne Buchholz.

 

Kreativ dank Corona

Wohnzimmerkonzerte, Online-Yoga, Promis entdecken ausgefallene Hobbys für sich – ungewöhnliche Zeiten erfordern nicht nur ungewöhnliche Maßnahmen, sondern inspirieren auch die ohnehin schon kreativen Köpfe. Nicht anders war dies auch im Wohnheim Wilmersdorf, wo die Mitarbeiterin und Künstlerin Hanna Mauermann den Auftrag erhielt, kleine Filme mit und über die Bewohner zu drehen, die den neuen Alltag und die daraus entstandenen Ideen dokumentieren. Im Mittelpunkt steht „Unser kleiner Corona-Kiosk“, an dem sich – wie an einem Späti so üblich – Unterhaltungen über das aktuelle Geschehen abspielen. „Die Bewohner haben großen Spaß daran; einige von ihnen haben sogar schon Erfahrungen mit Filmdrehs“, erzählt Susanne Buchholz.

Die Video-Serie finden Sie ab sofort auf unserem Youtube-Kanal.

 

Bewohner auf andere Gedanken bringen

„Wann kann ich wieder in die Werkstatt?“, fragen die Bewohner mittlerweile immer häufiger. Das Gebot, wenn möglich zuhause zu bleiben und Kontakte außerhalb zu vermeiden, setzt auch den Menschen im Wohnheim zu. Da ist jede Abwechslung willkommen, sorgt bei ihnen für positive Gedanken und lenkt sie von der aktuellen Situation ab. Deshalb organisieren die Mitarbeiter verschiedenste Aktionen und Angebote: Sie haben im Garten einen Parcours aufgebaut oder gemeinsam Mund-Nasen-Masken genäht. Ein Bewohner, der große Schwierigkeiten damit hat, zuhause zu bleiben, dafür aber leidenschaftlich gern im Auto mitfährt, darf die Betreuer aktuell bei allen anfallenden Fahrten begleiten. Auch Tablets hat die Einrichtungsleitung besorgt, auf denen sie demnächst Videoanrufe mit den Angehörigen ermöglichen wollen.

 

In Ihrer Einrichtung gibt es auch kreative Aktionen oder ungewöhnliche Lösungen in der Corona-Zeit? Berichten Sie uns davon und schreiben Sie es in die Kommentare!

Die Kontakt- und Beratungsstellen sind da – wenn auch anders

Offene Treffs fallen weg

„Wir möchten und müssen unseren Teil dazu beitragen, dass die Verbreitung des neuartigen Coronavirus eingedämmt wird. Wir wollen natürlich auch nicht, dass sich unsere Besucherinnen und Besucher mit dem Virus infizieren. Und da sie auch gut über andere Wege zu erreichen sind, bleiben die Türen zu“, sagt Simon Geils, Projektleiter Kontakt- und Beratungsstelle „TERRA“ in Neukölln. Dadurch fallen offene Treffs mit 20 oder 30 Personen zum Kaffee, zu gemeinsamen Aktivitäten wie Kochen, Spielen, Yoga oder einfach nur zum Reden weg – und damit ein wesentlicher Aspekt von Kontakt- und Beratungsstellen. Aber der Projektleiter und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben schnell andere Lösungen gefunden, um Kontakt zu ermöglichen.

Beratung und Kontakt per Telefon

„Wir haben sehr schnell ein telefonisches Beratungssetting etabliert. Montags bis freitags von 10 bis 16 Uhr haben wir ein offenes Ohr für all jene, die zu Hause sitzen und einsam sind, denen der Kontakt zu anderen Menschen fehlt, und für die, denen diese Situation Angst macht. Mit vielen haben wir Vereinbarungen getroffen, wann wir uns bei ihnen melden. Solche Absprachen helfen auch schüchternen Menschen dabei, weiter in Kontakt zu bleiben“, schildert der Projektleiter von „TERRA“.

In den Gesprächen ginge es häufig darum, die Veränderungen zu verarbeiten. Dazu kämen eigene Unsicherheiten, wie man sich verhalten soll, um sich und andere nicht zu gefährden. In diesem Fall würden praktische Hilfen an die Hand gegeben, so Simon Geils weiter. „Oft reicht es aber auch aus, wenn wir einfach ‚nur‘ hinhören.“

Vielfältige digitale Angebote

Neben der telefonischen erfolgt auch eine Beratung per Email. Zusätzlich erhalten Interessierte einmal in der Woche einen Newsletter mit praktischen Übungen, Materialien wie etwa Rätsel und Linktipps. Viele verfügen über die technische Ausstattung, um an Gruppen auch per Stream teilzunehmen oder um per Messengerdienst mit anderen in den Kontakt zu treten. Zudem wird daran gearbeitet, beispielsweise den Yoga-Kurs per Stream stattfinden zu lassen.

Garten von „TERRA“ für Pflege offen

Während „TERRA“ zurzeit geschlossen ist, bleibt der wunderschöne Garten der Kontakt- und Beratungsstelle in Neukölln weiterhin für die Besucherinnen und Besucher offen, da er auch in diesen Zeiten gepflegt werden muss. Um dies zu gewährleisten, erhält immer eine Person Zutritt, um ihre Beete zu bewirtschaften.

Positive Rückmeldungen von Besucherinnen und Besuchern – auch in der KBS Kreuzberg

Die vielfältigen Angebote würden rege genutzt und die Rückmeldungen seien durchweg positiv, sagt Simon Geils. „Die Besucherinnen und Besucher sind sehr dankbar, dass wir weiterhin verlässlich da sind, wir nach wie vor Konstante und Fixpunkt sind sowie für Austausch und Kontakt sorgen.“

„Auch unsere Besucherinnen und Besucher sind sehr dankbar vor allem, weil weiterhin Einzelgespräche von Angesicht zu Angesicht stattfinden“, erzählt die Projektleiterin der Kontakt- und Beratungsstelle in Kreuzberg, Silke Lüdemann. Viele würden zwar die telefonische Beratung nutzen, aber es gäbe auch einige, die kein Telefon hätten oder aufgrund ihres psychotischen Erlebens nicht telefonieren könnten. Zudem würden Onlineangebote wenig genutzt, da oft ein Internetzugang fehle. „Diese Personen sind ungeheuer froh, dass sie hier noch die Möglichkeit eines Gespräches finden.“

Einzelgespräche in der KBS in Kreuzberg drinnen wie draußen

Die Einzelgespräche finden in den Räumen der Kontakt- und Beratungsstelle statt – unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregelung. Auf Wunsch werden aber auch „Frischluftgespräche“ in Wohnortnähe angeboten. „So müssen unsere teilweise recht betagten und auch öfter unter Atemwegserkrankungen leidenden Besucherinnen und Besucher nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren“, erklärt Silke Lüdemann. Zudem gäbe es spontane Besuche von Menschen, die nicht steuerungsfähig seien. Diese erhielten bei Bedarf auch etwas zu essen.

Krisengespräche nehmen zu

Silke Lüdemann stellt eine Zunahme von Telefonkontakten und Krisengesprächen fest. Daher wird das Angebot, wenn möglich, auf das Wochenende ausgeweitet. Teilweise werden auch Kontakte vermittelt. „Für die Besucherinnen und Besucher ist es sehr wichtig, mit jemanden sprechen zu können. Vieles, was sonst Struktur und Halt gibt ist weggebrochen, viele sind sowieso sehr einsam und haben hier ihre Kontakte gefunden“, so die Projektleiterin. Aufgrund zunehmender Konflikte zwischen Menschen, die zusammenwohnen, würden auch mehr Mediationsgespräche geführt. Darüber hinaus bräuchten viele Strategien, wie sie mit der Situation umgehen können. Auch Informationsmangel und übergroße Ängste seien ein Problem. Daher sammelt das Team der KBS in Kreuzberg alle Informationen und Regelungen sowie die möglichen Zugänge zur medizinischen Versorgung und bei existenzieller Not zu Ämtern und reicht diese weiter.

Sich nützlich machen trotz Corona

Die Kontakt- und Beratungsstelle in Kreuzberg hat zwar keinen Garten wie „TERRA“ in Neukölln, aber viele Pflanzen, die Pflege bedürfen. Darum kümmert sich auch in diesen Zeiten ein Besucher. Andere wollen sich ebenfalls nützlich machen und etwas Sinnvolles tun. Zwei Besucherinnen beispielsweise nähen Mund-Nasen-Masken für die anderen, die die KBS besuchen.

Besucherinnen nähen Masken

© Silke Lüdemann

Zurück zur Normalität

Die Kontakt- und Beratungsstellen des UNIONHILFSWERK haben sich sehr gut auf die neue Situation eingestellt. Trotzdem hoffen die Teams, dass bald wieder so etwas wie Normalität einkehrt, vor allem für ihre Besucherinnen und Besucher.

Kreativität statt Stillstand – Die USE in Corona-Zeiten

Nachdem es Mitte März 2020 die ersten Beschränkungen, bedingt durch die Corona-Pandemie gab, legte der Senat mit einer Verordnung vom 19. März fest, dass Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) und Tagesförderstätten für Menschen mit Behinderung nicht geöffnet werden dürfen. Allerdings mit einigen Ausnahmen, wie zum Beispiel einer Notbetreuung von behinderten Menschen, die keinerlei andere Anbindung wie Familie oder eine betreute Wohnform haben. Für die USE, die Träger einer WfbM mit über 1.000 Menschen mit einer meist psychischen Behinderung ist, war das herausfordernd. Denn gerade Menschen mit einer psychischen Einschränkung brauchen, um gesundheitlich stabil zu bleiben, eine Tagesstruktur und vertraute persönliche Kontakte. Was der Verlust dieser Rahmenbedingungen bedeutet, erfahren derzeit auch die vielen „gesunden“ Menschen, die im Homeoffice arbeiten und sich selbst organisieren müssen.

Notbetreuung ist möglich und nötig

Innerhalb weniger Tage musste die USE die Notbetreuung, aber auch die Kommunikation mit den Beschäftigten, die zuhause bleiben, organisieren. Denn tatsächlich nutzen über 80 Beschäftigte die Notbetreuung in der Werkstatt. Sie arbeiten weiterhin in ihren Gewerken oder Dienstleistungsbereichen und werden von den Fachkräften angeleitet und unterstützt – selbstverständlich unter Beachtung der aktuellen Hygienevorschriften.

Genauso wichtig ist aber das Kontakthalten zu den Beschäftigten, die nun nicht mehr arbeiten gehen. Nach einer ersten grundsätzlichen Information per Post, telefonieren die Kolleginnen und Kollegen des Fachdienstes regelmäßig mit ihnen. Unterstützt werden sie dabei oft von den Fachkräften der einzelnen Bereiche. Vielen hilft es, in Zeiten des social distancings mit vertrauten Menschen reden zu können – wie wohl Vielen von uns.

Darüber hinaus bekommen die Beschäftigten, die sich im zweijährigen Berufsbildungsbereich befinden, ebenso wie Schüler und Berufsschüler, Aufgaben per Post oder E-Mail zugesandt. Dafür haben die Bildungskoordinatoren Anke Felden, Dirk Geier und Volkmar Zander Info-Material und Aufgaben individuell für jeden Beschäftigten zusammengestellt. Diese Aufgaben müssen erfüllt, dokumentiert und zurückgeschickt werden. Dafür erhalten sie das nötige Feedback von den Bildungskoordinatoren.
Auch der Beschäftigungs- und Förderbereich greift in einzelnen Fälle auf dieses Mittel zurück. Einige der Teilnehmden werden aber wie gewohnt vor Ort an den verschiedenen Standorten betreut.

Mit der Corona-Krise hat die USE zudem einen regelmäßigen Newsletter für Beschäftigte eingeführt. Zweimal wöchentlich erfahren sie so, was während ihrer Abwesenheit in der USE geschieht, bekommen aktuelle Infos und Tipps zur Alltagsgestaltung in Corona-Zeiten.

Kreatives Homeoffice

Homeoffice ist in der USE so gut wie nicht möglich, denn sehr viele der Bereiche agieren im Produktions- und Dienstleistungsbereich. Eine Ausnahme bildet die Mediengestaltung: Mitarbeiter wie Beschäftigte können zuhause an ihren Rechnern arbeiten – sind dabei aber keineswegs allein, sondern unterstützen sich gegenseitig in ihrer Kreativität. Wie das geht, beschreibt der Fachgebietsleiter Denny Rosenthal:

„In unserem Bereich kann eine Begrenzung der Mittel und Möglichkeiten erst recht zu viel Kreativität führen. Die Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice (und manchmal an menschenleeren Orten in der Stadt oder im Wald 😉 )posten ihre Arbeitsergebnisse im gemeinsam genutzten Mediengestaltungs-Blog. Hier tauschen wir uns über alle aktuellen Entwicklungen und Stimmungen aus. So entsteht ein gutes Gefühl der Gemeinschaft über die räumliche Distanz hinweg.
Neben konkreten Aufgaben wie der Erstellung sogenannter »Drudels« – einer Art visueller Bilderrätsel – oder Selbstportraits in einem Gestaltungsmittel der Wahl, entstehen auch viele initiative Arbeiten: Illustrationen, Schriftarten, Fotografien, Online-Geburtstagsgrüße. Besonders toll daran ist, dass sich viele von uns an neue Techniken wagen, sich ausprobieren. Das Feedback der Kollegen im Blog ist eine schöne Bestätigung dieses Mutes.“

Den gesellschaftlichen Auftrag doppelt ernstnehmen

Wie so viele Unternehmen versucht auch die USE, in diesen schwierigen Zeiten zu unterstützen, wo es nur geht. Weiterhin werden die Kitas und Schulen, die eine Notbetreuung anbieten, bekocht und gesäubert – bis zu Grundreinigungen, die jetzt gut möglich sind. Die Kantinen im Roten Rathaus und im Abgeordnetenhaus sind weiterhin für den internen Betrieb geöffnet und erhalten dafür von den Gästen viel Dank und Anerkennung. Der Clean-Up-Service und der Fahrdienst übernehmen die Reinigung und den Transport der Wäsche für Kälteunterkünfte, die Konfektionierung verpackt Einmalspritzen und haltbare Lebensmittel. Und last but not least stellt die Schneiderei Arbeitsplätze zur Verfügung, an denen freiwillig Engagierte Behelfsmasken nähen. Diese kommen wiederum Berlinern zugute, die Bedürftigen helfen.

Aber auch Einrichtungen des UNIONHILFSWERK wurden bedacht: In den Genuss köstlicher Torten und Kuchen – hergestellt in der Patisserie der USE – kamen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unionhilfswerk Senioren-Einrichtungen und der Ambulanten Dienste – als Dank für ihre wertvolle Arbeit. Zu Ostern gab es zudem einen Dankeschön-Beutel mit Ostergruß für alle Mitarbeiter der UNIONHILFSWERK-Einrichtungen, gefüllt mit Süßigkeiten und kleinen Aufmerksamkeiten – hergestellt, bedruckt und konfektioniert von verschiedenen USE-Gewerken.

Vitamine für die Seele

Das Gartencenter Rahnsdorf ist weiterhin geöffnet – und erfreut sich einer großen Nachfrage. Wenn man zuhause bleibt, dann sollen Balkon oder Garten strahlen und damit zum Wohlbefinden beitragen. So liefert auch das Gartencenter einen kleinen Beitrag für Rahnsdorf.

Kreative Beratungsmöglichkeiten

Im Sozialunternehmen ist natürlich nicht nur die WfbM betroffen, auch die Bereiche Integrationsfachdienst, Unterstützte Beschäftigung und Neue Arbeit der USE wurden durch die Kontaktbeschränkung in ihrem Tun zum Teil stark eingeschränkt – alle sind aber weiterhin tätig! Sie erhielten unterschiedliche Auflagen und Beschränkungen, haben aber sämtlich kreative Lösungen gefunden, um mit ihren Klienten weiterhin im guten Kontakt zu sein.

Stillstand findet man also nirgends, vielmehr viele kreative Lösungen für diese außergewöhnliche Zeit. Und dennoch sehnen sich wohl alle wieder nach Normalität.

Corona-Krise – was kann man für sich selber tun?

Auch zu Ostern! Der Appell der Kanzlerin lautet – nicht zu den Verwandten reisen und auch nicht zu Ausflügen ins Umland.

So können wir uns aktuell solidarisch zeigen gegenüber jenen, die zu den Risikogruppen zählen und vor allem auch jenen, die in systemrelevanten Berufen – sei es in der Pflege, sei es in der Betreuung und Beratung, Tag für Tag immer neuen Herausforderungen gegenüberstehen!

Damit die erwarteten positiven Wirkungen der „sozialen Isolation“ nicht zu viel Nebenwirkungen für den Einzelnen erzeugen, werden derzeit überall Experten zum Thema „Umgang mit der Isolation“ befragt. So kommen Astronauten der ESA in Online-Sprechstunden zu Wort, Teilnehmer von Polarexpeditionen ebenso wie Psychologen, Soziologen oder Philosophen….

Bei den meisten der ausgesprochenen Empfehlungen geht es darum, die mentale Gesundheit zu stärken:

Nachrichtenkonsum bewusst gestalten

Es wird empfohlen, sich selbst ein persönliches Limit bei Nachrichten rund um COVID-19 zu setzen. Ständiges Warten auf Neuigkeiten können die Sorgen verstärken – daher tut vielleicht eine gelegentliche bewusste „Nachrichten-Pause“ gut. Stattdessen sollte man sich auf die persönliche Situation konzentrieren und andere Themen des Alltags zuzulassen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, sich an faktische Informationen zu halten, bei denen es um praktische Schritte zur Vorbereitung und zum Schutz geht.

Fake-News ignorieren

Stammen die Informationen aus vertrauenswürdigen Quellen? Falschinformationen schüren nicht nur die Verunsicherung und Angst. Sie verbreiten sich teilweise schneller als das Virus selbst – egal, ob die Falschmeldungen bewusst oder unbewusst gestreut wurden. Zu den verlässlichen internationalen Quellen zählen die WHO oder die Europäische Kommission. National sind es Quellen, wie das Robert-Koch-Institut, das Bundesgesundheitsministerium bzw. die Seiten des Landes Berlin. What’s App ist keine Quelle!

Auf sich selbst achten

Auf die persönlichen Bedürfnisse zu achten, ist aktuell besonders wichtig. Was bedeutet hier Selbstfürsorge? Sich auf das zu konzentrieren, was man selbst in der Hand hat und kontrollieren kann (wie etwa angemessene Hygiene durch Händewaschen) statt auf das, was man nicht beeinflussen kann.

Soweit es geht, sollten Sie Ihren Alltag strukturieren und wie gewohnt weiterführen: Essen Sie gesund, schlafen Sie genug, machen Sie schöne Dinge – wie etwa ein neues Buch lesen oder Ihre Lieblingsmusik hören. Aktivitäten wie Spaziergänge, Meditation oder Fitness zu Hause können helfen, sich zu entspannen und wirken sich positiv auf Gedanken und Gefühle aus. Fitness-Videos und Meditationshilfen gibt es zahlreich.

Versuchen Sie, eine neue tägliche Routine zu entwickeln, die Ihre positive Einstellung in den Mittelpunkt stellt und diese Aktivitäten gezielt mit einfließen lässt. Die Mental Health Foundation empfiehlt beispielsweise, auch Chancen in der Situation zu sehen – zum Beispiel, dass man früher ins Bett geht und dadurch endlich mal wieder genug schläft.

Soziale Kontakte pflegen

Trotz „Social Distancing“ gibt es heute viele digitale Möglichkeiten, mit Freunden und Familie in Kontakt zu bleiben. Dazu rät auch das Robert-Koch-Institut in seinem Info-Flyer für häusliche Quarantäne. Denn regelmäßige Kontakte können Stress reduzieren: Mit nahestehenden Menschen über Sorgen und Gefühle zu sprechen kann helfen, mit den Herausforderungen der aktuellen Situation besser umzugehen und gibt ein Gefühl von Sicherheit. Ebenso wichtig ist es, mit Familie und Freunden auch bewusst über andere Themen zu sprechen und sich so regelmäßig gedankliche Auszeiten von den aktuellen Geschehnissen zu verschaffen.

Was tun im Quarantäne-Fall?

Viele Menschen fragen sich, was sie im Quarantänefall tun würden. Auch wenn die Vorstellung von Selbst-Quarantäne und der damit verbundenen Isolation erschrecken mag: Denken Sie daran, dass es nur eine temporäre Maßnahme ist! Auch diese Situation geht vorbei.

Und: Außerdem wissen wir, warum wir das tun und erweisen mit der sozialen Isolation anderen insbesondere gefährdeten Menschen einen großen Dienst!

Positiv denken

Auch wenn sich die schlechten Nachrichten im Zusammenhang mit dem Virus häufen: Bleiben Sie hoffnungsvoll. Die WHO empfiehlt, gezielt nach Informationsquellen zu suchen, die positive Nachrichten von Menschen aus der Region verbreiten, die an COVID-19 erkrankt waren und wieder genesen sind oder Geschichten von Menschen, die eine geliebte Person im Genesungsprozess begleitet haben. Versuchen Sie, sich auf die guten und schönen Dinge im Leben zu konzentrieren. Auf Seiten wie https://goodnews.eu/ werden täglich nur die guten Nachrichten betont, denn auch von ihnen gibt es genug.

Alle Gefühle zulassen

Es ist ganz normal, gerade jetzt emotionale Reaktionen zu zeigen – ob Sie sich angestrengt, überwältigt, gestresst, ängstlich oder traurig fühlen. Erlauben Sie sich diese Gefühle und versuchen Sie nicht, sie zu ignorieren oder zu unterdrücken. Manchen Menschen hilft es, ihre Gefühle in einem Tagebuch festzuhalten, mit anderen darüber zu sprechen, sie durch kreative Tätigkeiten zu verarbeiten oder regelmäßig zu meditieren.

Richtig um die Kinder kümmern

Auch Kinder brauchen Hilfe im Umgang mit Stress und Schutz vor der Corona-„Hysterie“. Nehmen Sie sich Zeit, mit Ihren Kindern über die Situation zu sprechen. Beantworten Sie ihre Fragen und erklären Sie Fakten über das Virus, die für Kinder verständlich sind. Reagieren Sie unterstützend, möglichst in Ruhe und haben Sie ein offenes Ohr für die Sorgen der Kinder. Und: geben Sie ihnen eine Extraportion Zuneigung, Aufmerksamkeit und Unterstützung!

Zeigen Sie den Kindern, dass sie in Sicherheit sind, aber auch, dass es okay ist, traurig zu sein. Zeigen Sie ihnen, wie Sie selbst positiv mit Stress umgehen, damit sie von Ihnen lernen können.

Professionelle Hilfe suchen

Wenn die Überforderung zu groß wird und die mentale Krise aus eigener Kraft nicht zu überwinden ist, kann professionelle Unterstützung und Beratung notwendig werden. Es gibt viele Möglichkeiten, die Ängste vor dem Virus in den Griff zu bekommen, die eigene seelische Gesundheit und die von Freunden und Familie zu schützen und zu pflegen.

Mitarbeiter*innen des UNIONHILFSWEREK können sich telefonisch an das Fürstenberg Institut wenden, wenn es um persönliche, berufliche, familiäre oder gesundheitliche Fragen geht. Weitere Informationen dazu finden Sie im Intranet unter BGM.

Grundsätzlich gilt in diesen Fällen der Hausarzt als erste Anlaufstelle. Alternativ ist etwa auch die Telefonseelsorge unter den Telefonnummern 0800/1110111 und 0800/1110222 anonym, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar. Manche Psychotherapeuten bieten ihren Patienten jetzt außerdem öfter eine Videosprechstunde an.

Und denken Sie daran: Diese Pandemie wird vorbeigehen. Eine positive Einstellung kann helfen, Ihre seelische Gesundheit in Zeiten großer Unsicherheit zu schützen.

Verwendete Quellen:

Bundesministerium für Bildung und Forschung: Corona-Quarantäne kann Angstzustände auslösen
Mental Health Foundation: Coronavirus: 8 ways to look after your mental health
WHO: Coping with stress during the 2019-nCoV outbreak
Deutschland sicher im Netz: Vorsicht vor Fake-News zum Coronavirus
Robert-Koch-Institut: Coronavirus

Weil es die kleinen Dinge sind, die uns durch diese Zeit helfen können: Der Osterzopf

Für viele gehört neben dem Eierfärben, Ostereier suchen oder dem Osterfeuer auch das Backen des Osterzopfes zu den beliebten Osterbräuchen.

Nach 40 Tagen des Fastens kann endlich wieder nach Herzenslust geschlemmt werden. Mit süßem Gebäck wurde nach christlicher Tradition das Ende der Fastenzeit zu Ostern gefeiert. Dabei stellt die geflochtene Form des Osterzopfes die Verbindung von Gott und den Menschen dar.

Aber auch schon unsere heidnischen Vorfahren haben das geflochtene Hefegebäck hergestellt. Je nach Geschmack wird der klassische Osterzopf entweder pur oder mit Butter oder Konfitüre genossen. Mittlerweile findet man die raffiniertesten Rezepte.

Wer mag kann sein Kunstwerk noch mit Rosinen oder Zuckerguss versehen oder sogar mit ausgefallenen Füllungen wie Mohn, Marzipan oder fruchtiger Kirschfüllung verfeinern.

Möglicherweise scheuen Sie sich vor der Zubereitung von Hefegebäcken. Aber das muss nicht sein! Das A und O ist das lange Kneten und die benötigte Zeit und Ruhe zum Gehen des Teiges. Wer sich darauf einlässt, der kann beim Kneten eines Hefeteiges sogar Stress abbauen und gelassen in die Osterfeiertage starten. Schon morgens kann man mit den ersten Schritten beginnen, bereits mittags den Osterzopf in den Ofen schieben und seine Lieben am Nachmittag mit einer duftenden Köstlichkeit erfreuen.

Zubereitung des Hefeteiges

DIE KLASSISCHEN ZUTATEN:

  • 350 g Mehl
  • 150 ml lauwarme Milch
  • ½ Würfel frische Hefe
  • 4-6 EL Zucker
  • 2 EL ca. 50g weiche Butter oder Margarine
  • 2 Prisen Salz
  • 1 Ei (M)
  • 1 Ei zum Bestreichen
  • Hagelzucker oder Mandelblättchen

Schritt für Schritt zum Hefezopf

  1. Bröseln Sie die Hefe in die lauwarme Milch und verrühren Sie diese mit dem Zucker bis sich alles aufgelöst hat.
  2. Mischen Sie Mehl und Salz, geben Sie ein Ei hinzu und kneten Sie dies alles, bis sich ein Kloß gebildet hat.
    Fügen Sie nun die Butter hinzu und kneten Sie 5-10 Minuten kräftig, bis ein glatter, Teig entsteht.
  3. Der Teig möchte nun an einem warmen Ort ruhen und das erste Mal für ca. 30 Minuten gehen.
  4. Teilen Sie im Anschluss daran den Teig in drei gleich große Teile auf und formen Sie diese zu 3-5 cm dicken und 30-40cm langen Strängen, aus denen Sie dann wiederum einen Zopf flechten.
  5. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech muss der Hefezopf ein weiteres Mal für 20-30 Minuten gehen. Bestreichen Sie ihn anschließend mit Eigelb und bestreuen Sie ihn mit Hagelzucker.
  6. Und nun ab in den vorgeheizten Ofen und bei 180 Grad Ober-/ Unterhitze auf der mittleren Schiene ca. 20-25 Minuten backen. Den fertigen Osterzopf am besten noch warm genießen.

Wir wünschen Ihnen frohe Ostern, wenn auch dieses Jahr unter ungewöhnlichen Bedingungen, viel Spaß beim Nachbacken und guten Appetit!

TIPP:
Dieser Hefeteig dient auch als Basis für weitere beliebte Leckereien wie Streuselkuchen, Pflaumenkuchen oder Rosinenbrötchen. Sollten Sie im Supermarkt keine frische Hefe bekommen, können Sie alternativ auch eine Tüte Trockenhefe verwenden.

Wir bleiben zuhause: Kinderbuchtipps zum gemeinsamen Lesen und Vorlesen

Nach fast drei Wochen „Zwangsstubenarrest“ für die ganze Familie, sind die Lieblingsbücher der Kinder aber vermutlich schon mehrmals vorwärts und rückwärts durchgelesen. Heute zum internationalen Kinderbuchtag haben wir deshalb Buchempfehlungen zum gemeinsamen Lesen und Vorlesen zusammengestellt. Die Tipps kommen von Kolleginnen und Kollegen aus unseren Kitas, dem Blog-Redaktionsteam und von kleinen Lesern selbst.

 

Kinderbücher ab 2 Jahre

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Rosa und Oma oder Rosa ist heute bei Oma | Lena Anderson

Beide Bücher eignen sich zum Vorlesen, um mit den Kindern ins Gespräch zu kommen. Sie können über Erlebnisse erzählen, die sie mit Oma und Opa hatten. Durch Telefonate mit den Großeltern fällt es ihnen vielleicht nicht so schwer, diese nicht besuchen zu können. Dies trifft natürlich auch für die Großeltern und alle anderen Familienmitgliedern zu.

Tippgeber: Kita Böhmische Straße

 

Wieso? Weshalb? Warum? Junior | Sachbuchreihe

Die Bücher wecken die Neugier der Kinder an Alltagsthemen. Da man die versteckten Bilder aufklappen muss, um sie zu sehen, sind die Kinder bei der Betrachtung der Bilder aktiv eingebunden. Zurzeit steht die Folge „Alles über die Feuerwehr“ bei uns in der Einrichtung hoch im Kurs, aber auch andere Themen wie Tiere, Zähne putzen, am Meer usw. werden angeboten. Von der Reihe gib es auch Soundbücher, also Bücher mit integrierten Audioelementen.

Tippgeber: Kita Naunynstraße

 

Schüttel den Apfelbaum | Nico Sternbaum

Dieses Bilderbuch lädt zum Mitmachen ein! Die kleinen Leser dürfen das Buch schütteln, schaukeln, darauf herumklopfen oder es auf den Kopf stellen.  Da gilt es zum Beispiel, den Apfelbaum zu schütteln oder an die Tür eines geheimnisvollen Schlosses zu klopfen, um zu sehen, was als nächstes passiert.

Solche Mitmach-Bücher kommen bei den Kindern super an. Sie sind aktiv dabei und haben Spaß.

Tippgeber: Kita Böhmische Straße

 

Walter kriegt Besuch | Paula Metcalf

Walther liebt es, zu putzen und sein Haus in Ordnung zu halten. Wie freut er sich, zunächst seine gute Freundin, das Eichhörnchen Daisy bei sich begrüßen zu dürfen. Die äußerst hilfsbereite jedoch sehr tollpatschige Daisy stellt Walthers geordnetes Heim schnell auf den Kopf und Walthers Geduld wird auf die Probe gestellt. Am Ende siegt die Freundschaft und das Buch gibt uns mit auf den Weg, auch mal ein Auge zuzudrücken. Die liebevollen und lustigen Zeichnungen gepaart mit einer humorvollen Geschichte die auch beim 10x vorlesen nicht langweilig gehört für mich definitiv zu meinen Favoriten.

Tippgeberin: Anja Papke, Tom-Sawyer-Kinderhaus

 

Die Schildkröte hat Geburtstag | Elisabeth Shaw

Dieses Buch können Kinder schnell auswendig mitsprechen. Die kurzen Texte mit Wiederholungen prägen sich bei den Kleinen gut ein. Die Geschichte handelt von einer Schildkröte, die Geburtstag hat und sich einen Salatkopf wünscht. Diesen Wunsch behält sie aber für sich und etliche Tiere bringen ihr Geschenke vorbei, die ihr eigentlich nicht gefallen. Trotzdem bleibt sie höflich und freut sich über die Besuche. Bis die Maus vorbei kommt und ihr den sehnlichsten Wunsch erfüllt. Den Konflikt, Geschenke zu bekommen, die man eigentlich nicht so toll findet, kennen vermutlich nicht nur Kinder, sondern auch viele Erwachsenen. Wie geht man mit dieser Enttäuschung um? Das Buch gibt Anstöße zum Austausch über diese sozial herausfordernde Alltagssituation.

Tippgeber: Kita Naunynstraße

 

Kamfu mir helfen | Barbara Schmidt

Die lustige Geschichte ist in kurzen Reimen erzählt und macht auch den vorlesenden Eltern Spaß: Ein Elefant stolpert und verbiegt sich den Rüssel. Mit lustigem Sprachfehler macht er sich auf die Suche nach Hilfe: „Ich bin gepfolpert, hingeflogen | und hab‘ den Rüffel mir verbogen. | Deffegen komme ich fu dir. | Kamfu vielleicht helfen mir?
Viele Tiere, die sich mit Rüsselproblemen gut auskennen, versuchen zu helfen. Und am Ende ist die Lösung ganz einfach… und lustig.
Ein herrlich lustiges Vorlese-Buch mit tollen Reimen und witzigen Zeichnungen.

Tippgeberin: Yvonne Gaebel, Blog-Redaktionsteam

 

Kinderbücher ab 4 Jahre

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Wir gehen auf Bärenjagd | Michael Rosen & Helen Oxenbury

Ein Bilderbuchklassiker, der Kindern auch nach mehrfachem Lesen immer wieder Freude macht. Der Text besteht aus einprägsamen Reimen, welche die Kinder schnell auswendig lernen. Die Geschichte ist simpel – ein Vater geht mit seinen Kindern spazieren und spielt eine Bärenjagd. Der Vater, die Kinder und der Hund der Familie lassen sich durch kein Hindernis davon abhalten, den Bären aufzustöbern. Das Buch animiert zu Bewegungsspielen – viele weiterführende Ideen findet man unter dem Buchtitel im Internet.

Tippgeber: Kita Naunynstraße

 

Ach, du Schreck, mein Name ist weg! | Wonderbly

Mein Patenkind Mayla ist 5 Jahre alt, also eigentlich morgen schon erwachsen. Ihr aktuelles Lieblingsbuch: „Ach du Schreck, mein Name ist weg“ – ein personalisiertes Kinderbuch voller Abenteuer.  Es erzählt die Geschichte eines kleinen Jungen oder Mädchens, das aufwacht und feststellt, dass sein Name an der Zimmertür verschwunden ist. So startet das Kind eine abenteuerliche Reise, um ihn wiederzufinden: Es trifft auf die unterschiedlichsten Wesen, die ihm, Buchstabe für Buchstabe, den Namen zurückgeben. Mayla trifft zum Beispiel auf die Meerjungfrau, den Adler, den Yeti, den Löwen und den Affen. Eine zauberhafte Reise – ganz persönlich.

Tippgeberin: Irena Welslau, Blog-Redaktionsteam

 

Licht an! Bd. 7: Himmel und Weltall | Sachbuch-Reihe für Kinder

Meine fünfjährige Tochter Antonia liebt es, Neues zu entdecken. Da das momentan nicht so leicht ist, erfreut sie sich an den Büchern „Licht an!“, der Sachbuchreihe mit der Taschenlampe. Besonders spannend findet sie den 7. Band. Hier können Kinder ab vier Jahren mit einer beiliegenden Taschenlampe aus Papier den Weltraum entdecken.

Tippgeberin: Gina Schmelter, Blog-Redaktionsteam

 

Die unglaubliche Geschichte von der Riesenbirne | Jakob Martin Strid

Eine ziemlich verrückte Abenteuergeschichte, die vor allem bei unseren größeren Kindern gut ankommt. Die Geschichte beginnt so, dass ein Kater und ein Elefant eine Flaschenpost mit einem wundersamen Samenkorn finden. Aus dem Samenkorn wächst eine Riesenbirne. Doch wie wird man diese überdimensionierte Birne bloß wieder los? Verraten sei: Einfach ernten kann man sie nicht. Die witzige und originelle Geschichte ist mit detailreichen Bildern illustriert.

Tippgeber: Kita Naunynstraße

 

Tommi Tatze | Axel Scheffler

Meine Tochter Emma, fünf Jahre alt, liebt diese rührende Freundschaftsgeschichte zwischen dem alten Straßenmusikanten „Matze“ und dem Kater „Tommi Tatze“ seit dem sie 3 Jahre ist. Die Geschichte lebt von den herrlichen Reimen und Illustrationen. Auch Tilda (ein Jahr) greift regelmäßig zu diesem Buch mit festen Pappseiten, weil sie die lustige Bilderwelt liebt. Die Geschichte beginnt davon zu berichten, wie beide immer zusammen musizieren, Leute Geld in den Hut werfen und sie ihr Lieblingslied singen. „Die alte Gitarre und du und ich wir spielen und singen so glücklich. Mi-au, die Gitarre und du und ich, wir klingen und singen sooo glücklich.“ Doch was ist passiert? Warum führt Tommi Tatze nun ein ganz neues Leben und warum singt Matze davon, dass er seine Katze vermisst? Sehen sie sich wieder?

Tippgeberin: Vera Jahn, Blog-Redaktionsteam

 

Die Kuh Lieselotte | Alexander Steffensmeier

Die Bücher von der Kuh Lieselotte gibt es in unterschiedlichen Formaten: als großes Bilderbuch, als kleines Bilderbuch und als Pappbilderbuch für kleinere Kinder. Auch Hör- und Malbücher werden angeboten. Lieselotte ist eine sympathische Kuh, die mit anderen Tieren, ihren Freunden, auf einem Bauernhof lebt. Sie erlebt und durchlebt Dinge, die auch Kinder gut kennen, zum Beispiel Langeweile im Buch „Lieselotte hat Langeweile“. In weiteren Folgen ist sie krank („Lieselotte ist krank“), feiert Geburtstag („Ein Geburtstagsfest für Lieselotte“) und sie findet einen Schatz („Lieselotte sucht einen Schatz“). Die Kuh Lieselotte ist eine tolle Identifikationsfigur für Kinder. Tipp: Auf der Internetseite der Reihe kann man gratis digitale Bilderbücher herunterladen.

Tippgeber: Kita Naunynstraße

 

Oh, wie schön ist Panama | Janosch

Mein Tochter Antonia hört immer mal wieder die alte Geschichte vom kleinen Bären und vom kleinen Tiger gern, die nach Panama aufbrechen (wollen), am Ende aber wieder bei sich zu Hause ankommen. Da sie lange unterwegs waren, erkennen sie ihr Zuhause nur nicht. Gerade in diesen Zeiten ist das auch eine wichtige Botschaft: Zuhause ist es doch am schönsten.

Tippgeberin: Gina Schmelter, Blog-Redaktionsteam

 

Das kleine WIR | Daniela Kunkel

Das WIR-Gefühl ist etwas, das für Erwachsene und auch für Kinder sehr wichtig ist. Doch wie kann man dieses Gefühl am besten kindgerecht erklären? In dem Buch verlieren zwei Freunde durch zu viel Streitereien ihr WIR-Gefühl. Dann merken sie: Ohne das WIR bleibt alles grau. Sie müssen es unbedingt wiederfinden! Wo hat sich das WIR nur versteckt?

Tippgeber: Kita Böhmische Straße

 

Kinderbücher ab 6 Jahre

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Wir sind nachher wieder da, wir sind in Afrika | Oliver Scherz

Eine lustige und spannende Geschichte, in die die Kinder eintauchen und von der sie nicht genug bekommen: Ein Geschwisterpaar hilft einem Elefanten, seine Großmutter zu finden und reist dafür mit ihm nach Afrika. Den Eltern legen die beiden eine kleine Nachricht auf den Küchentisch: „Wir sind nachher wieder da, wir müssen kurz nach Afrika“. Es geht um die Sehnsucht nach der Familie, um das Wissen, wohin man gehört, und das Geschichten-Erzählen selbst – mit viel Witz, tollen Illustrationen und einer wunderbaren Sprache, so dass das Vorlesen einfach Spaß macht.

Tippgeberin: Yvonne Gaebel, Blog-Redaktionsteam

 

Ein Freund wie kein anderer | Oliver Scherz

Die Geschichte handelt von einem Erdhörnchen namens Habbi, das sich mit einem Wolf befreundet. Der Wolf heißt Yaruk. Sie befreunden sich, als Yaruk viele Steine auf die Pfote gefallen waren und Habbi den Wolf Yaruk befreit hatte. Es gibt lustige und traurige Stellen.

Tippgeberin: Ida, 8 jahre

 

Die schrecklichsten Mütter der Welt | Sabine Ludwig (ab 10 Jahre)

Es geht um drei Kinder namens: Bruno, Sofia und Emily. Sie haben an einem Wettbewerb zum Thema, „Die schrecklichsten Mütter der Welt“ teilgenommen. Dort geht es darum, zu gewinnen und dafür vier Wochen auf einer mutterlosen Insel zu verbringen. Dann eines Tages, als sie von der Schule heimkehren, stehen dort nicht ihre Mütter, sondern Tanten, die sie nie zuvor gesehen haben. Ihre Mütter sind angeblich auf Kur. Doch eines Tages machen sie eine merkwürdige Entdeckung und sie machen sich auf die Suche nach ihren Müttern. Dabei erleben sie viele Abenteuer. Am Ende sind die Mütter nicht mehr die schrecklichsten, sondern die besten Mütter der Welt.

Tippgeberin: Milena, 10 Jahre

 

Kinderbücher zum Thema Inklusion und Diversität

Die Empfehlungen stammen aus unserer deutsch-französischen Kita „Die Kinderinsel“

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Peau noire Peau blanche | Yves Bichet- Mireille Vautier (3-5 Jahre)

Der Vater hat dunkele Haut, die Mutter hat helle Haut, Manchmal weiß Issan nicht mehr wer er ist. Aber eines Tages wird er verstehen, dass er einfach von hier und dort kommt.

 

Herr Seepferdchen | Eric Carle (ab 3 Jahre)

Die Mutter kümmert sich um die Babys?  Nicht bei den Seepferdchen. Die Geschichte erzählt von dem Vater Seepferdchen, der die noch ungeborenen kleinen Seepferdchen in seiner Bauchtasche beschützt und herumträgt. Auf seinem Weg trifft er noch andere Tiere, bei denen die Kinderbetreuung ebenfalls Papa-Sache ist.

 

Seine eigene Farbe | Leo Lionni (ab 4 Jahre)

Alle Tiere auf der Welt haben ihre eigene Farbe, nur das Chamäleon nicht. Dennoch wird es seinen Platz in der Welt finden und glücklich sein.

 

Das schwarze Buch der Farben | Memena Cottin (ab 4 Jahre)

Das Buch widmet sich dem Thema Blindheit und der Frage, wie man Farben verstehen, fühlen und wahrnehmen kann, ohne sie zu sehen. Es spricht alle Sinne der Kinder an und lernen auch die Braille-Schrift (Blindenschrift) kennen.

 

Nachschub für Zuhause

Doch: Wie kommen wir in Corona-Zeiten an neuen Lesestoff? Verzichten Sie besser auf Bestellungen bei großen Online-Händlern (die Lieferzeiten sind momentan sehr lang), diese sind gerade damit beschäftigt, lebensnotwendige Dinge zu liefern. Unterstützen Sie lieber Buchläden bei Ihnen um die Ecke! Die meisten haben zwar geschlossen, nehmen aber trotzdem weiter telefonisch oder per Mail Bestellungen an. Die Bücher sind oft schon am nächsten Tag da und werden in der Regel sogar (kostenfrei) nach Hause geliefert.

Wenn der Buchladen von nebenan doch keine Bücher ausliefern kann, dann gibt es noch das Angebot „Einfach vorlesen“ der Stiftung Lesen. Wöchentlich sind neue Kinderbücher für verschiedene Altersstufen zum Vorlesen und gemeinsam lesen online – kostenlos in der App oder zum Ausdrucken.

 

Wir wünschen viel Spaß beim gemeinsamen Lesen und Vorlesen!

Sie haben auch noch einen Kinderbuchtipp oder wollen davon berichten, welches der Bücher bei Ihren Kindern besonders gut ankam? Schreiben Sie es uns in die Kommentare!