Monthly Archives: April 2019

Wir für die „SpätLese“

Engagierte Teamarbeit

Die „SpätLese – Zeitung für Seniorinnen und Senioren“ des UNIONHILFSWERK wird vierteljährlich erstellt, von Frauen, die sich freiwillig engagieren. Diese Frauen sind Journalistinnen, Grafikerinnen oder Sachbearbeiterinnen und arbeiten in ihrer Freizeit daran, ein spannendes und informatives Heft für die Bewohner der vier Pflegeheime des UNIONHILFSWERK herzustellen.

Elke Grohs hat viele Jahre als Chefin vom Dienst beim Nachrichtensender NTV gearbeitet. Jetzt bringt sie ihr Wissen auch bei der „SpätLese“ ein. Sie koordiniert, nimmt Texte ab und diskutiert mit den anderen Frauen über neue Themen. „Oft ist die Spätlese schnell vergriffen und schon vor Erscheinen fragen viele, wann denn endlich die nächste Ausgabe kommt“, erzählt sie begeistert. Das Team ist klein und rein weiblich. Fünf bis sechs Freiwillige, die regelmäßig mitarbeiten,  gehören dazu. Warum kein Mann dabei ist, wissen sie auch nicht. „Wir würden uns über Männer im Team freuen“, lacht Elke Grohs. „Vielleicht wollen die sich aber nicht so stark in so einem Projekt engagieren.“

Die Optik ist wichtig

Es kostet viel Zeit, um die Qualität zu liefern für die die „SpätLese“ bekannt ist. Christa Aschendorff ist Grafikerin und Layouterin. Sie gestaltet die Zeitung, bearbeitet Fotos und Überschriften, sorgt für eine moderne und ansprechende Optik. Früher arbeitete sie beim Verbrauchermagazin „Guter Rat“. Heute ist sie pensioniert und engagiert sich ehrenamtlich. Sie ist jederzeit ansprechbar, auch wenn sie auf ihrem Dauercampingplatz am Motzener See ist. „Per Internet ist das ja zum Glück alles kein Problem mehr“, erzählt sie. Die Optik der „SpätLese“ muss stimmen, das ist ihr wichtig. Denn eine ansprechende Form verstärkt das Lesevergnügen. Die fröhliche Christa Aschendorff ist der Garant für diese optische Qualität.

Aktuelle und historische Themen

Die Themen der „SpätLese“ sind vielfältig. Informationen aus den Pflegeheimen, persönliche Berichte über Veranstaltungen und Ereignisse gehören ebenso dazu wie Artikel zum Thema Pflege und Rente oder die Diskussion um eine angemessene Bezahlung der Pflegeberufe. Besonders gern gelesen werden die historischen Rubriken. Norma Scholz fuhr für eine Reportage über die Mode der 20-iger und 30-iger Jahre extra in die Prignitz, zum Schloss Meyenburg, das heute ein privates Modemuseum beherbergt. Solche Themen entdeckt sie für ihre Leserschaft. Die freiwillige Arbeit macht ihr viel Spaß, erzählt sie und auch deshalb ist sie bereits seit sechs Jahren bei der „SpätLese“ dabei.

Bewohner im Porträt

Wichtig sind die Porträts über Bewohnerinnen und Bewohner der Pflegeheime, die regelmäßig ihren Platz in der „SpätLese“ finden. Elke Grohs erinnert sich an einen Heimbewohner, der früher als Kapitän zur See gefahren ist und engagiert im Heimbeirat mitarbeitete. Manchmal schrieb er selbst kleine Artikel für das Heft. Für Anregungen und Wünsche ist das Team der „SpätLese“ offen. „Wir sind flexibel, uns redet ja keiner rein“, betonen sie und freuen sich über ein neues Mitglied im Redaktionsteam.

Redaktionsküken

Sabrina Hunkel ist 28 Jahre und damit altersmäßig das Redaktionsküken. Die freie Journalistin ist dabei, weil sie ihre „Oma vermisst“. Nun versucht sich Sabrina Hunkel in ihre meist älteren Leser hineinzuversetzen und die Geschichten so aufzubereiten, dass sie mit Vergnügen gelesen werden. „Wir arbeiten gerne für die ‚SpätLese’“ betonen die Freiwilligen unisono und man spürt den Teamgeist.

Es gibt viel zu berichten. Daher sind freiwillig Engagierte, die Lust an redaktioneller Arbeit haben, herzlich willkommen. Kontakt: freiwillig@unionhilfswerk.de

„Das, was wir machen, ist Kunst“

Malen, was man am besten kann

Überall hängen Bilder an den Wänden oder stehen auf Staffeleien, auch Skulpturen und andere Kunstwerke sind zu sehen. Pinsel, Acrylfarben und Stifte liegen in der Mitte des großen Tisches. Reiner Köhn, Alfons Baumgärtner, Brigitte Mutschke, Brigitte Schacht, und Gaby Ceszlik unterhalten sich lebhaft. Unterdessen bemalt Michael Schmitt konzentriert ein großes Landschaftsfoto mit knallbunten, lasierenden Farben, wodurch die Landschaft einen surrealen, künstlichen Charakter und eine hohe Plastizität erhält. „Es ist erstaunlich, was sich mit einfachen Mitteln bewirken lässt“, sagt die bildende Künstlerin Birgitta von Homeyer. Gemeinsam mit Irina Wußmann, Modedesignerin und zudem Pädagogin in einer Wohngemeinschaft des UNIONHILFSWERK in Tiergarten, leitet sie die Kunstgruppe. “Jeder malt das, was er am besten kann“, fügt sie hinzu. Die beiden sehen ihre Aufgaben darin, das, was die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Gruppe können und mögen, herauszufinden. Außerdem unterstützen sie, den eigenen Stil zu entwickeln, die eigene Technik zu professionalisieren und neue Möglichkeiten der künstlerischen Umsetzung zu finden. In der Kunst gibt es viele Möglichkeiten und Einfachheit ist oft die beste Lösung. „Ich finde Blumen schön“, verrät Gaby Ceszlik. Daher gehören sie zu ihren Lieblingsmotiven.

Die Känguru-Leoparden-Dame

Die Känguru-Leoparden-Dame von Gaby Ceszlik

Das Highlight der Ausstellung der MoArts „Was ist ?“: die Känguru-Leoparden-Dame von Gaby Ceszlik

Birgitta von Homeyer und Irina Wußmann motivieren die Kunstgruppe, regelmäßig etwas Anderes, auch Neues auszuprobieren, zum Beispiel aus Plastikflaschendeckeln Mosaikbilder zu kreieren oder für ein urbanes Projekt einen Baumstamm zum Thema „Anders sein“ zu bemalen. Augenblicklich werden Fotos aus alten Kalendern übermalt, inspiriert durch moderne Kunst. Gaby Ceszlik, die schon lange dabei ist, zeigte in der gerade zu Ende gegangenen Ausstellung der MoArts “Was ist ?“ beispielsweise eine Känguru-Leoparden-Dame. Das Bild der Kängurudame, die aussieht, als hätte sie ein elegantes, durchsichtig schimmerndes Leopardenkostüm an, zierte die Einladungsflyer und die Plakate der diesjährigen Ausstellung. Darauf ist Gaby Ceszlik besonders stolz. Zudem freut sie sich, dass ihr Bild begehrt war und sofort verkauft wurde.

„Sie trauen sich mehr zu als vorher“

Allen gefällt es, kreativ zu sein, die Anderen hier zu treffen, zusammen aktiv zu sein und sich zu zeigen. 2008 wurde die Kunstgruppe von Birgitta von Homeyer ins Leben gerufen, seit 2010 stellt sie jedes Jahr im SOS-Kinderdorf in der Waldstraße 23/24 ihre Arbeiten des vergangenen Jahres aus. Den Namen „MoArts“ gab sich die Kunstgruppe 2014 und nahm sich so selbst ernst. „Denn „das, was wir machen, ist mehr als Basteln – es ist Kunst“, betonen die beiden Anleiterinnen. Außerdem freuen sie sich, dass sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht nur in ihrem künstlerischen Ausdruck weiterentwickelt haben, sondern sich allgemein mehr zutrauen, sie selbstbewusster und  offener gewordener sind und sich auch in der Öffentlichkeit zeigen. So haben sich auch einige an anderen, von der Künstlerin Birgitta von Homeyer, initiierten inklusiven  Kunstprojekten im öffentlichen Raum  beteiligt.

Nach der Ausstellung ist vor der Ausstellung

In den zehn Jahren sind unzählige Kunstwerke entstanden – und es werden noch viele hinzukommen. Denn nach der Ausstellung ist vor der Ausstellung. Wir dürfen also gespannt sein, was sich die MoArts in diesem Jahr alles einfallen lassen.

Erfolgreiche Integration beginnt im Klassenzimmer

Förderung durch Bildung

In Raum E14 der Gemeinschaftsunterkunft Pankow passieren Montag bis Freitag zwischen 15:00 – 18:00 Uhr viele Dinge auf einmal: Kinder wälzen Klassiker der Weltliteratur wie „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“ von Jules Verne, sie malen bunte Bilder, üben Mathe und lernen Farben auf Deutsch und Englisch. So unterschiedlich die zahlreichen Aktivitäten auch sind, dass Ziel ist immer dasselbe: Förderung durch Bildung. Und dies geschieht durch die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer verschiedenster Generationen, welche vor Ort die individuellen Lernprozesse unterstützen. Manche von ihnen sind sogar selbst noch Schüler, wie Paul, oder Studentinnen, wie Milena.

Auch Erwachsene bilden sich weiter

Unter den Unterstützern ist zum Beispiel der gebürtige Ägypter Emad, 45 Jahre alt. Er ist als Gastdozent für Germanistik an der Humboldt-Universität in Berlin tätig und außerdem Teil von Drop In e.V., dem Forum für interkulturelle und politische Bildung. Emad erklärt auf seine unnachahmlich freundliche Art, dass der Fokus hier vor allem auf Deutschunterricht, Sprachförderung und der Hausaufgabenkontrolle liegt. Aber auch alle anderen Fächer von Biologie bis Mathe werden bei Bedarf von freiwillig engagierten Menschen abgedeckt. Thematische Arbeitsblätter unterstützen dabei die Lernprozesse. Hierbei wird die erste von drei Stunden für die jüngeren Wissbegierigen eingeplant, die restliche Zeit von allen Älteren ab 15 Jahren genutzt. Denn auch die vielen Erwachsenen, welche an Integrationskursen teilnehmen, werden hier zusätzlich gefördert. Und auch, wenn bereits viele fleißige Hände mit anpacken, so werden immer noch weitere engagierte Helferinnen und Helfer bei der Hausaufgabenhilfe gesucht: „Aktuell benötigen wir Freitagnachmittags noch Unterstützung für die Fächer Deutsch, Englisch und Mathe.“, erzählt Ralf Gottschalk, Freiwilligenkoordinator in Pankow.

Unterstützung gibt es auch durch die Politik

Vertreter des finanzierenden Berliner Senats waren erst neulich zu Besuch, um sich vor Ort ein Bild von der aktuellen Lage zu machen. Und sie konnten sich rundum zufrieden mit der bisher geleisteten Arbeit geben! Aber nicht nur sie, auch die betreuten Schülerinnen und Schüler sind glücklich und dankbar für jede helfende Hand. Bereits nach kurzer Zeit in der Hausaufgabenhilfe wird klar: Wenn Integration irgendwo beginnt, dann unter anderem in „Klassenzimmern“ wie diesen. „Red“ heißt Rot, „One“ meint Eins und „You´re welcome“ bedeutet Du bist willkommen!

Avocado mal anders

Die gebackene Avocado mit Ei lässt sich hervorragend als Feierabend-Snack zubereiten. Dabei kann nach Lust und Laune variiert, ersetzt und neu kombiniert werden. Gemüse, Käse oder Fleisch – kreieren Sie sich doch einfach Ihre Lieblings-Avocado.

Zutaten 1 Portion

  • 1 Avocado, reif
  • etwas Zitronensaft
  • 2 kleine Eier
  • Nach Bedarf: Käse (z.B. Feta), Gemüse (z.B. getrocknete Tomaten) oder Fleisch (z.B. 3 Scheiben Bacon, oder Schinkenspeck), Kräuter (z.B. Schnittlauch)
  • evtl. Öl
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

  • den Backofen auf 220°C vorheizen
  • Avocado halbieren, den Kern entfernen und auslösen
  • Avocado in Auflaufform legen
  • das Fruchtfleisch mit Zitronensaft beträufeln
  • Avocadohälfte mit je 1 aufgeschlagenem Ei füllen und mit Salz und Pfeffer würzen
  • nach Geschmack Gemüse, Fleisch und/oder Käse hinzufügen
  • etwa 15 bis 20 Minuten im heißen Backofen garen. Die Garzeit ist davon abhängig, wie flüssig man die Eier haben möchte

Wussten Sie schon?

Obwohl meist von der Avocadofrucht die Rede ist, handelt es sich eigentlich um Beeren, die am Avocadobaum – einem Lorbeergewächs – hängen. Avocados werden wegen ihrer cremigen Konsistenz auch oft als Butterbirne oder, wegen der
Beschaffenheit ihrer Schale, als Alligatorbirne bezeichnet. Avocados zählen damit zu Obst und nicht zu Gemüse und haben von Januar bis April und noch einmal von August bis Dezember Saison.
Sie enthalten viele einfach- und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die als gesunde Fette bezeichnet werden. Diese wertvollen Fettsäuren wirken sich positiv auf die Cholesterinwerte aus und sorgen dafür, dass Vitamine und Nährstoffe vom Körper gut aufgenommen werden können. Außerdem kurbeln sie den Stoffwechsel an, sodass sie beim Abnehmen helfen.

So gesund – dann schmeckt es doch gleich nochmal so gut.

Guten Appetit.