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Wärme und Hoffnung im Winter: Unionhilfswerk eröffnet Kältehilfeunterkunft

Ab dem 2. Dezember 2024 öffnet die Unterkunft am Goslarer Platz 8-9 in Charlottenburg ihre Türen. Bis zum 30. April 2025 stehen hier rund 150 Schlafplätze bereit – ein Zufluchtsort für diejenigen, die ihn am dringendsten benötigen.

 

Mehr als ein warmer Schlafplatz

Die Kältehilfe bietet obdachlosen Menschen einen trocknen und warmen Schlafplatz. Zusätzlich erhalten sie eine umfassende Grundversorgung:

  • Warme Mahlzeiten, um Körper und Seele zu stärken,
  • Duschmöglichkeiten, um Würde und Hygiene zu bewahren,
  • und individuelle Unterstützung, um in besonderen Notlagen weiterzuhelfen.

Kathrin Weidemeier, Geschäftsführerin im Unionhilfswerk, betont: „Wir freuen uns sehr, auch dieses Jahr dringend benötigte Plätze im Rahmen der Berliner Kältehilfe anbieten zu können. Wir hoffen, damit sowohl Schutz als auch Menschlichkeit und Hoffnung geben zu können. Dass wir erneut an diesem Standort öffnen können, verdanken wir der Initiative unserer Kooperationspartner*innen und unserer Mitarbeitenden.“

Janine Georgi und Pablo Sachsenweger, Leitungsteam des Kältehilfeprojekts, ergänzen: „Uns ist es wichtig, Menschen in Not unbürokratisch zu helfen. Besonders zu betonen ist, dass zehn Plätze für Menschen geeignet sind, die auf den Rollstuhl angewiesen sind.“

 

Ein sicherer und strukturierter Ablauf

Die Unterkunft öffnet täglich um 19:30 Uhr. Am nächsten Morgen verlassen die Gäste das Gebäude spätestens um 8 Uhr. Ein Sicherheitsdienst gewährleistet einen geordneten Ablauf, während die Johanniter bei gesundheitlichen Problemen zur Seite stehen.

 

Gemeinsam für mehr Wärme: Engagement gesucht

Damit dieses wichtige Angebot funktioniert, braucht es helfende Hände. Das Unionhilfswerk sucht Freiwillige für Aufgaben wie die Gepäckannahme oder die Ausgabe eines warmen Abendessens. Wer helfen möchte, kann sich auf vostel.de über die Möglichkeiten informieren und anmelden. Jede Unterstützung zählt!

 

Ein Zeichen der Solidarität

Mit der Kältehilfe setzt das Unionhilfswerk ein starkes Zeichen: Niemand sollte in dieser Stadt übersehen werden. Angesichts der schätzungsweise bis zu 10.000 obdachlosen Menschen in Berlin zeigen wir, was Mitgefühl und Verantwortung bewirken können.

 

1.000 Plätze gegen die Kälte

Für die Kältehilfesaison 2024/25 stehen in Berlin insgesamt mehr als 1.000 Plätze zur Verfügung. Die Kältehilfe wird von einem breiten Netzwerk sozialer Träger sowie durch staatliche und private Mittel unterstützt. Neben Notübernachtungen bieten Kältebusse, Nachtcafés und Suppenküchen ergänzende Hilfe an, um obdachlosen Menschen in dieser schwierigen Zeit beizustehen.

 

Dieser Winter wird kalt. Aber mit Angeboten wie der Unterkunft des Unionhilfswerks in Charlottenburg wird Berlin ein bisschen wärmer – für alle.

„Ich mag es, hier so nah dran zu sein. Wenn ich nicht im Gespräch bin, ist meine Tür immer offen.“

Vor über sieben Jahren hatte Manja Metz ihren ersten Arbeitstag bei der Union Sozialer Einrichtungen USE gGmbH. Als gelernte Gastronomin und ausgebildete Psychologin bewarb sie sich ursprünglich beim IFD. Noch heute schwärmt sie von ihrem damaligen Vorstellungsgespräch, bei dem sie sich sofort in die Kolleg*innen verliebt hat. Danach wusste sie: „Hier möchte ich arbeiten!“

Nach den ersten Wochen im IFD war sie sich jedoch zunächst unsicher, ob die Arbeit dort das Richtige für sie ist. Obwohl es viele Paragraphen zu kennen und noch mehr Anträge auszufüllen gab, war ihr Wille durchzuhalten, groß. Und nachdem die Aufgaben vielfältiger wurden, sie in Kontakt mit Klient*innen kam und sich auch mit Öffentlichkeitsarbeitsthemen beschäftigte und Vorträge hielt, war für sie klar: „Hier bleibe ich!“ Nach nur zwei Jahren wurde ihr schließlich die Leitung des IFDs angeboten.

Suche nach neuen Herausforderungen

Nach drei Jahren in dieser Position bemerkte Manja Metz, deren Lieblingshobby die brasilianische Kampfkunst Capoeira ist, jedoch eine gewisse Stagnation. Der IFD lief erfolgreich und es war Zeit, eine neue Aufgabe anzunehmen, ohne die USE zu verlassen. „Ich habe mich hier einfach wohlgefühlt aufgrund der Menschen.“, erinnert sie sich zurück. Und dann fiel ihr die neue Stelle quasi vor die Füße. Da Herr Päpke in Rente gehen würde, wurde eine Nachfolge gesucht. Zeitgleich beschäftigte sie sich mehr mit dem Thema Werkstatt, das dadurch immer präsenter bei ihr wurde. Danach ging alles ganz schnell und nach Gesprächen mit Herrn Päpke, der Geschäftsführung, Kolleg*innen und ihrer Familie war sie sich sicher: „Ich möchte das machen!“.

Respekt vor der neuen Aufgabe

Seit April hat die Mutter eines neunjährigen Sohns nun ihr Büro in der Koloniestraße zur Einarbeitung bezogen, wo sie eine Gruppe von etwa 25 Mitarbeiter*innen führt. „Ich habe ein richtig tolles Team, in dem so viele Kompetenzen drinstecken, so viele unterschiedliche Erfahrungswerte und es macht irre viel Spaß, ins Lösungfinden zu gehen.“, schwärmt Manja Metz.

Auch wenn ihre Erfahrungen aus der Arbeit und ihrer Leitungsrolle im IFD sehr hilfreich sind, unterscheidet sich die Tätigkeit in einem Punkt besonders: „Bei jemandem, der mobilitätseingeschränkt ist, weiß man relativ schnell, was gemacht werden muss (Stichwort Barrierefreiheit). Im Gegensatz dazu gibt es bei Menschen mit psychischen Erkrankungen aber kein Schema F oder das Rezept, das man für alle einsetzen kann. Man muss ganz individuell schauen.“

Auf die finale Frage, was sich Manja Metz auf die Fahne geschrieben hat, antwortet sie ganz selbstreflektiert: „Ich habe großen Respekt vor der Aufgabe, die Herr Päpke so lange übernommen hat und ich werde auf keinen Fall in seine Fußstapfen treten können, aber ich werde eigene Schuhe anziehen und eigene Fußspuren hinterlassen.“

15 Jahre Pflegestützpunkte Berlin: Auch in Zukunft eine wichtige Unterstützung im Pflegealltag

„Wir hatten noch nie einen so großen Beratungsbedarf wie heute“, erklärt Hans-Joachim Fritzen, Vorsitzender des Steuerungsgremiums der Berliner Pflegestützpunkte. Die Gründe für diesen Anstieg sind vielfältig. Die Zahl der Pflegebedürftigen wächst kontinuierlich, und auch die Kosten für Pflegeheimplätze steigen. Oftmals können die finanziellen Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung diese Kosten nicht vollständig decken, was zu erhöhten Eigenanteilen und damit zu zusätzlicher Belastung für die Betroffenen führt.

Die Pflegestützpunkte bieten hier eine wichtige Unterstützung

Pflegestützpunkte beraten umfassend zu Themen wie Finanzierung, Entlastungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige und weiteren Fragen rund um die Pflege. Gerade in Zeiten, in denen die Belastungen für Pflegebedürftige und ihre Familien steigen, ist es besonders wichtig, professionelle und einfühlsame Unterstützung zu erhalten.

Ellen Haußdörfer, Staatssekretärin für Gesundheit und Pflege, hebt die Bedeutung der Pflegestützpunkte hervor: „Wir sind froh, in Berlin über ein solch dichtes und kompetentes Netz an Anlaufstellen für Ratsuchende zu verfügen.“ Die Pflegestützpunkte sind in jedem der 12 Berliner Bezirke vertreten, und ihre Beratungskräfte sind darauf spezialisiert, individuell auf die Situation der Ratsuchenden einzugehen.

Bedeutung der Beratungsstellen wird weiter steigen

Mit Blick auf die demografische Entwicklung, die für 2030 über 200.000 Pflegebedürftige in Berlin prognostiziert, wird die Bedeutung dieser Beratungsstellen weiter zunehmen. Deshalb ist es entscheidend, dass diese Angebote nicht nur bestehen bleiben, sondern auch zukunftstauglich gestaltet werden. Dazu gehört auch, dass die Pflegestützpunkte sich den Herausforderungen der Digitalisierung stellen und ihren Service entsprechend anpassen.

Eine Kundenbefragung aus dem Herbst 2023 zeigt, dass die Arbeit der Pflegestützpunkte sehr geschätzt wird: Fast 94 Prozent der Befragten empfehlen das Beratungsangebot uneingeschränkt weiter. Die offenen Sprechzeiten der Pflegestützpunkte sind dienstags von 9 bis 15 Uhr und donnerstags von 12 bis 18 Uhr. Auch individuelle Termine sind nach Vereinbarung möglich. Neben persönlichen Gesprächen bieten die Pflegestützpunkte auch Beratungen per Video und, wenn notwendig, Hausbesuche an.

Der 15. Geburtstag der Pflegestützpunkte Berlin ist nicht nur ein Grund zur Feier, sondern auch ein Anlass, ihre wichtige Rolle in der Unterstützung von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen anzuerkennen. Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für 15 Jahre engagierte Arbeit!

 

Hier geht es zu einem Artikel über die Pflegestützpunkte auf unserem Blog aus dem April 2024.

Im Mittelpunkt steht der Mensch

Das Leben ist eine Abfolge von Übergängen in die jeweils nächste Episode. Gäbe es keine Übergänge, würden wir uns nicht weiterentwickeln. Auch Sie haben schon so manchen Übergang gemeistert. Können Sie sich beispielsweise noch an Ihre Einschulung erinnern?

Oh, meine Einschulung… also ich sehe Bilder vor mir: eine große Schultüte, Igel-Mecki-Frisur und später diese schicken gelben Erstklässler-Mützen für die damals noch wenigen Autofahrer. Viel mehr fällt mir dazu nicht ein, aber ich habe mir darüber auch seit ungefähr 60 Jahren keine Gedanken mehr gemacht. (lacht)

 

Dann kamen Ausbildung und Studium – Ihr Übergang ins Berufsleben, Ihr Start beim Unionhilfswerk. Wenn Sie heute zurückschauen, wie empfinden Sie Ihren Weg vom Betreuer/Sozialarbeiter mit Psychologiestudium hin zum Vorstandsvorsitzenden?

Naja, ein bunter Weg mit unterschiedlichen Etappen. Ich hatte in meinem Psychologiestudium den Schwerpunkt auf Erwachsenenpsychiatrie gelegt und fand es konsequent, auch in diesem Bereich zu arbeiten. Ich wurde eingestellt, um mich um die berufliche Rehabilitation der Menschen zu kümmern, die in einem Wohnprojekt lebten. Damit wurde damals bereits das Saatkorn für spätere Projekte im Unionhilfswerk gelegt, die wir Jahre später auf den Weg gebracht haben. Ich habe den Verein Theta Wedding e.V., den Vorgänger der USE, kennengelernt und später die USE mitgegründet. Der nächste Schritt war die Position des Fachbereichsleiters, wo ich viel gestalten konnte, nah an der Basis. In der Geschäftsführung ist man ja eher eine „eierlegende Wollmilchsau“, die sich um alles kümmern muss und dabei auch Themen hat, die weniger lieb sind als das Fachliche. Ich muss aber sagen, mir haben auch Bereiche wie die Immobiliensuche viel Spaß gemacht, auch wenn das weniger mit Psychologie zu tun hat. Als Geschäftsführer bei einem sozialen Träger hat man ein unglaublich buntes Aufgabenspektrum. Langweilig war es nie.

 

37 Jahre beim Unionhilfswerk stehen zu Buche – was waren die wichtigen und herausragenden Meilensteine in dieser Zeit?

Die Tatsache, dass wir die Projekte des Theta Wedding e.V. in die USE überführen und damit den Grundstein für die Werkstatt legen konnten, die zum Kern aller Aktivitäten zur beruflichen Förderung von psychisch kranken Menschen wurde – das war für mich absolut besonders. Auch die Gründung der Stiftung, die Holding-Struktur, war bedeutend für mich. Dass der Verein die Größe hatte zu sagen: Das passt nicht mehr zu unserer Organisationsstruktur, und wir gründen eine Unternehmensträgerstiftung – das war großartig und zukunftsweisend. Als dritten Meilenstein würde ich dieses Haus hier nennen. Es ist uns nach vielen „Irrungen und Wirrungen“ gelungen, den Dienstleistungs.Campus in der Schwiebusser Straße zu bauen und seiner Bestimmung zu übergeben.

 

Wenn man auf die Erfolge schaut, vergisst man die Niederlagen nicht. Was waren die nicht so schönen Momente, an denen Sie gewachsen sind?

Naja, es gibt Projekte, in die steckt man Zeit, aber sie realisieren sich nicht. Wir haben uns ja längere Zeit bemüht, in Brandenburg Dinge auf den Weg zu bringen. Im ehemaligen Mustergut der Familie Borsig in Groß Behnitz wollten wir einmal Wohnen und Arbeiten für Menschen mit Behinderung einrichten. Das hat aus verschiedenen Gründen nicht funktioniert. Das fand ich schon sehr schade. Ein Thema, das mich immer wieder ärgert, ist, dass das Land Berlin eigene Träger auf den Weg bringt, anstatt zu fragen: Lieber Staat, was sind Deine Kernaufgaben, und kümmer’ Dich darum vernünftig, da hast Du mehr als genug zu tun. Musst Du immer in Konkurrenz zur Trägerschaft treten? Wir haben erfolgreich große Gemeinschaftsunterkünfte für geflüchtete Menschen eröffnet und betreut und waren anerkannt. Dann gehen wir in die Ausschreibung, und ein Anbieter liegt ein paar Cent darunter – dann verlieren wir, und das Ganze fängt wieder von vorne an. Oder aber der landeseigene Betrieb sagt: „Für mich gelten keine Ausschreibungsbedingungen. Wenn ich das haben will, nehme ich es mir einfach, grob gesagt.“ Das finde ich extrem ärgerlich und würde es als Niederlage verbuchen.

 

Sie haben vier Jahrzehnte Sozialpolitik in der Stadt miterlebt und mitgestaltet. Wenn Sie einen Wunsch frei hätten: Was würden Sie sich für die Branche wünschen?

Das kann ich in einem kurzen Satz zusammenfassen: Zurück zur Partnerschaft! Das Land sollte uns nicht immer misstrauisch beäugen. Wir haben in vielen Diskussionen den Eindruck, das Land weiß: „Allein können wir es nicht.“ Aber es sieht uns nicht als gleichwertige Gesprächs- und Vertragspartner. Man könnte doch sagen: Schaut, wo eure Expertise ist, und kümmert euch um das, was ihr gut könnt. Wir verständigen uns dann auf Qualitätskontrollen. Vertrauen sollte aufgrund der langjährigen Zusammenarbeit die Basis des Miteinanders sein. Deswegen: Zurück zur Partnerschaft!

 

Wäre das Leben Musik – welcher Song würde Ihnen für Ihre Zeit beim Unionhilfswerk einfallen?

Es sind eher zwei Lieder, die mich musikalisch nachhaltig beim Unionhilfswerk begleitet haben. Das ist einmal „Ein Hoch auf uns!“ von Andreas Bourani, den wir beim 70. Unionhilfswerk-Jubiläum angestimmt haben. Und dann der wirklich berührende UHW-Song auf der Bühne zu unserem 75. Geburtstag: „Erlebe das Leuchten“. Das bleibt unvergessen.

 

Mit Ihrem reichen Erfahrungsschatz: Was würden Sie jungen Berufsanfänger*innen mit auf den Weg geben?

Schaut euch vieles an, lernt unterschiedliche Träger und ihre Konzepte kennen. Bringt Neuerungen, die ihr an der Uni gelernt habt, mit ein, seien es technische oder inhaltliche Ideen. Aber seid auch ein bisschen demütig, denn – ihr habt bisher nur Theorie gelernt! Jetzt kommt das richtige Leben, mit allem, was dazugehört, vor allem mit den Menschen, um die ihr euch kümmert, mit denen ihr zusammenarbeitet, und auch denen, von denen ihr Geld für Projekte wollt. Freut euch darauf, aber denkt nicht, dass ihr schon alles wisst.

 

Worauf freuen Sie sich am meisten nach dem 1. Oktober, oder fremdeln Sie immer noch mit dem Datum?

Nein, eigentlich gar nicht. Ich freue mich auf deutlich mehr Zeit. Es hat auch etwas Befreiendes. Meine Frau und ich haben genug Pläne. Wir bilden gerade unseren neuen Jagdhund aus, haben zwei Grundstücke und ein Jagdrevier, die wir pflegen müssen. Es gibt also genug zu tun.

 

Wie stellen wir uns einen typischen Tagesablauf von Norbert Prochnow im Ruhestand vor?

Einen typischen Tagesablauf wird es nicht geben. Aber wenn es um Sport und Bewegung geht, kenne ich mich: Eine große 10-Kilometer-Runde mit dem Hund, Radfahren oder Schwimmen – das wird eher am Vormittag sein. Zur Jagd geht man morgens und abends. Manchmal kochen wir mittags, manchmal später. Das wird meinen Tag bestimmen, aber ein striktes Muster wird es nicht geben. Auch das ehrenamtliche Engagement bleibt.

 

Würden Sie zum Telefon greifen, wenn Sie einen Tipp für Ihre Nachfolger hätten? Oder können Sie loslassen und sagen: Ach, ich lasse die Neuen machen?

Ich glaube, das würde ich nur aus zwei Gründen tun: Wenn mir etwas Tolles über den Weg läuft oder ich beeindruckende Menschen treffe, bei denen ich denke, das könnte eine gute Verbindung sein. Da könnte ich mich melden und sagen: Schaut euch das doch mal an. Nur als Tipp. Oder ich würde mich melden, wenn ich hörte, dass sich jemand unwohl fühlt. Dann würde ich bei Gelegenheit das Gespräch suchen. Aber nicht im Sinne von Einmischen, sondern als Hinweis.

 

Gibt es ein Motto, das Sie Ihren Kolleginnen und Kollegen mit auf den Weg geben möchten?

Ein befreundeter Träger hat den Satz: „Im Mittelpunkt der Mensch!“ Ich glaube, das ist eine zentrale Botschaft. Wir haben im Unionhilfswerk immer versucht, allen zu vermitteln, dass wir soziale Arbeit auf Dauer nur schaffen, wenn wir strenge Qualitätsmaßstäbe haben und wirtschaftlich denken. Aber trotzdem: Im Mittelpunkt steht der Mensch – sei es das Kita-Kind, der Erwachsene mit Handicap, die pflegebedürftigen Menschen oder unsere Mitarbeitenden. Das heißt nicht, dass wir nicht auch Anforderungen stellen, ehrgeizig sind oder uns kritisch miteinander auseinandersetzen. Wir wollen aber vor allem immer menschlich sein und bleiben.